Mütter jenseits der 60
Markus Niesen | 30. Mär 2007 | Geburt
In Österreich hat vor zwei Wochen eine 66-jährige Frau aus Graz ihr drittes Kind auf die Welt gebracht. Die Geburt, die in der Presse viel diskutiert wurde, hat wieder die Frage nach den "späten Müttern" aufgeworfen.
Vor fünf Jahren hatte sich die Frau im Alter von 61 Jahren zum ersten Mal mit der Eizelle einer anderen Frau künstlich im Ausland befruchten lassen und ein Mädchen zur Welt gebracht. Ihre älteste Tochter ist bereits 30 Jahre alt.
Die Mehrheit der Österreicher ist anscheinend gegen die Spätgebärenden: sie nennen vor allen Dingen die schwierige Zeit der Pubertät des Kindes als kritisch, wenn die betreuende Mutter dann bereits knapp 80 Jahre alt ist. Die Frau aus Österreich hat jedoch einen um rund 20 Jahre jüngeren Lebensgefährten, der sich später um die Kinder kümmern will.
Damit liegt sie auf einer Linie mit der zurzeit ältesten Mutter der Welt, welches nicht mehr wie auf dem vorherigen Baby-Blog Artikel die Rumänin Adriana Iliescu ist, sondern die Spanierin Carmela Bousada, die im Alter von 67 Jahren am Ende des vergangenen Jahres Zwillinge zur Welt brachte. Diese wollte sich nach der Entbindung einen jüngeren Partner suchen, um mit diesem die Kinder aufzuziehen.
Sowohl die 66-jährige Ärztin aus Österreich als auch die 67-jährige Spanierin haben davon profitiert, dass sie trotz ihres hohen Alters deutlich jünger aussehen. Sie haben zudem bei der Angabe ihres Alters ein wenig geschwindelt und sich 20 Jahre jünger gemacht.
Jede Frau sollte das Recht haben, für sich selbst zu entscheiden, wann der beste Zeitpunkt für sie ist, Mutter zu werden.
Dies ist die Aussage von Carmela Bousada, die damit zur ältesten Mutter der Welt wurde. Die Kritiker gestehen den Spätgebärenden zwar zu, dass Mutterliebe keine Frage des Alters ist, halten diese Einstellung aber für zu egoistisch.
Auch wenn die extrem späten Mütter jenseits der sechzig derzeit noch Ausnahmefälle sind, so läuten sie mit Sicherheit einen neuen Trend ein: denn mit zunehmender Lebenserwartung können Frauen heutzutage auch im hohen Alter noch Kinder bekommen. So denken erste Frauen bereits heute darüber nach, ihre Eizellen "für später" einfrieren zu lassen.
Zahlreiche Artikel und Meinungen zu den späten Müttern findet man auf oe24.at und diestandard.at. Einen Artikel mit vielen Links zu Müttern jenseits der 40 gibt es hier auf dem Baby-Blog.
Top-Tipp: Limango - Einkaufsgemeinschaft für junge Familien!
Trackback-Adresse für diesen Eintrag
Trackback-URL (Rechtsklick und Verknüpfungs-/Link-Adresse kopieren)
Noch kein Feedback
Einen Kommentar hinterlassen
| « Der sonntägliche Archivrückblick ... | Mamily Mütter Online Community » |


