Nestlé Babyservice
Markus Niesen | 12. Mai 2006 | Eltern-Portale
Der Nestlé Babyservice hat ein neues Babyportal eröffnet. Alle Informationen über Produkte der Marken Nestlé Alete, Nestlé Beba und Bübchen sind nun unter einer einzigen Addresse zu finden. Daneben gibt es einen Schwangerschaftskalender sowie Wissenswertes über die Entwicklung der Kleinen.
Das Ganze hat man schon Dutzende Male auf anderen Eltern-Portalen gesehen, dort allerdings ohne die vielen Produktinformationen.
Nestlé hat viel Geld in die Hand genommen, um das neue Portal gut aussehen zu lassen. Als Grundlayout wurde eine Ringbuchmechanik mit Karteireitern gewählt, die den Zugriff auf die einzelnen Bereiche sehr übersichtlich gestaltet. Man arbeitet mit freundlichen Pastelltönen und vielen gelungenen Bildern.
Letztendlich sollen aber mit dieser Website nur neue Adressen von (angehenden) Eltern gewonnen werden. Hierzu lockt man mit einem geschützten Bereich, für den man sich zunächst registrieren muss. Nestlé verspricht Produktproben, einen regelmäßigen Newsletter und das neue Magazin "mini&Mami", welches Eltern im ersten Lebensjahr Ihres Kindes begleiten soll.
Direkt nach der Registrierung kann man sich die erste Ausgabe des Magazins als PDF-Dokument herunterladen. Alle weiteren Ausgaben erhält man dann per Post.
Zukünftig will man im Mitgliederbereich noch einen Flohmarkt und ein Mitglieder-Forum anbieten. Auch hier fragt sich der unbedarfte Laie kopfschüttelnd, ob dies tatsächlich das ist, worauf Eltern bereits so lange gewartet haben.
Alles in allem feiert Nestlé hier ein neues Eltern-Portal, welches sich nur geringfügig vom Wettbewerb absetzt. Die Website sieht sehr gut aus und sie kann in Teilbereichen auch irgendwie überzeugen. Herausragend ist das neue Portal unter dem ungewöhnlichen Domain-Namen babyservice.de (Boxenstopp für mein Baby?) jedoch nicht.
Extra-Tipp:
Ich kann aus eigener Erfahrung mit unserer Tochter berichten, dass der Produktprobenversand des Nestlé Alete Babyservice zuverlässig funktioniert und der Newsletter regelmäßig erscheint.
Wenn man zudem bei der Registrierung angibt, dass die Daten nur für den Produktprobenservice verwendet werden sollen und nicht auch noch für andere Aktivitäten der Nestlé-Unternehmensgruppe zur Verfügung stehen sollen, dann erhält man nach der Anmeldung auch keine Flut von unerwünschtem Werbematerial.
Dennoch sollte man von den Produktproben und den kleinen Baby-Geschenken in den Paketen nicht zu viel erwarten. Der Wert der überlassenen Waren ist gering.
Daher muss sich jeder selbst überlegen, ob er für den Nestlé Babyservice ein Stück seiner eigenen Identität preisgeben will.
Top-Tipp: Limango - Einkaufsgemeinschaft für junge Familien!
Trackback-Adresse für diesen Eintrag
Trackback-URL (Rechtsklick und Verknüpfungs-/Link-Adresse kopieren)
4 Kommentare
Also, dass du so ungestraft Werbung für Nestle machst, finde ich ja ziemlich igitt. Dir als gutem Vater ist doch sicher klar, dass Nestle einen großen Anteil daran hat, dass Frauen zu wenig stillen und dass vor allem Frauen in Entwicklungsländern oft ganz schlecht dran sind, wenn sie die vermeintlich gute Babynahrung von Nestle bekommen.
Falls du das alles noch nicht wusstest, dann schau dir doch bitte den Film "We feed the world" an, weil dann versteht man auch ganz ohne Polemik, dass Nestle sich überhaupt nicht für die Menschen interessiert, mit denen sie Umsatz machen.
Kostenlose Produktproben sind lt. Internationalem Kodex zur Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten (WHO, 1981), dem deutschen "Säuglingsnahrungswerbegesetz" (SNWG) sowie der entsprechenden EU-Direktive (auf dem das SNWG beruht) verboten. -- Wer solche Sachen auslobt, sollte also vorher schauen, ob er sich nicht strafbar macht.
Natürlich ist es auch erwünscht anderen person zu helfen.
Liebe Grüße
Hermann
Einen Kommentar hinterlassen
| « Wie Kinder das Leben verändern | Natürliche Geburt und Verdauung » |


