Babykeeper
Markus Niesen | 29. Aug 2006 | Sonstiges
Was macht eine gestresste Mutter, wenn sie beim Einkaufen mit ihrem Baby plötzlich eine öffentliche Toilette aufsuchen muss?
Eine schlecht vorbereitete Rabenmutter legt ihr Kind auf dem Boden ab und lässt es in einem hygienisch zweifelhaftem Umfeld herumkrabbeln.
Eine bestens ausgestatte Supermutter packt ihren eigens für diesen Zweck angeschafften und extra seit Stunden mitgeschleppten Babykeeper aus und hängt das Kind einfach an die Wand! ![]()
Ich kann mich beim Schreiben dieser Zeilen vor Lachen kaum aufrecht halten, denn die Idee ist so blöd, dass sie schon wieder gut ist!
Für Leute, die so gar keine anderen Probleme mehr haben, gibt es den lustigen Babykeeper nur noch wenige Tage zu einem Einführungspreis von 39,99 US-Dollar zzgl. Versandkosten (Stand: August 2006). Anschließend wird er 59,50 US-Dollar kosten.
Man muss sich das mal langsam auf der Zunge zergehen lassen: 60,- US-Dollar für ein Zubehörteil, welches nur eine einzige Funktion hat und wahrscheinlich nur zwei oder drei Mal gebraucht wird! Die fragwürdige Zweitverwendung für den Einkaufswagen (auf der Website zu sehen!) ist einfach zu konstruiert.
Selbst wenn die Entwicklerinnen noch so verliebt in ihre Produktidee sind ... man muss sich bei der Einführung eines neuen Produktes ernsthaft fragen, ob überhaupt eine Nachfrage für eine solche Idee vorhanden ist!
Denn hier hat man mit viel Aufwand eine Lösung für ein Problem entwickelt, welches die meisten Mütter und Väter wahrscheinlich überhaupt nicht haben.
Es findet sich immer jemand, der den Zwerg einmal für zwei Minuten halten wird. Ansonsten lernt ein Elternteil sehr schnell, wie man sich mit dem Kind im Tragetuch oder Tragesack auf die Schüssel setzen kann.
Natürlich werden auch diese beiden Entwicklerinnen reichlich Käufer finden, die den Babykeeper für die beste Idee seit geschnittenem Brot halten.
Aber sie haben einfach kein tragfähiges Geschäftsmodell entwickelt: denn was wollen Sie ihren zufriedenen Kundinnen als Nächstes verkaufen, wenn die Kleinen aus dem Babykeeper herausgewachen sind? - Im Zweifelsfall wird das Teil noch für ein zweites, drittes, viertes Kind verwendet und landet dann irgendwann auf einer Auktionsplattform. So wird es zunehmend schwieriger, neue Kundinnen für den Babykeeper zu finden.
Doch genug analysiert. Ein Besuch der zugehörigen Website ist allein schon wegen der lustigen Babybilder Plicht!
Es gibt neben dem Babykeeper weltweit wahrscheinlich keine andere Möglichkeit, sein Kind einfach mal so lässig irgendwo an die Wand zu hängen! ![]()
Top-Tipp: Limango - Einkaufsgemeinschaft für junge Familien!
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