Concord Transformer Kindersitz - Test und Erfahrungsbericht
Markus Niesen | 7. Apr 2009 | Entwicklung | 7 Feedbacks »
(Sponsored Post) Beim Thema Kinderautositz ist guter Rat teuer: auf den ersten Blick ähneln sich die Produkte wie ein Ei dem anderen und der Laie ist bei der Auswahl eines geeigneten Autositzes für den Nachwuchs schnell überfordert. So ist es gut, dass der ADAC und die Stiftung Warentest in ihrem jährlichen Vergleichstest die aktuellen Entwicklungen der Hersteller gegeneinander antreten lassen und somit eine erste Entscheidungsgrundlage liefern.
Ein solcher Crash-Test steht zwar für den neuen Concord Transformer (ECE-Gruppe: II / III, für Kinder von 15-36 kg, etwa 3-12 Jahre) momentan noch aus. Das hübsche Schmuckstück aus dem Hause Concord hebt sich jedoch im Hinblick auf Funktion, Bedienung und Gestaltung aus dem riesigen Angebot an Autokindersitzen deutlich heraus: denn der Concord Transformer setzt - ähnlich wie ein Bürodrehstuhl - auf eine blockierbare Gasdruckfeder, die alle zentralen Funktionen des Sitzes unterstützt.
Da mich dieses Konzept auf Anhieb überzeugt hatte, habe ich mir einen solchen Kindersitz für einen ausgiebigen Praxistest bestellt.
Beim Auspacken gab es dann gleich die erste Überraschung: der Concord Transformer ist durch die Gasdruckfedern unerwartet schwer, wirkt dadurch gleichzeitig aber auch äußerst solide. Mit seinen knapp 10 Kilogramm Gewicht ist dies aber definitiv kein Autokindersitz, den man ständig in unterschiedlichen Fahrzeugen einsetzen möchte.
Dann der erste Funktionstest: die Verstellung des Sitzes erfolgt einfach und bequem per Tastendruck und ist auch ohne Handbuchstudium intuitiv verständlich: in einem äußerst beeindruckenden Prozess verwandelt ein leichter Druck auf den Knopf am oberen Ende der Rückwand den zunächst etwas gedrungen wirkenden Concord Transformer in einen imposanten Kindersitz für größere Kinder, der seine Schwingen majestätisch ausbreitet.
Denn über den zentralen Bedienknopf wird gleichzeitig die Höhe der Kopfstütze sowie die Höhe und Breite der Schulterprotektoren eingestellt. So passt sich der Sitz perfekt der Größe und der Statur des Kindes an – stufenlos und millimetergenau. Durch die pneumatische Hilfe erfolgt dieser Bedienungsschritt mit minimalem Kraftaufwand und ohne mühsames Hantieren und genauso einfach und schnell geht es anschließend auch wieder zurück in die Ausgangsposition.
Über einen zweiten Knopf an der Vorderseite des Concord Transformer lässt sich der Neigungswinkel ebenfalls ganz einfach stufenlos verstellen. Auch hierbei hilft wiederum eine Gasdruckfeder, so dass selbst bei einem schlafenden Kind mühelos zwischen sitzender und liegender Position gewechselt werden kann. Dieser Federweg ist jedoch relativ kurz, damit das Kind im Schlaf nicht unter dem Gurt hindurch rutscht.
Ein weiterer Knopf an der Vorderseite des Sitzes (nur beim Concord Transformer XT!) aktiviert die Twinfix-Konnektoren des Isofix-Systems. Auf Knopfdruck fahren diese butterweich heraus. Die Verankerung in der Isofix-Halterung des Autos soll die Seitenstabilität erhöhen und ein Kippen des Sitzes verhindern.
Und damit wird es auch Zeit für den ersten Einbau in einem Fahrzeug: nach dem Einrasten der Isofix-Konnektoren kann das Kind auf dem Concord Transformer Platz nehmen und mit dem normalen Autogurt angeschnallt werden. Auch dies ist sehr einfach und der Gurtverlauf ist intuitiv klar. Ich denke nicht, dass man an dieser Stelle irgendetwas falsch machen kann.
Der Kindersitz steht anschließend stabil im Fahrzeug und ist bereit für die erste Größenanpassung: ein sanfter Knopfdruck und der Concord Transformer fährt leicht und komfortabel in die Höhe, so dass der Schultergurt genau über der Schulter des Kindes zu liegen kommt. Die ganze Einstellung des Sitzes dauert nicht einmal eine Sekunde und geht völlig ohne lästige Fummelei ab.
Unsere Testkinder (fast 4, 9 und 11 Jahre alt) fühlten sich sichtlich wohl im Concord Transformer und lobten inbesondere die gut gepolsterte Sitzfläche. Doch auch im Kopfbereich sind die verwendeten Materialien weich und flauschig und können wirklich überzeugen. Beim Ausfahren des Concord Transformer in die höchste Position wird aber auch deutlich, dass flachere Fahrzeuge (Coupés!) eventuell nicht den voll ausgefahrenen Sitz aufnehmen können. Dies sollte man daher vor dem Kauf unbedingt im eigenen Fahrzeug ausprobieren.
Alles in allem hinterlässt der Concord Transformer einen ganz ausgezeichneten Eindruck. Wenn jetzt noch im Frühjahr oder im Herbst ein gutes Testergebnis hinzukommt, dann kann man mit Sicherheit eine absolute Kaufempfehlung aussprechen! Denn schon nach kurzem Gebrauch möchte man die Komfortfunktionen des Concord Transformer nicht mehr missen.

Den Concord Transformer gibt es in insgesamt 10 Designvarianten als Transformer X zu einem Preis von rund 229,- Euro (Stand: April 2009). Als Transformer XT ist er zusätzlich mit dem Isofix-System ausgestattet. In diesem Fall kostet er rund 259,- Euro.
Wer sich den Concord Transformer nun einmal näher anschauen möchte, findet unter concord.de alles Weitere.
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7 Kommentare
Da die Rückenlehne gut gepolstert ist, empfinde ich diesen Übergang als absolut nicht störend.
Jürgen
Bin auch schon auf der Suche nach einem neuen Sitz für meine Tochter, habe schon andere Artikel von Concord in Gebrauch. Sehr schön und immer besonders stabil.
Dieser Sitz scheint mir wirklich eine gute Investition zu sein.
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