Versicherungen fürs Baby
Markus Niesen | 7. Sep 2006 | Finanzen
Wenn ein Baby auf die Welt kommt, dann sollte man seinen Versicherungsschutz neu überdenken.
Während der Nachwuchs in eingen Fällen automatisch in den Policen der Eltern mitversichert ist, ergibt sich in anderen Bereichen durch die Geburt ein ganz neuer Versicherungsbedarf.
Immer wieder veröffentlichen vermeintlich unabhängige Institutionen wie etwa der Focus eine Liste der absolut notwendigen Policen für Familien mit Kindern, nur um direkt neben dem Artikel den Leser zu einem Online-Versicherungsvergleich zu locken, mit dem im Falle eines Abschlusses eine dicke Provision verdient wird.
Denn mit dem Vermitteln von Versicherungen wird nach wie vor viel Geld verdient und daher gilt es auch in diesem Bereich besonders aufzupassen, wem man nun letztendlich vertraut.
So sind alle Listen, die man irgendwo im Internet findet, mit Vorsicht zu genießen, denn der individuelle Versicherungsbedarf ist von vielen Faktoren abhängig. Man kann nicht alle Familien so einfach über einen Kamm scheren.
Stark vereinfacht lässt sich sagen, dass sowohl in der gesetzlichen Krankenversicherung als auch in der privaten Haftpflichtversicherung ein Baby automatisch bei den Eltern mitversichert ist (Achtung: wer freiwillig bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert ist oder wer nur einen Single-Tarif für seine Haftpflicht abgeschlossen hat, der muss sein Baby zusätzlich absichern!). Im Zweifelsfall genügt ein kurzer Anruf bei der jeweiligen Versicherungsgesellschaft, um die Details zu klären.
Darüberhinaus muss jeder im Prinzip selbst entscheiden, welche Risiken er versichern lassen will und welche nicht.
Eine unabhängige Beratung - ohne jegliche finanzielle Interessen im Hinterkopf des Beraters - ist jedoch sowohl online als auch offline nur schwer zu erhalten.
Als Laie in diesem Umfeld kann und will ich auch keine persönlichen Empfehlungen aussprechen. Ich erlaube mir nur einen Link zu einer älteren Story auf dem Baby-Blog zu setzen, die sich mit dem Thema Ausbildungsversicherung beschäftigt. Hier stimmen die Meinungen der Experten weitestgehend dahin überein, als dass diese als überflüssig bezeichnet wird.
Ansonsten kann ich beim Thema Versicherungen fürs Baby wieder einmal nur auf die Verbraucherzentralen und die Stiftung Warentest (Finanztest!) verweisen, die neutral beraten.
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