Abstillen Teil 4: Einführung der Breikost
Sabine Niesen | 2. Mär 2007 | Baby Ernährung
Dies ist Teil 4 einer vierteiligen Artikelserie zum Thema Abstillen. Grundlegende Aussagen zu dieser Serie und eine Übersicht über die einzelnen Artikel befinden sich hier.
In den bisherigen Beiträgen zur Abstillwoche auf dem Baby-Blog haben wir uns mit dem "richtigen" Zeitpunkt und dem Prozess des natürlichen und des eingeleiteten Abstillens befasst. Im vierten und letzten Teil geht es heute um die Einführung von Breikost.
Wenn man der Empfehlung zur Einführung von Breikost in Deutschland folgen möchte, so ersetzt man pro Monat eine Milchmahlzeit gegen eine Breimahlzeit. Bei dieser Regel wurde leider nicht die heutige Empfehlung für gestillte Kinder berücksichtigt, die nach Bedarf angelegt werden.
Babys, die nach Bedarf gestillt werden, sind es gewohnt, nie völlig ausgehungert zu sein. Für gestillte Babys könnte diese starre Regel daher zur Folge haben, dass sie irritiert sind und zunächst die Breikost komplett verweigern.
Bei der Mutter kann die lange Pause zwischen den Mahlzeiten zu einer verringerten Milchproduktion führen. Dadurch kann nicht nur ein Milchstau verursacht werden, sondern auch die Situation entstehen, dass das Baby nicht mehr richtig satt wird.
Sinnvoller erscheint daher die Empfehlung der WHO:
Man beginnt mit täglich 2 bis 3 kleinen Portionen Breikost und steigert die Menge je nach Appetit des Kindes. Es wird weiter nach Bedarf gestillt. Im Laufe der Zeit kann die Häufigkeit der zugefütterten Breikost erhöht werden.
Folgende Vorteile ergeben sich hieraus:
- Durch die gleichmäßige Verteilung der Breikost wird der natürliche Abstillmechanismus und die Physiologie der Mutterbrust berücksichtigt.
- Muttermilch gibt weiterhin wichige Nährstoffe und immunologischen Schutz.
- Die Bedürnisse des Kindes werden berücksichtigt.
Der Nachteil der Empfehlung der WHO liegt jedoch darin, dass dieser Prozess wesentlich aufwändiger ist. Durch das Einfrieren mehrerer kleiner Portionen wird dieser Nachteil aber eher unbedeutend.
Das Baby wird insgesamt weniger Muttermilch trinken als früher. Daher sollte man nun auch beginnen, ungesüßte Getränke anzubieten. Es ist aber kein Grund zur Sorge, wenn das Baby am Anfang kaum trinkt.
Die Einführung der Breikost im ersten Lebensjahr soll nicht als Ersatz, sondern vielmehr als Ergänzung zur Muttermilch dienen.
Weitere Informationen zum Thema Abstillen bietet unter anderem die La Leche Liga, eine weltweite, gemeinnützige Organisation, die Müttern seit über 45 Jahren in 78 Ländern Stillberatung anbietet.
Top-Tipp: Limango - Einkaufsgemeinschaft für junge Familien!
Trackback-Adresse für diesen Eintrag
Trackback-URL (Rechtsklick und Verknüpfungs-/Link-Adresse kopieren)
3 Kommentare
Nachdem Stillen ist eine gesunde Ernährung sehr wichtig. Gute Beiträge gibt es dazu bei www.Mamiweb.de:
http://www.mamiweb.de/magazin/2/625/0/0/0/die-ernaehrung-von-kindern-ab-dem-ersten-lebensjahr:-optimix---milch-und-milchprodukte.html
Lg
Lina von Mamiweb
Viel Glück beim weiteren Stillen - schön, wenn man das neben Beruf und Haushalt 26 Monate lang hinbekommt! Aber wie gesagt, jede wie sie es halt schafft - und übrigens ist es auch okay, wenn man gar nicht stillt (jedenfalls in unseren dm/Schlecker/Müller/Rossmann-Gefilden, die eine reiche Auswahl an hervorragender Milchnahrung anbieten...!) ;-))
Einen Kommentar hinterlassen
| « Nach einer Woche Urlaub ... | Abstillen Teil 3: Eingeleitetes Abstillen » |


