Baby Software - Baby Type
Markus Niesen | 5. Feb 2007 | Entwicklung
Der Titel Baby Software suggeriert etwas, das es eigentlich gar nicht geben sollte. Denn die weitläufige Meinung der Experten besagt, dass Babys und Kleinkinder unter zwei Jahren ihre Zeit weder vor dem Fernseher noch vor dem Computer verbringen sollten.
Doch die Kleinen sind sowohl von den bewegten Bildern aus der Flimmerkiste als auch von den Ereignissen auf dem Computer-Monitor irgendwie fasziniert. Das lustige Klappern der einzelnen Tasten des Keyboards, auf dem Papa oder Mama ganz konzentriert vor sich hintippen, verstärkt diesen Effekt nur noch.
Natürlich würden sie nur zu gerne ihre kleinen Fingerchen über das klappernde Spielzeug huschen lassen und selbst einmal ausgiebig Hand anlegen. Dass Papa oder Mama immer nur ganz angespannt den Atem anhalten, wenn sich wieder eines dieser neugierigen Händchen der Tastatur auch nur ansatzweise nähert, interessiert den Nachwuchs dabei überhaupt nicht.
Die Angst vor einem möglichen Datenverlust oder stundenlangen Aufräumarbeiten am Computer, nachdem die Kiddies darübger hergefallen sind, lässt die Tastatur genauso schnell zur erklärten Tabuzone werden wie die Fernbedienung aller anderen elektronischen Geräte im Haushalt.
Genau an diesem Punkt setzt die Baby Software an. Diese bringt den Computer in einen kontrollierten Ausgangszustand, in dem die Kinder absolut nichts kaputt machen können. Nachdem das Programm gestartet wurde, können sie nach Herzenslust auf der Tastatur herumklimpern und dabei sogar auch noch etwas Sinnvolles lernen.
Baby Software ist in der Regel so konzipiert, dass die Kleinen für jeden einzelnen Tastendruck belohnt werden: während über die Lautsprecher ein lustiges Geräusch ertönt, erscheinen auf dem Bildschirm dazu passende Bilder oder Symbole.
Ein solches Programm ist beispielsweise Baby Type, welches mit gleich fünf - mehr oder weniger sinnvollen - Spielmodi daherkommt. Auf dem Bildschirm erscheinen wahlweise geometrische Formen in vielen verschiedenen Farben und unterschiedlichen Füllmustern oder aber Bildsymbole, die dem Sound der gedrückten Taste entsprechen.
Das Ganze eignet sich daher nicht nur um einfache Farben oder Formen zu lernen, sondern auch um so ganz nebenbei noch den eigenen Wortschatz zu erweitern.
Da das Programm in Amerika entwickelt wurde, machen einige Spielmodi hierzulande nur wenig Sinn, sofern das Kind nicht mehrsprachig aufwächst. Einige der angezeigten Symbole (etwa "Baseball") tauchen im hiesigen Sprachgebrauch zudem auch eher selten auf.
Dennoch macht Baby Type sowohl den Kindern als auch den betreuenden Eltern, die das Kind beim Spielen auf den Schoß nehmen sollten, viel Spaß. Es gibt viel zu entdecken und viel zu lernen.
Die Grafik des Programmes ist zwar nicht mehr so ganz zeitgemäß, da die Weiterentwicklung bereits im Jahre 2000 endete. Dennoch ist Baby Type einen schnellen Download der Testversion wert. Man kann das Programm für 10 Tage im vollen Umfang ausprobieren und es anschließend für 19,- US-Dollar (Stand: Februar 2007) über das Internet registrieren.
Weitere Informationen zu Baby Type gibt es unter raize.com.
Extra-Tipp:
Wer sich während der 10-tägigen Testphase gegen einen Erwerb der unbeschränkt lauffähigen Version entscheidet, der sollte sich auf heftigste Proteste der Kleinen gefasst machen. ![]()
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2 Kommentare
Wenn das Kind auf der Tastatur rumklimpern darf, dann ist in diesem Alter die neben der Tastatur liegende Maus ja so was von uninteressant!
Kurzum: einfach die Maus ein wenig außer Reichweite schieben, dann geht das schon.
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