Erstes Big-Brother-Baby geboren
Markus Niesen | 22. Okt 2005 | Geburt
In der niederländischen Big-Brother Sendung ist in dieser Woche das erste Baby geboren worden.
Während die Nachrichtensender betont neutral berichten, gibt es zumindest auf freenet.de einen eher kritischen Artikel, der diskutiert, wie weit man noch gehen darf, um eine höhere Quote zu erzielen.
Dass kleine Babys allgemein viel Interesse wecken, ist seit Jahren bekannt. Die Frage, wo die Grenze zu ziehen ist, erscheint daher zunächst als durchaus berechtigt.
Das niederländische Arbeitsministerium hat klare Regelungen getroffen, konnte aber die Geburt in einem abgeschirmten Bereich des Containers nicht verhindern.
Big-Brother erreicht jedoch einen immer kleiner werdenden Teil der Bevölkerung, weil die voyeuristische Grundidee nach nunmehr sechs Jahren nicht mehr ganz so attraktiv ist. Man braucht spektakuläre Aktionen wie diese Geburt, um zumindest für ein paar Tage noch einmal eine höhere Quote zu erzielen.
Im Prinzip versuchen die Produzenten aber nur einen sterbenden Schwan künstlich etwas länger am Leben zu erhalten, um weiterhin damit Kasse zu machen.
Die Big-Brother Idee hat sich aber im Prinzip schon längst selbst überlebt. In gar nicht allzu ferner Zukunft wird sich dieses Format für alle Zeiten erledigt haben.
Es spielt daher keine große Rolle mehr, was auch immer den Jungs und Mädels von Endemol noch einfallen mag: mehr als ein gelangweiltes Schulterzucken werden sie beim größten Teil ihres vermeintlichen Publikums nicht auslösen können.
Insofern ist auch die Frage, ob die Grenze bereits überschritten wurde, nicht mehr so ganz relevant.
Wen interessiert eigentlich ernsthaft deren Beantwortung?
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