Väter-PEKiP®
Markus Niesen | 15. Dez 2005 | Entwicklung
Jetzt betreibe ich diese Website schon seit mehr als einem halben Jahr und habe immer noch nicht auf die Homepage des Prager-Eltern-Kind-Programmes pekip.de verwiesen.
Es gibt ja auch nicht viel dazu zu sagen: den meisten Blog-Lesern sollte PEKiP® ein Begriff sein und es ist wirklich nicht schwierig, einen geeigneten Kurs in der näheren Umgebung zu finden.
Doch während auf pekip.de immer nur von den "Eltern" gesprochen wird und nicht explizit auf Kurse für Väter hingewiesen wird, legen PEKiP®-Gruppenleiter/-innen in der Beschreibung ihrer Kurse anscheinend sehr viel mehr Wert auf die Einbeziehung der Papas.
Doch Väter-PEKiP® scheint sich nur schwer verkaufen zu lassen. In den meisten Familien geht der Vater nun einmal arbeiten und daher treffen sich bei den Kursen fast ausschließlich Mütter zum gemeinsamen Spiel mit ihren Kindern. Für die Papas wird dann gegen Ende des Kurses einmal am Wochenende ein Väter-PEKiP® veranstaltet.
Dieses eine Treffen muss den Vätern anscheinend mühsam verkauft werden:
Fast immer sind im PEKiP® die Mütter unter sich und erzählen zu Hause begeistert, was das Baby im PEKiP® tolles gemacht hat. Wollen auch Sie einmal die Gelegenheit nutzen, unter Vätern mit ihrem Baby zu spielen?
Richtig motivierend ist diese Fragestellung für Väter sicherlich nicht.
Es geht aber noch umständlicher:
In diesem Kurs können Väter die stärkende Kraft des regelmäßigen Zusammenseins mit anderen Vätern, ihren Babys und einem erfahrenen Väter-PEKiP®-Gruppenleiter erleben. Er stellt die Prozesse der Bewegungsentwicklung dar, gibt viele Anregungen und bespricht väterspezifische Themen.
Wer "die stärkende Kraft des regelmäßigen Zusammenseins mit anderen Vätern" nicht braucht, der wird sich auch nicht von den wenig überzeugenden Väter-PEKiP® Bildern hinreissen lassen.
Alles in allem gehen die Kursbetreiber/-innen viel zu verkrampft und zu bemüht an das Thema Väter-PEKiP® heran.
Daher hier mein ganz einfacher Vorschlag zur Lösung dieses Problems:
Wie bringt man jeden Vater dazu, Spaß an den PEKiP®-Kursen zu bekommen und sich sogar regelrecht auf das erste Treffen zu freuen?
Ganz einfach: man muss Männern nur erzählen, dass beim PEKiP® alle nackig spielen! ![]()
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3 Kommentare
Ich habe aber auch noch nicht verstanden, warum man einen Pekip-Kurs machen sollte. Was bringt das?
...."die stärkende Kraft des regelmäßigen Zusammenseins mit anderen Vätern" .... Naja, nicht Jede formuliert passend für das Jahr 2005. Diese Kursbeschreibung sprach in den Siebzigern möglicherweise Ihren Vater an.... ;-)
Die Fotos aus der Gruppe zeigen nun Null-PEKiP-Anregungen. Was soll das sein? IKEA-Aufbewahrung für Väter&Babys?
Alle im PEKiP nackt?! Das wäre nicht auszuhalten. ;-)
Für die Babys allerdings: Nacksein bedeutet in den ersten Lebensmonaten, dass sich das Baby spontaner und wesentlich mehr bewegen kann. Verständlich, wenn man an die Pampers und Mini-Jeans denkt.
Bewegung bedeutet Entwicklung, Ausprobieren im wachen Zustand,- nicht schall- und wahrnehmungsgedämmt im Bettchen, Kinderwagen oder stundenlange Folter durch Liegen in den Babyschale.
Mit dem eigenen Baby spielen und mit anderen Vätern gemeinsam die Fortschritte der Babyentwicklung zu beobachten, tja, wie wirbt die PEKiP-GruppenleiterIn dafür am Besten?! ;-)
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