Musik für Frühchen
Markus Niesen | 3. Jul 2006 | Geburt | Sende Feedback »
Während ich diese Zeilen schreibe läuft ganz dezent im Hintergrund eine Hörprobe von "Der Atem des neuen Lebens". Es handelt sich dabei um therapeutische Musik für frühgeborene Kinder.
Wenn man zum ersten Mal über diese Idee stolpert, dann wird man doch etwas stutzig: Eine spezielle Musik für Frühchen? - Wie kommt man denn auf so etwas? - Und macht dies auch wirklich Sinn?
Doch zum Glück gibt es eine ganze Website zu diesem Thema und die erzählt dann auch zunächst einmal etwas über das Problem (hoher und stressverursachender Geräuschpegel im Inkubator) und dessen Lösung (spezielle, auf die Situation des Frühchens im Inkubator abgestimmte musikalische Klangwelt, die auf ganz natürliche und sanfte Weise das Baby zum Leben einlädt).
Durch diese Musik soll die Atmung und der Herzschlag des Babys stabilisiert werden, um damit den Sauerstoffgehalt im Blut und im Gehirn zu optimieren. Das ultimative Ziel dieser Musik ist die sich daraus ergebende Reduzierung des Einsatzes von Medikamenten.
Komponist und Produzent Tibor Lévay, der zuvor bereits Entspannungsmusik für Babys entwickelt hatte, wurde nach der Geburt seines zweiten Sohnes Rafael unfreiwillig mit den Umständen einer Frühgeborenenstation konfrontiert. Er entschloss sich daraufhin, die stressverursachenden Geräusche des Inkubators in musikalische Elemente einzubetten, so dass eine geräuschabsorbierende Wirkung entstand.
So entstand eine 41-minütige Musik-CD für Frühchen, die man auf seiner Website fruehchenmusik.de nicht nur probehören, sondern auch gleich bestellen kann.
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