Ein Hoch auf Teutonia
Markus Niesen | 10. Aug 2005 | Sonstiges
Beim Schreiben des Artikels über Kinderwagen ist mir ein ziemlich hässlicher Fehler unterlaufen:
Neben dem Text hatte ich ein Bild des Teutonia Primus Kinderwagens platziert, weil meine Frau und ich unsere Tochter Selina in diesem Modell ganz begeistert durch die Gegend rollen. Dummerweise hatte ich aber in der Liste der ganzen Hersteller ausgerechnet die Firma Teutonia vergessen. ![]()
Ein paar Tage später kam dann genau das, was kommen musste: eine E-Mail von Teutonia.
Doch es war nicht etwa die Rechtsabteilung, die mich wegen einer Copyright-Verletzung vor ein Gericht in Bad Oeynhausen zerren wollte. Es war auch nicht ein von Teutonia beauftragter Rechtsanwalt, der mir eine Abmahnung schickte und mit einer Unterlassungsklage drohte.
Nein, die E-Mail kam von der Marketingabteilung von Teutonia:
Sehr geehrter Herr Niesen,
wir freuen uns, dass Sie unser Kiwa-Modell Primus bei Ihrem Text zur Kinderwagensuche abbilden. Noch mehr würden wir uns allerdings freuen, wenn Sie uns ebenfalls mit bei den aufgezählten Herstellern mit Link auf unsere Website aufnehmen würden... ;-)
Mit freundlichen Grüßen
Sandra Rohrbeck
- Marketing -
Frage: Was ist an dieser E-Mail so bemerkenswert?
- Dass ein bedeutender Kinderwagen-Hersteller baby-blog.de aufmerksam verfolgt?
- Dass Markus Niesen noch einmal unverschämtes Glück gehabt hat und eigentlich längst hinter Gitter gehört?
- Dass ein so blöder Fehler einen weiteren Artikel über Teutonia rechtfertigt?
Antwort: Alle drei Aussagen haben irgendwo einen Funken Wahrheit, sind aber nicht entscheidend!
Viel wichtiger ist es, dass es beim Kinderwagenhersteller Teutonia hinter den Kulissen ganz schön "menschelt".
Klar, gute Produkte sind natürlich auch wichtig bei einer Kaufentscheidung für einen Kinderwagen. Aber die Mitarbeiter stellen das eigentliche Kapital eines Unternehmens dar.
Und hier hat Teutonia mit Frau Rohrbeck einen ganz ausgezeichneten Griff getan.
Sie vertritt ihren Arbeitgeber nach außen hin in einer solch sympathischen Art und Weise, dass man unweigerlich den Eindruck erhält, es mit einem herausragenden Unternehmen zu tun zu haben.
Mit nur zwei Sätzen schafft sie es, eine warme, angenehme Atmosphäre zu erzeugen und schlagartig jegliches Bild, das man von Teutonia irgendwo im Hinterkopf gespeichert hat, sofort ins Positive zu wenden.
Plötzlich sind dann auch Produktkriterien nicht mehr so wichtig, weil man sich darauf verlassen kann, im Falle eines Falles bei Teutonia weitere zufriedene und hilfsbereite Mitarbeiter zu finden.
Wenn Mitarbeiter wie Frau Rohrbeck das Geschehen in unseren Unternehmen massgebend mitbestimmen, dann kann es um den Standort Deutschland gar nicht so schlecht bestellt sein.
Ich laufe auf jeden Fall heute mit einem dämlich breiten Grinsen durch die Gegend und daran hat diese nette, kleine E-Mail aus Hiddenhausen einen nicht ganz unerheblichen Anteil. ![]()
Hinweis:
Ich habe mich bei Teutonia für dieses Versehen entschuldigt. Mein Artikel über Kinderwagen wurde in der Zwischenzeit überarbeitet und verweist nun selbstverständlich auch auf die Website des Kinderwagenherstellers Teutonia.
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