Vaterschaftstest
Markus Niesen | 2. Aug 2005 | Entwicklung
Auch wenn es Sie gar nicht betrifft: geben Sie doch einfach einmal spaßeshalber den Begriff "Vaterschaftstest" in eine Suchmaschine Ihrer Wahl ein.
Sie werden mit Sicherheit überrascht sein, wieviele Labors in den Anzeigen um Ihre Gunst werben. Jeder will einen Vaterschaftstest für Sie durchführen und man scheint sich mit den Preisen nahezu zu überschlagen, nur um Sie zu den Kunden zählen zu können.
Es geht um Geld. Um viel Geld sogar. Denn wenn eine Ehe scheitert, dann kommen schnell die Fragen nach dem Zugewinnausgleich und dem Unterhalt auf den Tisch. Da werden schnell sehr große Summen erreicht.
Deshalb wollen Männer Gewissenheit. Sie nehmen heimlich Speichelproben der Kinder oder schicken einen Schnuller an eines dieser Labors. Ein negativer Vaterschaftstest kann ihnen viel Geld sparen. Ein "Kuckuckskind" kann so nachträglich noch zum großen Segen werden.
Schätzungen gehen davon aus, dass in jeder Schulklasse ein bis zwei Kinder sitzen, die nicht bei ihrem leiblichen Vater aufwachsen.
Man kann von den heimlichen Vaterschaftstest daher halten, was man will. Gute Informationen zu den Vaterschaftstests sind sowieso selten. Sie gehen in den Anzeigen der ganzen Labors oft unter. Dort werden die Vaterschaftstests oft auch als "Abstammungsgutachten" bezeichnet, um die ganze Polemik etwas aus dem Thema herauszunehmen.
Hier nun die besten Links zum Vaterschaftstest:
- Vaterschaftstest auf br-online.de
Bevor die Arbeitsweise der Labors genauer erläutert wird, geht der wohl sachlichste und ausgewogenste Artikel zum Thema Vaterschaftstests zunächst auf die rechtliche Situation ein. Er beschäftigt sich auch mit den Beweggründen der Väter und Großväter (!), die einen solchen Test in Auftrag geben. Interessant ist auch das Ergebnis der kleinen Umfrage im Artikel: einfach einmal abstimmen! - Vaterschaftstest auf quarks.de
Das Wissenschaftsmagazin des WDR berichtete vor einiger Zeit über Vaterschaftstest. Der Text zur Sendung beantwortet kurz und knapp die wichtigsten Fragestellungen rund um das Thema. - Vaterschaftstest auf familienhandbuch.de
Hier geht es neben den rechtlichen Aspekten auch um die psychologischen oder ethischen Konflikte, die sowohl ein positiver als auch ein negativer Vaterschaftstest auslösen kann.
Bleibt eigentlich nur die Frage, ob sich das Geschäft mit dem erbitterten Preiskampf um die Speichelproben der Väter und Kinder auch tatsächlich für die Labors lohnt.
Wo wird eigentlich das große Geld verdient, wenn sich wohl nur die wenigsten Männer als potentielle Stammkunden eignen?
Top-Tipp: Limango - Einkaufsgemeinschaft für junge Familien!
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