Sprachentwicklung bei Kleinkindern
Markus Niesen | 23. Mär 2006 | Entwicklung
Nach einer neuen Studie von Mitarbeitern der Temple-Universität in Philadelphia lernen Kleinkinder Wörter für interessante Gegenstände besser. Wenn ein Gegenstand bunt ist und möglichst spannende Geräusche von sich gibt oder sogar in irgendeiner Form beweglich ist, dann prägen sich 10 Monate alte Babys das entsprechende Wort leichter ein. Langweilige, einfarbige Gegenstände haben es hingegen deutlich schwieriger in den Wortschatz der Kleinen aufgenommen zu werden.
Die Studie bestätigt zunächst also nur einmal das, was Eltern sowieso bereits längst geahnt und instinktiv richtig gemacht haben.
Interessanterweise spielte es für die Kleinkinder aber praktisch keine Rolle, was die Person sagte oder tat, die ihnen den Gegenstand zeigte.
Das Lernen der Wörter für die gezeigten Gegenstände geschieht also rein objektbezogen. Großspurige Erklärungen oder auffallende Bewegungen der Eltern scheinen dabei nicht notwendig zu sein.
Dies erklärt die Studie damit, dass sich die Kleinkinder noch nicht in ihre Bezugsperson hineinversetzen können und deren Wortschatz und Wortverständnis anzapfen können.
Damit unterscheidet sich das Lernen der Babys deutlich von der Sprachentwicklung bei älteren Kindern, die zu einer wesentlich höheren abstrakten Leistung fähig sind und neue Wörter auch durch eine verbale Beschreibung eines Objektes oder erklärende Gesten der Bezugsperson erlernen.
Mehr zu dieser Studie bei wissenschaft.de.
(gefunden u.a. auch bei projekt-erdling.de)
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