Intellicot - Intelligentes Babybett
Markus Niesen | 18. Mai 2006 | Sonstiges
Seit Jahrzehnten hat sich im Bereich der Babybetten nur wenig getan. Mit Ausnahme der Einführung der Stillbetten (Babybay, HOB) vor einigen Jahren gab es nichts wesentlich Neues.
Im Rahmen ihres Design-Studiums haben nun vier amerikanische Studenten ein intelligentes Babybett entwickelt, welches den Markt revolutionieren soll. Das Intellicot glänzt mit einer ganzen Reihe mehr oder weniger sinnvoller Funktionalitäten:
- Ein automatischer Schaukelmechanismus soll es den Babys frühzeitig ermöglichen, einen regulären Schlafrhythmus zu entwickeln.
- Im Sommer soll ein eingebautes Kühlsystem dafür sorgen, dass das Baby ruhig schlafen kann.
- Der eingebaute Hebemechanismus hebt und senkt das Babybett vollautomatisch, so dass sich Eltern nicht mehr mit Rückenproblemen herumschlagen müssen, wenn sie den Nachwuchs zu Bett bringen.
- Eine Videokamera erlaubt es, den Schlaf des Babys von jedem beliebigen Zimmer im Haus zu überwachen.
- Die üblichen Gitterstäbe wurden durch ein stabiles Plastikfenster ersetzt, um zu verhindern, dass sich die Kleinen ihre Arme und Beine einklemmen.
Zurzeit suchen die vier Studenten einen Geldgeber, um die weitere Entwicklung und die Serienfertigung des Intellicot voranzutreiben.
Ich finde die neuen Ideen des Intellicot grundsätzlich gut, denke aber, dass das Kühlsystem erst notwendig wurde, nachdem man sich für die Plastikscheibe entschieden hatte.
Die Videokamera halte ich nur bei Frühgeborenen und behinderten Kindern für notwendig, ansonsten ist sie wohl eher entbehrlich.
Richtig überzeugt bin ich von dem Hebemechanismus. Dies ist eine sinnvolle Entwicklung, über die andere Möbeldesigner auch einmal nachdenken sollten.
Alles in allem werde ich allerdings das Gefühl nicht los, dass in das Intellicot mühsam ein paar Funktionen "reingequetscht" wurden, um es möglichst futuristisch und revolutionär zu machen. Eine evolutionäre Entwicklung wäre wohl weit besser gewesen.
Der Preis des Intellicot wird auch nicht zu vernachlässigen sein und bei der bisher geplanten Funktionsvielfalt wird er nicht gerade knapp ausfallen. Zu bedenken ist auch, dass man durch die vielen Motoren und elektrischen Geräte mit einer nicht unerheblichen Fehleranfälligkeit kämpfen wird müssen.
So kann das Intellicot bei genauerer Betrachtung doch nicht so ganz überzeugen. Aber es hat zumindest einen gewissen "Wow"-Effekt.
Anschauen unter intellicot.com!
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1 Kommentar
Da fehlt gerade noch ein Motor der das Kind füttert.
Meiner Meinung wer sich ein Kind wünscht sollte auch fähig sein sein eigenes Kind im Arm einzuschauckeln (Mutter und Vatergeruch) sind dabei nur ein wesentlicher Vorteil.
Für mich NoGo
lg Gitterbettenguru
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