Mama Board
Markus Niesen | 18. Jun 2007 | Sonstiges
Ein interessantes Produkt mit einer grottenschlechten Website:
Mit dem Mama Board, einem Skateboard, welches sich an den Kinderwagen andocken lässt, verwandelt sich dieser in einen Roller.
Ein kleines Video auf der Website zeigt diese neue Art der Fortbewegung mit dem Kinderwagen, die neben dem schnelleren Vorankommen auch gleich ein kleines Fitness-Training für den schiebenden Papa oder die Mama beinhaltet.
Für sportliche, junge Väter und Mütter hatte es bislang ja nur den Stroll-Smart gegeben, um sich einigermaßen schnell und galant mit dem Kinderwagen fortzubewegen. Mit dem Mama Board steht nun eine Alternative bereit, mit der man ebenfalls Sport treiben und sich so ganz nebenbei auch noch um sein Kind kümmern kann.
Interessanterweise ist das Mama Board eine Entwicklung einer jungen, deutschen Mutter, die aus eigener Erfahrung dieses Skateboard konzipierte. Marion Mitterhofer fand mit der Babywelt Produktions- und Vertriebsgesellschaft auch gleich einen Partner, der ihr Mama Board in die Baby-Fachmärkte gebracht hat.
Eine herausragende Website scheint in deren Vertriebskonzept für das Mama Board jedoch keine Rolle zu spielen: auf mamaboard.de findet man nur ganz wenige Bilder, keine häufig gestellten Fragen, keine Bedienungs- und Montageanleitung zum Download und vor allen Dingen auch keine Preise. Die Website wirkt lieblos und schnell zusammengeschustert.
So frage ich mich beispielsweise, ob das Brett nicht im Weg ist, wenn Oma und Opa beim sonntäglichen Spaziergang ihre Enkel ein wenig durch die Gegend schieben wollen. Gibt es etwa eine Möglichkeit, um das Mama Board schnell und einfach ein- und auszuklinken?
Ich bin mir auch sicher, dass durch die unglückliche Namensgebung viele potentielle Käufer abgeschreckt werden: junge männliche Skater mit Nachwuchs werden wahrscheinlich nur zähneknirchend ein Board, auf dem dick und fett "Mama Board" steht, akzeptieren. Der trendige Vater könnte sich ja schließlich mit einem solchen Skateboard bei Freunden und Bekannten blamieren.
Dennoch halte ich das Mama Board für eine gute Idee. Mit der richtigen Vermarktungsstrategie könnte man es sicherlich schon bald öfter auf deutschen Straßen sehen.
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