Antibiotika bei Babys erhöhen Asthmarisiko
Markus Niesen | 16. Mär 2006 | Gesundheit
Nach einer neuen Studie der Universität von British Columbia in Vancouver haben mit Antibiotika behandelte Babys in der Folge ein höheres Risiko an Asthma zu erkranken.
Babys, denen in ihrem ersten Lebensjahr ein Antibiotikum zur Behandlung einer Infektion verabreicht wurde, litten später doppelt so häufig an Asthma wie die Kinder ohne eine solche medikamentöse Behandlung.
Die veröffentlichten Ergebnisse stützen sich auf insgesamt sieben medizische Studien, in denen mehr als 12.000 Kinder untersucht wurden. Bei Kindern, die an Ohrenentzündungen oder Bronchitis litten und infolgedessen mit Antibiotika behandelt wurden, erhöhte sich das Risiko an Asthma zu erkranken um mehr als das Doppelte gegenüber einer unbehandelten Kontrollgruppe.
Die mehrfache Gabe von Antibiotika im ersten Lebensjahr des Babys erhöhte das Risiko weiterhin.
Die weiteren Ergebnisse dieser Analysen stehen zum kostenpflichtigen Download im Internet zur Verfügung. Eine kurze Zusammenfassung ist kostenfrei.
In der deutschen Presse wurden aber zumindest einige Details der Studie veröffentlicht. Über das erhöhte Asthmarisiko nach Einnahme von Antibiotika bei Babys erfährt man u.a. etwas auf wissenschaft.de.
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