Dunstan Baby Language
Markus Niesen | 6. Mär 2007 | Entwicklung
Die australische Mutter Priscilla Dunstan behauptet von sich, den geheimen Sprachcode der Babys entschlüsselt zu haben.
Mithilfe der Dunstan Baby Language will sie nun Eltern helfen, die Lautäußerungen ihrer Babys besser zu verstehen.
Im Alter von 4 Jahren entdeckten die Eltern von Priscilla Dunstan dass ihre Kleine ein unglaubliches Gehör für Töne und Musik hatte. Sie konnte ein auf dem Klavier gespieltes Mozart-Konzert Note für Note nachspielen.
Ihre besondere Gabe half ihr in der Folgezeit eine spezielle "zweite Sprache" neben ihrer englischen Muttersprache wahrzunehmen, mit der sie Stimmungen und sogar Krankheiten erkennen konnte.
Als vor vier Jahren ihr Sohn Tom geboren wurde, war sie mit dieser Fähigkeit in der Lage, ein Muster in den Äußerungen ihres Sohnes entdecken, welches sie bestimmten Situationen zuordnen konnte. Sie fand heraus, dass ihr Sohn immer die gleichen Tonfolgen weinte, wenn er ein Problem hatte.
Schnell fand sie dann auch heraus, dass die Babys ihrer Bekannten die gleichen Laute weinten, wenn sie sich in ähnlichen Situationen herumquälten.
Nach einem ausgiebigen Test mit mehr als 1.000 Babys weltweit ist sie nun der festen Überzeugung, dass alle Babys unabhängig von Rasse und Kultur stets die gleichen fünf Laute weinen, um sich mitzuteilen:
- Neh bedeutet "Ich bin hungrig",
- Owh bedeutet "Ich bin müde",
- Heh bedeutet "Ich fühle mich nicht gut, knuddle mich",
- Eair bedeutet "Ich habe Blähungen",
- Eh bedeutet "Ich muss ein Bäuerchen machen".
Bei diesen fünf Lauten handelt es sich nicht um bewusste Äußerungen der Babys, sondern um Tonreflexe, die daher bei allen Babys gleich sind.
Mit einer Doppel-DVD versucht Priscilla Dunstan nun anderen Eltern diese Lautäußerungen zu vermitteln. Bei der Dunstan Baby Language geht es also darum, diese Tonfolgen in den Lautäußerungen des Babys zu erkennen und entsprechend zu reagieren, bevor das Baby in ein hysterisches Weinen ausbricht.
Durch das Erlernen der Dunstan Baby Language sollen sich nicht nur zahllose schlaflose Nächte verhindern lassen, sondern auch durch das schnelle Erkennen der Bedürfnisse des Babys eine ganz besondere Harmonie zwischen den Eltern und ihrem Nachwuchs einstellen.
Die Kleinen bekommen das beruhigende Gefühl vermittelt, dass sie sich schon im zarten Alter von bis zu drei Monaten verständlich machen können. Wenn ihre Eltern die Dunstan Baby Language erlernt haben, dann weinen sie deutlich weniger und ihre Eltern ersparen sich eine Menge an Frust und Stress.
Auf dunstanbaby.com erfährt man mehr über die Dunstan Baby Language und kann sich u.a. auch ein kurzes Video ansehen, in dem verschiedene Babys mitteilen wollen, dass sie gerade hungrig sind.
Extra-Tipp:
Mit WhyCry haben wir hier auf dem Baby-Blog auch bereits einmal ein elektronisches Gerät vorgestellt, welches versucht, die Lautäußerungen des Babys zu entschlüsseln.
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1 Kommentar
Ich habe die DVD Dunstan babylanguage bekommen als mein Sohn 4 Wochen alt war und seitdem hat er eigentlich nicht mehr richtig geheult. Ich konnte alle Wörter erkennen und konnte dann reagieren. Also ich kann es allen frischgebackenen Eltern empfehlen. Leider ist die DVD ziemlich teuer, aber wenn man minimal 3 relaxte monate mit seinem Kind erleben will (mein Sohn ist jetzt 4 monate alt und 'sagt' die Wörter immer noch), dann ist das geld nur gut investiert. Für mich war es eigentlich wie eine baby-Anleitung. Wir als Eltern hatten weniger Stress und unser Baby hatte weniger Stress. Ein Baby heult nie ohne Grund! Und ein baby kann man nicht verwöhnen!
'Stress äussert sich mit heulen und wenn dieser Stress nicht weggenommen wird in den ersten Lebensmonaten hat das unter anderem neurologische konsequenzen (Weniger "Stress-auffang-rezeptoren" werden gebildet). Wenn man ein heulendes Baby hilft zu stoppen mit weinen, bilden sich mehr rezeptoren im Gehirn. Je weniger Stress ein baby hat, desto besser es als Erwachsener mit Stress umgehen kann' (Buch:Het babybrein - over de ontwikkeling van de hersenen van baby's; M. van Elk und S. Hunnius; Verlag Bert Bakker in Amsterdam; Jahr 2010)
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