Alte Mütter - Mütter jenseits der 40
Markus Niesen | 19. Dez 2006 | Schwangerschaft
"Der Anteil an Erstgeburten bei Frauen ab 35 Jahren nimmt seit Anfang der 90er Jahre kontinuierlich zu: Innerhalb von zwölf Jahren hat er sich fast verdreifacht und lag 2003 bei 16,9 Prozent."
Diese Zahlen stammen aus Kapitel 4.4.3 des Gender Datenreports (3.347 KB; pdf-Dokument) des Bundesfamilienministeriums. Katrin Mink berichtet auf spiegel.de über das späte Mütterglück und nennt gleich ein paar Dutzend prominente Mütter, die erst jenseits der 40 ein Kind bekommen haben.
Als Gründe für eine späte Schwangerschaft werden hauptsächlich die Karriereplanung, gesellschaftliche Zwänge oder kein geeigneter Partner, dem man die Vaterrolle zutraut, genannt.
Die Vor- und Nachteile einer Schwangerschaft jenseits der 40 sind hinlänglich bekannt und Gegenstand zahlreicher Diskussionen. Sie sollen daher hier nicht näher erläutert werden.
Interessant sind aber die seltsamen Aussagen zu den älteren Müttern, die sich teilweise auf irgendwelche Studien, teilweise aber auch nur auf Gerüchte stützen:
- "Alte Mütter leben länger."
- "Alte Mütter sind blöd..."
- "Alte Mütter, neue Männer."
- "Alte Mütter sind zärtlicher zu ihren Kindern."
- "Alte Mütter sind Musterschwangere."
- "Alte Mütter haben Kinder, die in ihrer Entwicklung oftmals ihrem Alter voraus sind."
Man darf das Ganze wohl wie gesagt nicht zu ernst nehmen.
Wer nun ein "Last Minute-Baby" plant oder erwartet, der findet im Internet zahlreiche Websites, die sich einer späten Schwangerschaft auseinandersetzen. Als Einstieg sei hier nur eine Seite aus dem Familienratgeber auf hr-online.de genannt.
Da wir in den nächsten Jahrzehnten wohl noch weitaus mehr "späte Mütter" bzw. alte Mütter erwarten dürfen, wird sich zukünftig das Informationsangebot für die Mütter jenseits der 40 mit Sicherheit auch noch deutlich erweitern.
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