Baby-Tagebuch wird zum Eltern-Tagebuch
Markus Niesen | 8. Nov 2006 | Entwicklung
19 Monate lang berichtete Susanne Arndt (39) in ihrem Baby-Tagebuch über ihr Leben mit Fred (*22.02.2005).
Als ihr Sohn 18 Monate alt wurde, legte die brigitte.de-Redakteurin eine kurze künstlerische Schaffenspau-se: Fred war kein Baby mehr und ihr Baby-Tagebuch brauchte eine neue Richtung.
Seit dem 01. November ist sie wieder online: sie berichtet nun im neuen Eltern-Tagebuch über ihre Spielplatz-Erlebnisse mit einem Kleinkind.
Dazu hat sie sich Verstärkung an Bord geholt: Susanne Arndt tauscht sich nun mit Teilzeit-Vater Ingo Entelmann im wöchentlichen Rhythmus über Höhen und Tiefen des Elterndaseins aus.
Ingo Entelmann (38) ist promovierter Ingenieur und hat sich eine Teilzeitstelle gesucht, um sich gemeinsam mit seiner Freundin um Söhnchen Jolan (*13.2.2005) kümmern zu können. Er hat Susanne Arndt Ende 2004 in einem Geburtsvorbereitungskurs kennengelernt.
Heutzutage schreiben sie sich in ihrem gemeinsamen Eltern-Tagebuch virtuelle Briefe, in denen sie nicht nur etwas aus ihrem Leben mit den Kindern erzählen, sondern sich auch geschickt die Bälle zu verschiedenen Elternthemen zuwerfen.
Und dieses neue Format für einen Weblog ist äußerst attraktiv und vielversprechend:
So startete Susanne vor einer Woche mit dem Gefühl eine Rabenmutter zu sein und fragte Ingo am Ende ihres ersten Briefes, ob es ihm manchmal nicht ähnlich ginge.
Heute antwortet Ingo dann mit der Feststellung, dass er natürlich auch ein Rabenvater sei, aber als Mann ganz andere Probleme hätte. Er kämpft nämlich als Teilzeitpapa eher mit dem "modernen" Vaterbild und den versteckten Vorwürfen seiner Umgebung, dass er seine Frau zum Arbeiten schickt: "Als Vater hat man(n) in Deutschland Karriere zu machen und das Geld nach Hause zu bringen."
Am Ende seines Briefes leitet er den Ball dann wieder geschickt an Susanne zurück: er erzählt, dass sein Sohn Jolan trotz all seiner Bemühungen zurzeit immer noch mehr an Mama hängt. Damit gibt er automatisch das Thema "Mutterphasen" für die nächste Woche vor. Man darf nun also gespannt sein, wie Susanne in der nächsten Woche darauf antworten wird.
Fazit:
Das Ende des Baby-Tagebuchs von Susanne Arndt haben viele ihrer Fans bedauert, weil Susanne als Jounalistin mit ihrem geübten Schreibstil selbst aus einfachen Erlebnissen mit Fred eine absolut lesenswerte Kurzgeschichte gemacht hat.
Das neue Eltern-Tagebuch im Zusammenspiel mit Ingo Entelmann hat allerdings deutlich mehr Potential, weil es neben den üblichen Alltagsgeschichten immer wieder spannende Ansatzpunkte für ausführliche Diskussionen zu verschiedenen Elternthemen liefern wird.
Daher gehört dieses schlagkräftige Duo in jede gute Bookmark-Sammlung!
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