Milkscreen
Markus Niesen | 20. Feb 2007 | Baby Ernährung
Für viele Frauen ist Alkohol während der Schwangerschaft ein absolutes Tabu. Doch wenn das Baby auf der Welt ist, würden sie schon gerne das eine oder andere Glas Wein mit ihren Freundinnnen trinken.
Solange das Baby allerdings noch gestillt wird müssen Mütter darauf achten, dass sich kein Alkohol in der Muttermilch befindet. Hier hilft Milkscreen, ein kleiner Teststreifen, auf den man ein bis zwei Tropfen Milch gibt.
Wie bei einem Schwangerschaftstest verfärbt sich der Milkscreen-Teststreifen, wenn auch nur geringste Mengen Alkohol in der Muttermilch festgestellt werden.
Bei einem positiven Test soll man entweder eine Stunde warten und neu testen oder aber Flaschenmilch bzw. zuvor abgepumpte Milch füttern.
Milkscreen wurde von den amerikanischen Müttern Julie Jumonville und Elizabeth Smith entwickelt. Sie wollten die Unsicherheit aus dem Stillvorgang herausnehmen, mit der sich Mütter nach dem Genuss von Alkohol oft herumquälen.
Sechs Teststreifen kosten um die 20,- US-Dollar (Stand: Februar 2007). Milkscreen kann zurzeit nur online über die Website des Herstellers oder über amerikanische Online- und Offline-Händler bestellt werden.
Meiner Meinung nach wird Milkscreen es extrem schwer haben, sich auf dem Markt durchzusetzen. Das Produkt ist nur für einen einzigen, extrem engen Anwendungsfall konzipiert. Da nur wenige Mütter die von der WHO vorgeschlagenen vollen sechs Monate stillen, ist die Zahl der potentiellen Kundinnen ziemlich begrenzt.
Wer zudem so vernünftig ist, während der Schwangerschaft überhaupt keinen Alkohol zu trinken, der wird vielleicht auch noch ein paar Monate länger Verständnis bei den Freundinnen erringen, wenn er während der Stillzeit beim Thema Alkohol dankend ablehnt.
Ein Produkt wie Milkscreen würde in diesem Fall überhaupt nicht benötigt.
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