Weltstillwoche 2006
Markus Niesen | 2. Okt 2006 | Baby Ernährung
Es ist wieder soweit: heute startet in Deutschland mal wieder die Weltstillwoche, die in diesem Jahr unter dem Motto "Zum Schutz des Stillens. 25 Jahre Internatio-naler Kodex für die Vermark-tung von Muttermilchersatz-produkten" steht. Die Weltstillwoche wird vom 2. bis 8. Oktober 2006 in 120 Ländern begangen.
Das etwas schwerfällige Motto ist wahrscheinlich nur einer der Gründe, warum die Weltstillwoche auch in diesem Jahr nicht richtig zu funktionieren scheint.
Wenn nicht einmal die üblichen Verdächtigen, von denen man zumindest einen kurzen Beitrag erwarten würde, über die Weltstillwoche berichten, dann läuft irgendetwas total verkehrt: auf stillen.de, stillgruppen.de, afs-stillen.de und lalecheliga.de findet die Weltstillwoche entweder gar nicht oder nur am Rande statt.
Dabei gibt es gute Gründe mal wieder auf die vielen unbestrittenen Vorteile des Stillens hinzuweisen, denn in Deutschland stillen nur rund 70 Prozent aller Mütter nach der Geburt ihr Baby. Nach vier Monaten sind es nur noch erschreckende 30 Prozent.
Die Vorteile des Stillens:
- Die Zusammensetzung der Muttermilch ist einmalig. Keine Flaschennahrung kommt an den Nährstoffmix der Muttermilch heran. Sie ist optimal an die Entwicklung des Kindes angepasst und verändert sich kontinuierlich, manchmal sogar innerhalb eines Tages.
- Muttermilch kostet nichts und ist immer verfügbar, bestens temperiert und hygienisch einwandfrei. Bei Flaschennahrung dagegen muss Pulver gekauft werden, Wasser gekocht und gekühlt, Schnuller und Flasche sterilisiert werden.
- Das Trinken aus der Brust schützt Babys vor späterem Übergewicht.
- Stillen macht schlau: Einige Inhaltsstoffe der Muttermilch begünstigen die Hirnentwicklung des Kindes.
- Stillen macht stark: Die Hormone, die der Körper beim Stillen produziert, erleichtern der Mutter das Einfinden in die Mutterrolle, stärken die Liebe zum Säugling und fördern die Bindung zwischen Mutter und Kind. Zudem beugen sie aktuellen Studien zufolge auch der Vernachlässigung von Kindern vor.
- Stillen macht schlank: Um die Milch zu produzieren, verbrauchtder Körper einen Teil der Kilos, die er während der Schwangerschaft angesammelt hat. Zudem wird die Rückbildung der Unterleibsorgane beschleunigt.
Extra-Tipp:
Den ausführlichsten Artikel zur Weltstillwoche 2006 findet man auf babynahrung.org.
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