Baby bei eBay angeboten
Markus Niesen | 19. Sep 2005 | Sonstiges
Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit: nach dem Papst-Golf (2005); dem 10 Jahre alten Käsesandwich, auf dem ein Marienbild sein sollte (2004); sechs jungen Frauen, die zusammen mit einer Kiste Bier für eine zünftige Party ersteigert werden konnten (2003); und einer von Verona Feldbusch signierten Spinatschachtel (2000) hat in der vergangenen Woche jemand ein Baby bei eBay zum Verkauf angeboten.
Im Gegensatz zu diesen ganzen Spaßauktionen wurde das Baby aber in einem durchaus ernstzunehmenden Zusammenhang präsentiert:
Die angebliche Mutter schrieb sie sei krebskrank und wolle noch einmal in den Urlaub fahren. Deshalb suche sie für mindestens 10.000 Euro einen "väterlichen Freund" für ihr Baby. Die Übergabe des Babys sollte vor Reiseantritt "ohne viel Formularkrams" erfolgen.
Es kam, was kommen musste: ein anderer eBay-Benutzer alarmierte die Polizei. Diese informierte eBay über die unzulässige Auktion. Daraufhin wurde die Auktion umgehend gestoppt und der eBay-Benutzername der Mutter deaktiviert.
Die Polizei nahm nun die Ermittlungen auf und suchte nach der Mutter des Babys wegen des Verdachts auf Menschenhandel.
Dann die überraschende Wende:
Die betroffene Mutter war zum Tatzeitpunkt im Urlaub und erfuhr erst über die Medien von dem Verkauf Ihres Babys bei eBay. Sie erklärte zudem, dass bereits vor einiger Zeit eine ältere Tochter der Familie von einem Unbekannten bei eBay inseriert worden sei.
Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den wirklichen Anbieter wegen der Vortäuschung einer Straftat.
Die ganze Story gibt es auf unzähligen Nachrichtenseiten im Internet. Hier nur zwei Quellen: Berliner Morgenpost und heise.de.
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1 Kommentar
Nichtsdestotrotz werde ich jetzt über Ebay ein Gesuch nach einer Schwangeren (die ja ein Baby im Bauch hat) platzieren. Ich brauche nämlich noch ein Model für die Babymesse. Das dürfte aber wohl nicht gegen die guten Sitten verstoßen. ;-)
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