Auto-Kindersitze
Markus Niesen | 12. Jul 2005 | Entwicklung
Nach §21a, Abs. 1a der Straßenverkehrsordnung (StVO) dürfen Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die kleiner als 150 cm sind, in Kraftfahrzeugen auf Sitzen, für die Sicherheitsgurte vorgeschrieben sind, nur mitgenommen werden, wenn Rückhalteeinrichtungen für Kinder benutzt werden, die amtlich genehmigt und für das Kind geeignet sind.
Auf gut Deutsch: Sie benötigen einen speziellen Auto-Kindersitz, wenn Ihr Kind noch nicht den 12. Geburtstag gefeiert hat oder kleiner als 1,50 Meter ist.
Zumindest in Deutschland scheint der "Maxi-Cosi" zum Synomym für einen solchen Auto-Kindersitz geworden zu sein. Genau wie das "Tempo" zum beliebtesten Papiertaschentuch wurde, wurde der Maxi-Cosi dank zahlreicher guter Tests zum Oberbegriff für Babyschalen und Auto-Kindersitze.
Doch sollte man nun blind den Testergebnissen der Stiftung Warentest, des ADAC oder der Zeitschrift "Auto Motor und Sport" vertrauen und wie alle anderen auch einfach zum Marktführer greifen? - "Nein", sagt die Kreisverkehrswacht Mannheim, denn "nicht das Testergebnis ist das entscheidende Kriterium - sondern ob der Kindersitz in Ihr Fahrzeug passt und sich sicher befestigen lässt."
Denn wenn die Struktur oder die Form Ihres Rücksitzes nur geringfügig von der Rückbank des Testfahrzeuges abweicht oder wenn Ihre Gurtpeitsche ein kleines Stück länger oder kürzer ist, dann kann es durchaus sein, dass der getestete Kindersitz nicht optimal in Ihr Fahrzeug passt und sich nicht wirklich fest einbauen lässt. Aber genau dies ist der springende Punkt: der Autokindersitz sollte nach dem Einbau in Ihren Wagen weder wackeln noch verrutschen.
Leider ist der Markt der Auto-Kindersitze extrem groß und unübersichtlich. Daher hier zunächst einmal die wichtigsten Anbieter von Auto-Kindersitzen in alphabetischer Reihenfolge:
- Britax Römer
- Chicco (Italien)
- Concord
- Dremefa-Bobob (Niederlande)
- Graco (USA)
- HTS (Norwegen)
- Kiddy
- Maxi-Cosi (Niederlande)
- Osann
- Play (Spanien)
- Recaro
- Storchenmühle
- Wavo
Neben einem ausgiebigen Beratungsgespräch im Fachhandel sollten Ihnen Meinungsportale und Testberichte bei der Entscheidungsfindung helfen.
Die paar Euro für die Testberichte der Stiftung Warentest sind in jedem Fall gut investiert: Sie können sich damit vor einem teuren Fehlkauf bewahren und viel Frust und Ärger beim Ein- und Ausbau des Auto-Kindersitzes vermeiden.
Extra-Tipp:
Treffen Sie keine Kaufentscheidung bevor Sie sich nicht die Website der Kreisverkehrswacht Mannheim angesehen haben. Lesen Sie dort alle Beiträge unter dem Menüpunkt "Autokindersitze".
Bessere Informationen werden Sie nirgendwo erhalten!
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