Abstillen Teil 3: Eingeleitetes Abstillen
Sabine Niesen | 1. Mär 2007 | Baby Ernährung
Dies ist Teil 3 einer vierteiligen Artikelserie zum Thema Abstillen. Grundlegende Aussagen zu dieser Serie und eine Übersicht über die einzelnen Artikel befinden sich hier.
Heute geht es in unserer vierteiligen Serie um das eingeleitete Abstillen.
Sobald sich die Elternzeit dem Ende zuneigt, überlegen viele Mütter, den Abstillprozess bewusst einzuleiten.
Dass von der Mutter eingeleitete Abstillen sollte langsam und über mehrere Monate hinweg durchgeführt werden, denn nur so gibt man Mutter und Kind genügend Zeit, sich an die Umstellung zu gewöhnen.
Bei zu schnellem Abstillen können sowohl bei der Mutter als auch beim Kind psychische Probleme auftreten.
Weder das Hochbinden der Brust noch die Einnahme von Medikamenten werden heute noch zum Abstillen empfohlen. Allein dadurch, dass die Muttermilch langsam durch Beikost oder Flaschenmilch ersetzt wird, geht die Produktion der Muttermilch von allein zurück.
Je weniger gestillt wird, umso weniger Muttermilch wird gebildet. Die Milchdrüsen bilden sich von allein zurück und die zurückgebliebene Milch wird wieder verstoffwechselt.
Besonders hingewiesen wird beim eingeleiteten Abstillen auf den psychischen Aspekt beim Baby, denn es benötigt während dieser Zeit einen Ersatz für den intensiven Kontakt während der Stillzeit. So sollte man in dieser Phase einem Baby besonders viel Zuwendung geben und einen interessanten Ersatz (kuscheln, singen, vorlesen oder spielen) bieten.
In seltenen Fällen ist die Mutter gezwungen, das Kind sehr schnell abzustillen, zum Beispiel wenn die Mutter schwer erkrankt. Hier werden Hormonpräparate verabreicht, welche jedoch unangenehme Nebenwirkungen haben können.
Damit Spannungsgefühle in der Brust vermieden werden, wird empfohlen, die Milch abzupumpen. Es sollte nur so viel Milch abgepumpt wird, bis das Spannungsgefühl nachlässt, um eine weitere Milchbildung zu verhindern. Plötzliches Abstillen kann Milchfieber verursachen, dessen Symptome Fieber, Schüttelfrost und weitere grippeähnliche Symptome sind.
In unserem letzten Beitrag der Artikelserie zum Thema Abstillen geht es morgen um die Einführung der Breikost nach den Empfehlungen der WHO.
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