Junge oder Mädchen?
Markus Niesen | 27. Mai 2008 | Schwangerschaft
"Weißt du schon, was es wird?" ist wohl die mit Abstand häufigste Frage, die Schwangere von anderen zu hören bekommen. Die Frage, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird, scheint Familie, Freunde und Bekannte der Schwangeren besonders zu bewegen.
Doch auch viele Schwangere würden selbst gerne das Geschlecht ihres heranwachsenden Babys wissen. Dieses wird aber (mit etwas Glück!) erst im Rahmen der 2. großen Ultraschalluntersuchung ab der 16. Schwangerschaftswoche festgestellt werden können.
Wer bereits vorher wissen möchte, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird, war bislang entweder auf unseriöse Baby-Orakel oder aber auf eher ungenaue Teststreifen angewiesen, die an ein Labor geschickt werden mussten.
Seit Dezember 2006 bietet die Kölner PlasmaGen AG eine Geschlechtsbestimmung an, mit der bereits ab der 10. Schwangerschaftswoche das Geschlecht des ungeborenen Kindes ermittelt werden kann. Hierzu wird eine winzige Blutprobe benötigt, die der Gynäkologe bei einer Routineuntersuchung abnehmen kann.
Die PlasmaGen AG untersucht dann innerhalb weniger Tage, ob in der eingeschickten Blutprobe DNA des männlichen Y-Geschlechtschromosoms nachweisbar ist. Ist dies der Fall, dann erwartet die Schwangere einen Jungen.
Das Testverfahren der PlasmaGen AG beruht darauf, dass über die Plazenta DNA des Fötus in den Blutkreislauf der Mutter gelangt. Da die Mutter selbst nur Trägerin der beiden X-Chromosomen ist, muss ein vorhandenes Y-Chromosom zwangsläufig von einem oder mehreren männlichen Kindern kommen.
Mit einer Genauigkeit von mehr als 99 Prozent kann somit zuverlässig das Geschlecht des Babys bestimmt werden. In dem sehr seltenen Fall, dass das Unternehmen einmal daneben liegt, erhält die Schwangere die Untersuchungsgebühr in Höhe von 99,- Euro (Stand: Mai 2008) zurück. Die Kosten der Geschlechtsbestimmung werden allerdings nicht von den Krankenkassen übernommen, da es sich hierbei nicht um eine zwingend notwendige Untersuchung handelt.
Die Schwangere erhält das Testergebnis über ihren Frauenarzt. Dies geschieht aus "ethischen Gründen" allerdings erst nach der 14. Schwangerschaftswoche. Denn zahlreiche Ärzteverbände haben in der Vergangenheit die frühe Geschlechtsbestimmung des Unternehmens kritisiert, da insbesondere Humangenetiker befürchtet hatten, dass der Test dazu missbraucht werde, Föten mit einem unerwünschten Geschlecht innerhalb der gesetzlichen Frist von zwölf Wochen abzutreiben.
Da hierzulande aber Mädchen und Jungen gleichermaßen willkommen sind und ein Test, der nicht das erhoffte Resultat bringt, in diesen Breitengraden wohl eher selten zu einer Abtreibung führen wird, dient die Geschlechtsbestimmung der PlasmaGen AG bei uns wohl eher der Befriedigung der Neugier der Eltern.
Angehende Eltern, die also unbedingt wissen wollen, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird, sollten sich daher maedchenoderjunge.de einmal ausführlich ansehen!
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4 Kommentare
Ich persönlich halte wenig davon schon bereits in der 10. Schwangerschaftswoche das Geschlecht des Kundes zu wissen.
Für mich persönlich war das Ergebnis eine wunderschöne Nachricht, die man genau zu dem Zeitpunkt bekommt, wenn die kritische Zeit der Schwangerschaft vorbei ist, und man sich das 1. Mal ohne "Vorsicht, freu dich nicht zu früh!" seiner Euphorie freien Lauf lassen kann. Das kleine Wesen in meinem Bauch bekommt durch jede auch so unnötige Information immer mehr Gestalt und ich freue mich wahnsinnig über mein kleines Mädchen...
Ausserdem finde ich es interessant es bis zum Schluss nicht zu wissen.
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