Kategorie: Gesundheit
Baby-Kopfkissen
Markus Niesen | 22. Feb 2010 | Gesundheit | 1 Feedback »
Der plötzliche Kindstod ist der Grund dafür, warum Babys insbesondere zum Schlafen auf den Rücken gelegt werden sollen.
Da der plötzliche Kindstod (SIDS) noch immer die häufigste Todesursache für Babys unter 12 Monaten in Deutschland ist, wird Eltern allgemein empfohlen, das Baby stets auf dem Rücken und ohne Kopfkissen auf der nackten Matratze schlafen zu lassen.
Doch im ersten Lebensjahr wächst der Kopf des Babys am stärksten. Der noch weiche Schädel kann sich unter Druck durch die immer gleiche Lagerung und den harten Untergrund verformen.
Kommt es dabei zu einer lagerungsbedingten Schädelasymmetrie so spricht der Kinderarzt von einer "Plagiozephalie". Bei einer zentralen Abflachung des Hinterkopfes nennt er dies eine "Brachyzephalie".
Eine unnatürlich veränderte Kopfform kann neuesten Zahlen zufolge bei nahezu 50 Prozent aller Neugeborenen auftreten. Viele Eltern beobachten auch eine kahle Stelle am Hinterkopf ihres Babys, die durch das ständige nächtliche Liegen auf dem Rücken verursacht wird.
Der Stillkissen-Spezialist Theraline hat nun ein neues Baby-Kopfkissen entwickelt, auf dem die Kinder bequem und gesund in der optimalen Schlafposition liegen können, ohne dass sich ihr Kopf verformt und ohne dass sie durch Überwärmung oder CO2-Rückatmung (zwei weitere vermutete Ursachen für den plötzlichen Kindstod) gefährdet sind.
Das Baby-Kopfkissen hat auf der Oberseite eine vorgeformte Kopfmulde, in die der Hinterkopf des Babys gelegt wird. Es ist so konzipiert, dass es somit nicht nur die natürliche Kopfform der Babys erhält, sondern das Kind gleichzeitig in eine gesunde Schlafposition bringt. Bei Kindern, deren Köpfe sich bereits asymmetrisch entwickelt haben, soll die besondere Form des Baby-Kopfkissens bei einer schnelleren Rückbildung helfen.
Das spezielle Gewebe des Baby-Kopfkissens gestattet eine extrem hohe Luftzirkulation in alle Richtungen. Selbst wenn das Baby beginnt sich zu drehen und mit dem Gesicht in die Kissenmulde gerät, kann es frei durch diese hindurch atmen.
Das Theraline Baby-Kopfkissen ist ab sofort im Fachhandel erhältlich. Mit einem Preis von unter 20,- Euro (Stand: Februar 2010) soll es laut Hersteller "nicht nur im Notfall bei Kindern mit stark verformten Köpfen zum Einsatz kommen, sondern in jedem Babybett."
Weitere Informationen zum Theraline-Babykopfkissen findet man hier.

Extra-Tipp:
Mit dem BabyDorm von SimoNatal gibt es auch noch eine etwas teurere Alternative zum Baby-Kopfkissen von Theraline.
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TwiniBike
Markus Niesen | 31. Jan 2010 | Gesundheit | 5 Feedbacks »
In der stetig länger werdenden Reihe der BobbyCar-Alternativen kommt nach dem okiedog fropper, dem Wheely-Bug, dem Sirch Sibi Max und dem Puky Wutsch® nun also das TwiniBike.
Das TwiniBike ist eine clevere Mischung aus Rutschfahrzeug, Dreirad und Laufrad: es ist höher als ein gewöhnliches Rutschfahrzeug, hat im Gegensatz zum Dreirad keine Pedale und ist kippsicherer als ein Laufrad. Dank seiner kindgerechten Konstruktion und einer etwas kleineren "Einsteigergröße" ist das TwiniBike bereits für Kinder ab einem Jahr geeignet.
Das superleichte TwiniBike kann man immer und überall mitnehmen; auf Reisen im Auto, in der Bahn oder als Handgepäck im Flugzeug. Bei Ausflügen oder dem alltäglichen Gang zum Supermarkt wird es mit dem TwiniBike nicht nur dem Kind, sondern auch den Eltern leicht gemacht, denn das TwiniBike wiegt nur etwas mehr als ein Kilo.
Da die Kinder sich zur Fortbewegung mit den Füßen vom Boden abstoßen, trainieren sie dabei den Gleichgewichtssinn und erlernen einfache motorische Bewegungsabläufe. Gleichzeitig wird die Mobilität gefördert.
Das TwiniBike gibt es in zwei Größen passend zum Alter der Kinder: Das TwiniBike Mini mit einer Sitzhöhe von 25 Zentimetern wird für Kleinkinder im Alter zwischen einem Jahr und zwei Jahren empfohlen.
Das TwiniBike Maxi mit einer Sitzhöhe von 31 Zentimetern ist ideal für Kinder im Alter von zwei bis vier Jahren.
Mit seinen sechs fröhlichen Lebensmittelfarben (PVC-frei), den bunten Aufklebern und dem persönlichen Nummernschild hat das TwiniBike einen hohen Aufforderungscharakter: ich bin mir sicher, dass die Kids sich sofort mit Begeisterung auf ein solches Fahrzeug stürzen werden.

Das TwiniBike kostet knapp 30,- Euro (Stand: Januar 2010) und wird versandkostenfrei innerhalb Deutschlands ausgeliefert. Man kann es online über twinibike.com bestellen.
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Neue DVD "Fit mit Baby"
Markus Niesen | 20. Jan 2010 | Gesundheit | 3 Feedbacks »
Die Physiotherapeutin und Fitness-Trainerin Jana Wetterau hat sich "Fitness mit Baby" auf die Fahnen geschrieben. Auf Ihrer Website BuggyFit bietet sie ein Fitnesstraining mit Kinderwagen in verschiedenen Münchner Parks an. Über diesen Trend aus Österreich habe ich bereits vor 1,5 Jahren auf dem Baby-Blog einmal etwas geschrieben (mummy move® - Fitness mit Kinderwagen).
Da Angebote dieser Art jedoch immer nur lokal verfügbar und in der Regel nur in Großstädten anzutreffen sind, hat Jana nun in Zusammenarbeit mit dem Berliner 5W Verlag eine DVD für den Rest der Republik produziert, auf der sie Fitnessübungen mit Baby präsentiert.
Die DVD nennt sich "Fit mit Baby" und trägt den Untertitel "Schnell schlank nach der Geburt". Das Programm ist eine Mischung aus Stretching, Rückbildung sowie Kraft- und Ausdauertraining, bei der das Baby in die unterschiedlichen Übungen integriert wird.
So kann die junge Mutter bequem zu Hause vor dem Fernseher etwas für sich und ihren Körper tun, ohne das Baby zwischendurch zu vernachlässigen. Denn das Baby wird freudestrahlend die Nähe der Mutter während der Übungen genießen.
Das Baby sollte für das Training mit der DVD jedoch mindestens sechs bis acht Wochen alt sein und die Mutter sollte auch schon ein paar Mal an der ganz gewöhnlichen Rückbildungsgymnastik mit der eigenen Hebamme teilgenommen haben. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann sich die junge Mutter nach einer kurzen Einführung sofort in das Fitnesstraining mit Baby stürzen.
Die DVD enthält ein komplettes 60-minütiges Training: nach einer Aufwärmphase ohne Baby (dieses befindet sich während dieser Zeit auf einer Krabbeldecke) folgen Übungen im Stand, in Rückenlage, in Seitenlage, im Vierfüßlerstand und in Bauchlage, bei der das Baby immer wieder mit einbezogen wird.
Die Übungen sind gut verständlich und nicht allzu kompliziert, so dass sie auch von Ungeübten leicht ausgeführt werden können. Jana und zwei andere Mütter machen mit ihren Babys die einzelnen Übungen vor und motivieren zum sofortigen Mitmachen.
Für Einsteiger und Mütter mit weniger Zeit befindet sich auf der DVD auch ein 20-minütiges Kurzprogramm mit Ausschnitten aus dem kompletten Training. Sehr gut gelungen ist aber auch das rund 10-minütige Bonus-Video mit vielen Tipps für den Alltag: in diesem Video zeigt Jana nicht nur die richtige Körperhaltung beim Stillen, sondern sie erläutert auch, wie man das Baby und die Babyschale möglichst rückenschonend vom Boden aufnehmen und dort wieder ablegen/absetzen kann.
Die Produktionsqualität der DVD ist einwandfrei: das Ambiente stimmt, der Ton ist gut verständlich, die musikalische Untermalung ist gelungen und nicht nervig und die beiden Vorturnerinnen neben Jana sind ganz normale Frauen und keine Fitness-Profis, die alle Übungen immer nur äußerst exakt ausführen.
So ist die DVD "Fit mit Baby" uneingeschränkt zu empfehlen. Sie kostet 19,95 Euro (Stand: Januar 2010) zzgl. Versand und kann entweder direkt beim Verlag oder auf libri.de bestellt werden.

Extra-Tipp:
Auf der Website des 5W Verlages kann man sich vor dem Kauf einige Ausschnitte der DVD "Fit mit Baby" ansehen.
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Gesundheits- und Ernährungstipps für Babys
Markus Niesen | 23. Dez 2009 | Gesundheit | 5 Feedbacks »
Es ist eine der meist besuchten deutschsprachigen Websites, doch sie fliegt völlig unter dem Radar (angehender) Eltern:
Die Ratgeber-Community gutefrage.net hat sich zwar nicht unbedingt auf Babys und Kleinkinder spezialisiert, sie bietet aber dennoch viele interessante Themen für Mütter und Väter.
Im Gegensatz zur Wikipedia geht es hier nicht um reines Wissen, sondern um persönliche Erfahrungen sowie Tipps und Tricks für Andere.
Sämtliche Benutzer können zu beliebigen Themen Fragen stellen und Antworten geben. Niemand weiß alles, aber jeder ist irgendwo auch ein Experte auf einem ganz bestimmten Gebiet. So helfen sich die Benutzer gegenseitig und tauschen die besten Ratschläge untereinander aus.
Ein großes Moderatoren-Team achtet darauf, dass nur hilfreiche Antworten gegeben werden und keine dummen oder gar abwertenden Kommentare gegeben werden. Bei gutefrage.net geht es stets nur um qualifizierte Antworten und nicht darum, überall seine Meinung zu präsentieren. So wird sichergestellt, dass die Ratgeber-Community nicht zum gewöhnlichen Chat- oder Diskussionsforum verkommt.
Da es mittlerweile über 400.000 Mitglieder gibt, die bereits zu 1,2 Millionen Fragen über 7,5 Millionen Antworten gegeben haben, sind alle großen Themen - und darunter eben auch Baby und Familie (!) - durchgängig besetzt. Antworten treffen im Sekundentakt ein und neue Fragen bleiben meist nur wenige Minuten unbeantwortet.
Über eine ganz gewöhnliche Suchfunktion kann man Antworten zu allen Fragen finden, die einen aktuell beschäftigen. Durch die gute Verschlagwortung findet man dann aber auch oft noch andere interessante Fragestellungen, die irgendwie im Zusammenhang mit dem momentanen Thema stehen.
Doch es macht auch großen Spaß, einfach einmal in den Fragen zu einem bestimmten Thema zu stöbern oder sich die interessantesten Fragen und deren Antworten anzeigen zu lassen. Unter den Ernährungstipps für Babys findet man dann beispielsweise so spannende Fragestellungen wie …
- Darf mein Baby "gebratenes" Hackfleisch essen?
- Warum ist in Babymilchpulver Taurin?
- Was lockert den Stuhl bei Babys etwas auf?
Durch die Filterfunktion der Moderatoren sind die Antworten in vielen Fällen durchaus überzeugend; die üblichen "Forentrolle" mit ihrer Profilierungsneurose haben hier kein Sprachrohr gefunden.
Für sämtliche Gesundheitsfragen gibt es mit gesundheitsfrage.net einen speziellen Ableger von gutefrage.net. Dieser ist deutlich weniger besucht, aber deshalb nicht unbedingt schlechter:
Auch hier kann es ungemein lehrreich sein, sich etwa bei den Gesundheitstipps für Babys etwas genauer umzusehen. Da alle Beiträge nach den Benutzer-Richtlinien frei von Eigenwerbung und Spam sein müssen, heben sich die Antworten wohltuend von den anderen - oft von der Pharmaindustrie unterwanderten - Gesundheitsforen ab. Durch das eingebaute Bewertungssystem erkennt man zudem die - nach Meinung der Community - besten Antworten gleich auf den ersten Blick.

Full Disclosure:
Dies ist ein bezahlter Beitrag! Wenn Sie Ihr Produkt oder Ihre Website auch auf dieser Website vorstellen möchten, dann erfragen Sie bitte unter info[at]baby-blog[dot]de die aktuellen Konditionen.
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Der Mercedes unter den Baby-CDs
Markus Niesen | 11. Nov 2009 | Gesundheit | 1 Feedback »
- Hey Leute, schmeißt Eure Baby-CDs weg!
- Ignoriert alles, was ich je zum Thema "Baby-Musik" gesagt habe!
- Lasst Euch nicht länger erzählen, wie gut klassische Musik für die Entwicklung Eurer Babys ist!
- Hört endlich wieder auf Euer Bauchgefühl und kauft Musik für Eure Kleinsten, die Euch auch gefällt und die Euch nicht spätestens beim dritten Hören den Tag versaut!
Detlef Jöcker, Rolf Zuckowski und wie sie alle heißen verlieren mit dem heutigen Tage zwar nicht ihre Daseinsberechtigung, aber ab sofort müsst Ihr Euch einen weiteren Namen merken: Mercedes!
Dies ist die Geschichte einer begnadeten Berliner Künstlerin, die im Jahre 2007 eine Kinderlieder-Maxi-CD mit nur drei Stücken veröffentlicht, die bei amazon.de bei allen Kundenaussagen ohne Ausnahme stets die höchste Bewertung in Form von fünf Sternen erhält.
Dies ist aber auch die Geschichte einer äußerst sympathischen, jungen Frau, die den großen Widerstand der Musikindustrie erfahren musste und die von sämtlichen Plattenfirmen und Buchverlagen immer nur Absagen erhalten hat, weil niemand ihr und sich selbst einen Erfolg auf dem Markt für Kinderlieder zutrauen wollte.
Und dann ist dies auch noch die Geschichte einer studierten Diplom-Musikerin, die Querflöte und Altsaxophon wie kaum eine andere spielt und die somit die Produktion ihrer neuen CD komplett selbst in die Hand nimmt:
- Mercedes komponierte, arrangierte und produzierte ihr kommendes Album im Alleingang.
- Sie schrieb nahezu alle Texte selbst und spielte auch die meisten Instrumente selbst ein.
- Und obwohl sie keine ausgebildete Sängerin ist, kann ihre glasklare Stimme vom ersten Augenblick an begeistern.
Die vielseitige Künstlerin kümmert sich selbstverständlich auch um sämtliche Illustrationen zu ihrer CD und übernimmt auch die inhaltliche Betreuung der zugehörigen Website. Sie organisiert die Vervielfältigung des Albums mit dem Presswerk und freut sich über jedes Feedback von Kindergärtnerinnen, Ärzten und Bloggern, die über sie und ihre Musik berichten.
"Alles wird gut" schrieb sie in das Begleitheft zu ihrer ersten CD im Jahre 1997. Damals spielte sie mit ihrer Band "Mercedes and The Kit-Kat Klub" Rock, Funk, Swing, Musical oder Soul. Während dieser Zeit stand Mercedes u.a. auch mit Marianne Rosenberg und Udo Jürgens auf einer Bühne.
Zwölf Jahre später und drei Tage vor der Veröffentlichung ihres Solo-Albums "Schlaf schön, mein Schatz" kann die sensible Musikerin allerdings nicht auf die Unterstützung einer großen Plattenfirma vertrauen.
"Sag's weiter" lautet daher auch ihr Motto und so habe ich mich durch die vielen guten Kritiken auf Ihrer Website gewühlt und mir die zahlreichen Sound-Schnipsel angehört. Und mittlerweile kann ich sehr gut verstehen, was die begeisterten Menschen auf amazon.de und babymusik.eu an den Kinderliedern von D.-Mercedes Wendler so fasziniert hat:
Denn ihre Musik ist leicht wie eine Feder und trägt bei Jung und Alt zu einer sofort einsetzenden Erholung und Entspannung bei.
Bei Mercedes ist nichts, aber auch gar nichts dem Zufall überlassen und man merkt bei jedem Takt, wieviele Überlegungen in die Produktion ihres Albums eingeflossen sind. Hier stimmt einfach alles: von der sorgfältig ausgewählten Instrumentierung über die langsamen - mit genau den richtigen Pausen vorgetragenen - leicht verständlichen Texte bis hin zu der gesamten Aufmachung der CD, die einfach nur gelungen ist.
Übrigens: Die drei Titel der bei Amazon so hochgelobten Maxi-CD befinden sich auch auf "Schlaf schön, mein Schatz". Insgesamt findet man hier 16 "Lieder und Ganzkurzgeschichten" mit einer Gesamtspielzeit von etwas über 34 Minuten. Die CD kostet 15,99 Euro (Stand: November 2009) zzgl. Versandkosten und kann ab heute hier bestellt werden.
Ich war noch nie so beeindruckt von einer Kinderlieder-CD und möchte dieses gelungene Werk daher allen Eltern wärmstens empfehlen. Macht Euch selbst oder jemanden, den Ihr besonders schätzt, eine große Freude und bestellt den "Mercedes unter den Baby-CDs" am besten noch gleich heute.
Und ganz wichtig: erzählt allen anderen Eltern im Kindergarten und in Eurem erweiterten Bekanntenkreis von Mercedes und ihrer bezaubernden Musik, damit wir auch ohne Plattenvertrag noch manches Album von ihr genießen können!

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okiedog fropper und Cheeky Chick als Bobby-Car-Alternativen
Markus Niesen | 3. Nov 2009 | Gesundheit | 3 Feedbacks »
Das erste Fahrzeug für den Nachwuchs ist für viele Familien immer noch das allseits beliebte Bobby-Car. Doch mit dem coolen Wheely-Bug, dem soliden Sirch Sibi Max und dem lässigen Puky Wutsch® habe ich hier auf dem Baby-Blog bereits mehrfach Alternativen vorgestellt.
Mit dem rechts abgebildeten Cheeky Chick und dem unten abgebildeten fropper kommt okiedog nun mit zwei weiteren nennenswerten Angeboten.
Cheeky Chick hat bereits internationale Spielzeug- und Design-Preise gewonnen und damit in den USA und vielen anderen Ländern die Herzen der Kleinsten und ihrer Eltern erobert. Jetzt können endlich auch die Kids in Deutschland mit Cheeky Chick los sausen. Ein besonders großer Abstand der Vorderräder und die geschwungene Form des Sattels sorgen für einen sicheren Halt.
Mit der optionalen Lenkstange können Eltern die Kontrolle über Cheeky Chick behalten und die Fahrt ihrer Kinder in die richtigen Wege leiten. Ein mitgelieferter Tragegurt und das einfache Zusammenklappen sorgen dafür, dass der Transport von Cheeky Chick für Eltern zur Nebensache wird. Das Rutsch-Auto selbst hat nur 2,5 kg Gewicht.
Cheeky Chick ist ganz ohne Montage sofort einsatzbereit: Aus der Verpackung nehmen und schon geht es ohne lange Wartezeiten für die Kids im Alter von 12 bis 36 Monaten auf große Fahrt.
Der fropper von okiedog hingegen ist der einzige Rutscher mit dem Kinder nicht nur rollen, sondern auch hüpfen können. Der flexible Sitz des Laufrades macht dies möglich. So können sich Kinder herrlich austoben und spielerisch die ersten Bewegungsabläufe erlernen. Und jeder Hüpfer garantiert ein vergnügtes Kinderlachen.
Auch hier kann eine separate Lenkstange bei Bedarf ganz einfach an fropper befestigt werden. Wie Cheeky Chick kommt auch fropper völlig zusammengebaut nach Hause. Kein Schrauben oder Tüfteln ist nötig: Einfach Verpackung aufmachen und los geht der Spaß.
Da fropper faltbar ist, wird das 2,2 kg leichte Fliegengewicht auf Reisen zu einem echten Platzwunder. Kinder im Alter von 18 bis 36 Monaten oder einem Gewicht von bis zu 25 Kilogramm werden mit fropper sicherlich viel Spaß haben.
Beide okiedog-Fahrzeuge haben einen Listenpreis von 59,90 Euro (Stand: November 2009). Bei amazon.de erhält man sie aktuell etwas günstiger und versandkostenfrei zu einem Preis von rund 45,- Euro (Cheeky Chick, fropper
).

Extra-Tipp:
Vor dem Kauf würde ich allerdings prüfen, ob der eigene Nachwuchs mit mit den okiedog-Fahrzeugen überhaupt zurechtkommt: Cheeky Chick hat ein feststehendes Lenkrad und feststehende Vorderräder und scheint mir daher etwas schwierig zu navigieren zu sein.
Beim fropper scheint die Feder unter dem Sattel ein Schwachpunkt (Bruchgefahr!) zu sein. Wer Kinder mit großen Temperament hat, sollte beim fropper auch darauf achten, dass die Kids nicht mit ihrem ganzen Übermut beim wilden Spielen plötzlich nach hinten fallen!
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Kindernamen aus Holz
Markus Niesen | 25. Sep 2009 | Gesundheit | 7 Feedbacks »
Nach den vielen teuren Produkten der letzten Wochen hier auf dem Baby-Blog nun eine hübsche Sache für eher kleines Geld: Christian Dillner fertigt auf Bestellung in wenigen Tagen individuelle Namenszüge aus Holz.
Für all diejenigen, die nicht immer nur auf die ewig gleichen Mitbringsel zurückgreifen wollen, hat er eine hübsche Geschenkidee zur Geburt oder zur Taufe entwickelt.
Die Namenszüge werden in vier bis acht Arbeitstagen individuell angefertigt. Christian Dillner lässt sich jedoch auch zu einer Express-Bestellung überreden, wenn es einmal besonders schnell gehen soll.
Jeder Buchstabe kostet 2,50 Euro (Stand: September 2009). Hinzu kommen noch die Versandkosten in Höhe von 3,90 Euro.
Die einfach gestaltete Website zeigt anschaulich, was der Kunde nach wenigen Tagen in den Händen halten darf. Ich vermisse lediglich zwei für mich absolut wichtige Informationen, die die Wertschätzung für den Kindernamen aus Holz deutlich erhöhen würden:
- Aus welchem Holz werden die individuellen Namenszüge gefertigt?
- Sind die Namenszüge wirklich aus einem einzelnen Stück gefertigt oder werden Sie irgendwie zusammengesteckt?

Ein Video, welches nicht nur das fertige Produkt, sondern auch die einzelnen Phasen des Entstehungsprozesses zeigt, könnte die Kindernamen aus Holz drastisch aufwerten!
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Exklusive Wickeltasche für den trendbewussten Papa
Markus Niesen | 18. Aug 2009 | Gesundheit | 5 Feedbacks »
Der beste Freund wird Vater und es gibt keine Idee für ein passendes Geschenk? - Das junge Hamburger Design-Label Camouflage Deluxe hat die passende Antwort!
Frank Stork, der kreative Kopf von Camouflage Deluxe, war auf der Suche nach einer "coolen" Wickeltasche für seinen besten Freund. Einer Wickeltasche, mit der der trendbewusste, engagierte Papa sich gerne sehen lässt und nicht vor Scham im Boden versinken muss, wenn er mit dem Baby unterwegs einen Boxenstopp einlegen muss.
Da er nichts Geeignetes finden konnte, entwickelte Frank die gewünschte Tasche einfach selbst. Aus edlen Stoffen und Leder nähte er eine trendige Wickeltasche für den stolzesten Papa der Welt, für die "jeder Mann auch selbst gerne schwanger werden würde".
Dabei hat sein Kunstwerk alle notwendigen Gimmicks, die er – selbst
Vater zweier Söhne – sich für eine Männer‐Wickeltasche wünschte: alle Taschen werden mit einer passenden wattierten Wickelunterlage geliefert, haben einen gepolsterten Flaschenwärmer, ein spezielles Fach für Papas iPhone (für den Notruf zur Mama!), mehrere unterteilte Fächer für alles Notwendige sowie auswechselbare Sprüche auf der Vorderseite und auf Wunsch auch ein Foto der Liebsten. Mit der separaten Laptoptasche eignet sich die Tasche auch perfekt für Geschäftsreisen.
Jeder Kunde kann sich seine persönliche Tasche kreieren und Stoff- sowie Leder-Designs auswählen. Neben dem klassischen Camouflage und dunklen Jeans verwendet Camouflage Deluxe vor allem gedeckte Farben, neueste Trendstoffe, winterliche Wolle und ausgefallene Leder.
Eine Besonderheit sind die ganz persönlichen Akzente wie Namen, Fotos und Geburtsdatum - alles mit der klaren Botschaft "ich bin gerne Papa". So wird jede Tasche im Hamburger Design-Atelier in
Handarbeit gefertigt und somit zu einem ganz besonderen Unikat. Die Wickeltasche ist damit so individuell und ausgefallen wie der Kunde selbst.
Die Preise variieren zwischen 390,- (Camouflage oder Jeans) und ca. 800,- Euro (Leder) (Stand: August 2009) und richten sich nach Aufwand, Material und Individualisierung.

Die Website von Camouflage Deluxe wird derzeit noch überarbeitet, aber man kann sich zumindest unter "Kontakt und Bestellung" mit Frank in Verbindung setzen und die individuellen Wünsche an eine exklusive Wickeltasche für den Papa mit ihm besprechen.
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Kinderschuhe und Baby Schuhe - Die richtige Größe
Markus Niesen | 21. Jan 2009 | Gesundheit | 12 Feedbacks »
Schuhe sollen die Füße vor Verletzungen, Nässe und Kälte schützen. Ein Baby braucht daher noch keine Schuhe. So können die kleinen Laufanfänger zu Hause getrost auch barfuß laufen.
Der erste Schuh wird erst dann benötigt, wenn das Kind zum ersten Mal im Freien laufen und spielen soll.
Mit dem ersten Kinderschuh beginnt jedoch ein Zyklus, der sich mindestens über die nächsten 15 Lebensjahre des Kindes fortsetzen wird: da die Füße ständig wachsen (im Alter von 3-6 Jahren gibt es einen durchschnittlichen Größenzuwachs von 1 mm pro Monat), müssen alle paar Monate neue Schuhe angeschafft werden.
Da Kleinkinder die richtige Größe ihrer Schuhe nicht selbst einschätzen können, sind Schuhverkäufer(-innen) und Eltern gefragt, wenn es darum geht, passende Schuhe für die Kleinen zu erwerben. Hierzu stehen den Schuhfachgeschäften verschiedene Messmethoden zur Verfügung, um die Fusslänge des Kindes und die sich daraus ergebende passende Schuhgröße zu ermitteln.
Dummerweise stimmen in vielen Fällen die vom Hersteller angegebenen Schuhgrößen in vielen Fällen aber nicht mit der tatsächlichen Innenlänge des Kinderschuhs überein. Beim obligatorischen Drucktest mit dem Daumen ziehen die Kleinen dann oft auch noch reflexartig die Zehen ein, so dass viele Kinder mit zu kleinen Schuhen durch die Gegend laufen:
- Aktuelle Studien zeigen, dass mehr als die Hälfte aller Kinder in
viel zu kurzen Schuhen steckt. - Kinderfüße werden durch zu kurze Schuhe geschädigt.
- Zu kurze Schuhe können auch weitere Schäden (Knie, Hüfte und Wirbelsäule) verursachen und sich negativ auf die Bewegungsfreude auswirken.
Kinderfüße sind sehr weich und können daher leicht durch zu kurze Kinderschuhe gestaucht und verformt werden. So zeigen viele Kinderfüße bereits in jungen Jahren eine deutliche Schrägstellung der großen Zehe.
Damit Kinderschuhe richtig passen, gelten die folgenden Aussagen zur Bestimmung der richtigen Größe:
- Füße sind ziemlich launische Gesellen: Meistens sind der rechte und linke Fuß verschieden lang, am Morgen sind sie kürzer und schmäler als am Abend und im Stehen sind sie dann wieder länger als im Sitzen und Liegen. In Bewegung haben Füße besonders viel Platzbedarf: Bei jedem Schritt schieben sich die Zehen weit nach vorne.
- Damit sich Kinderfüße auch in Schuhen wohlfühlen, benötigen sie im Zehenbereich mindestens 12 mm Spielraum. Neue Schuhe dürfen bis zu 17 mm Spielraum haben. Das hat den Vorteil, dass sie dann einige Monate passen.
- Kinderschuhe sollten möglichst weich und beweglich sein.
Um nun den passenden Kinderschuh zu erhalten, kann man sich selbst eine Schablone basteln und diese in den gewünschten Schuh legen: Hierzu stellt man den Fuß des Kindes auf einen Karton und zeichnet den Fußumriss nach. An der längsten Zehe fügt man dann mindestens 12 mm (für neue Schuhe 17 mm) hinzu. Damit die Schablone besser in den Schuh passt, schneidet man nicht den ganzen Fußumriss aus, sondern nur einen 2 cm breiten Streifen an der längsten Stelle. Wenn dieser Streifen glatt in den gewählten Schuh passt, dann ist der Kinderschuh lang genug und passt. Sollte sich der Streifen im Schuh allerdings nach oben biegen, dann ist der Schuh zu kurz.
Alle vier bis fünf Monate muss man sich dann eine neue Schablone basteln und den Vorgang mit den aktuell getragenen und den eventuell neu zu kaufenden Kinderschuhen wiederholen.
Einfacher geht es jedoch mit dem äußerst praktischen Kinderfußmessgerät plus12, welches man nur einmalig zum Preis von rund 10,- Euro zzgl. Versandkosten erwerben muss und welches man dann immer wieder verwenden kann:

Mit dem Gerät ermittelt man zunächst die Fußlänge des Kindes. Bei diesem Messvorgang werden automatisch die zusätzlichen 12 Millimeter für den Platz vorne im Schuh berücksichtigt und auf den Messwert addiert. Anschließend kann man mit dem plus12 auch direkt die Innenlänge des Schuhs messen und somit gleich überprüfen, ob die vom Hersteller angegebene Schuhgröße auch tatsächlich stimmt. Der unzuverlässige Daumendrucktest kann somit beim Schuhkauf entfallen.
Das Fußmessgerät plus12 ist das erste schuhgrößen- und markenunabhängige Messgerät für Kinderfüße und somit der ideale Begleiter beim Einkauf von Kinderschuhen. Man kann damit umgehend sicherstellen, dass man auch tatsächlich die richtige Größe des Schuhs erwirbt.
Das Gerät ist eine Entwicklung des österreichischen Forschungsprojekts "Kinderfüße-Kinderschuhe", welches vom Österreichischen Bundesministerium für Gesundheit und Frauen und dem Fond Gesundes Österreich gefördert wird. Das Forschungsprojekt betreibt die sehr informative Website kinderfuesse.com, über die man sich u.a. auch das plus12-Gerät bestellen kann.
Mich hat die Website und auch das plus12-Kinderfußmessgerät auf Anhieb überzeugt und ich bin mir daher sicher, dass ich mir in den nächsten Tagen ein Exemplar davon bestellen werde, sofern Du in den Kommentaren nicht mit noch etwas Besserem kommst. Daher meine abschließende Frage:
Wie achtest Du darauf, dass Du beim Kauf von Kinderschuhen immer die richtige Größe erhältst?
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Hörtest für Neugeborene
Markus Niesen | 2. Jan 2009 | Gesundheit | 5 Feedbacks »
Zum Jahreswechsel 2009 wird bundesweit ein Hörtest für Neugeborene eingeführt. Dieser wird noch in der Geburtsklinik vorgenommen und soll Schwerhörigkeit frühzeitig diagnostizieren helfen.
Störungen des Hörapparats sind die häufigste angeborene Erkrankung in der Bundesrepublik: unter 1.000 normalen Geburten ohne jegliche Risikofaktoren kommt im Durchschnitt ein Baby entweder hochgradig schwerhörig oder sogar gehörlos zur Welt. Bei Frühgeburten steigt diese Quote noch drastisch an. Darüberhinaus gibt es viele Kinder, die mittelgradige oder leichte Hörbehinderungen haben.
Durch den Hörtest für Neugeborene soll verhindert werden, dass die Schwerhörigkeit erst im zweiten oder dritten Lebensjahr erkannt wird und dann etwa bereits zu einer verzögerten Sprachentwicklung geführt hat.
In einem Artikel auf spiegel.de diskutieren die beiden Autorinnen den Hörtest für Neugeborene und gehen dabei auf mögliche Probleme bei der Einführung ein: die notwendigen Messgeräte seien bundesweit nicht flächendeckend verfügbar und Eltern, deren Kinder als auffällig eingestuft wurden, würden nicht zu den nachfolgenden Untersuchungen gehen.
Nur ganz kurz in der Einleitung gehen die Autorinnen aber auf ein Problem ein, dass ich für viel schwerwiegender halte: denn die kleinen, portablen Messgeräte, die - meist aus Preisgründen - bei diesen ganzen Screenings eingesetzt werden, haben leider eine auffallend hohe Fehlerquote und führen daher zu vielen "falsch positiven" Ergebnissen.
Während die Hersteller der Geräte von bis zu 1,5% falsch positiven Befunden ausgehen, die durch Verstopfung des Gehörgangs durch Fruchtwasserbeimengungen oder Käseschmiere bedingt sind, sprechen die Autorinnen des obigen Artikels von bis zu 10% aller Fälle (70.000 Babys pro Jahr!), in denen Eltern mit der Diagnose nach Hause gehen, dass ihr Kind "möglicherweise" schwerhörig ist.
In der Folgezeit gibt es für die beunruhigten Eltern aber nur wenig Hilfestellung. Denn nach einem positiven Befund erhalten Sie weder in der Klinik ein Merkblatt mit den wichtigsten Aussagen zu den Untersuchungsergebnissen noch werden Sie bei einer späteren Suche im Internet (Stichworte: Hörtest Baby, Hörscreening, OAE, etc.) beruhigende Informationen finden.
Erst ein paar Tage oder gar ein paar Wochen später stellt sich bei der anschließenden Kontrolluntersuchung dann meistens heraus, dass die eingangs gestellte Diagnose glücklicherweise völlig falsch war! Denn nur bei rund 800 Kindern pro Jahr wird auch in der Folge eine beidseitige Schwerhörigkeit festgestellt.
Allen Eltern, die daher nach einem positiven Befund bei einem Hörtest für ihr Baby auf dieser Seite gelandet sind, sei folgendes gesagt:
- Bleiben Sie ruhig und gelassen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Baby tatsächlich schwerhörig ist, ist relativ gering!
- Lassen Sie sich nicht im Internet durch die vielen Artikel der Gerätehersteller und der Betroffenen verwirren!
- Gehen Sie in jedem Fall zu den Kontrolluntersuchungen, denn nur so erhalten Sie die absolute Gewissheit, dass Ihr Baby auch tatsächlich nicht schwerhörig ist!
Meines Erachtens scheitert es beim Hörtest für Neugeborene nicht an den fehlenden Geräten, sondern daran, dass sich anscheinend noch niemand über die schwerwiegenden psychologischen Konsequenzen eines positiven falschen Befundes für die Eltern ernsthaft Gedanken gemacht hat!
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Einkaufswagenbezug von Hula Moon Kids
Markus Niesen | 18. Aug 2008 | Gesundheit | 4 Feedbacks »
Es gibt einige amerikanische Entwicklungen im Eltern-Umfeld, mit denen kann ich so gar nichts anfangen. Der ungekrönte Höhepunkt solcher Entgleisungen ist für mich immer noch der Babykeeper. Der rechts abgebildete Einkaufswagenbezug von Hula Moon Kids gehört aber in jedem Fall auch in diese Liste.
Man kann solche Produkte einfach ignorieren, wie ich das im Falle des Einkaufswagenbezuges auch bereits seit Anfang 2006 gemacht habe. Denn oft gibt es für solche Erzeugnisse weder einen deutschen Händler, noch einen deutschen Importeur, so dass man die fragwürdigen Produkte hierzulande sowieso nicht - oder nur sehr umständlich - erwerben kann.
Nun flatterte mir vor einigen Tagen der letzte philio-Newsletter ins Haus und zu meiner großen Überraschung musste ich feststellen, dass Shop-Betreiberin Angelika Kammerer doch tatsächlich den Einkaufswagenbezug von Hula Moon Kids in ihr Programm aufgenommen hat!
Daher habe ich beschlossen, meine persönliche Abneigung gegen dieses Produkt einmal kurz auszuschalten, um den Einkaufswagenbezug hier auf dem Baby-Blog vorzustellen. Denn wenn auch nur eine einzige Mama oder nur ein einziger Papa dieses Produkt sinnvoll findet und durch diesen Blog davon erfährt, dann hat sich dies unter einem gesundheitlichen Aspekt bereits gelohnt!
Denn ein solcher Einkaufswagenbezug soll den Nachwuchs vor den gefährlichen Keimen und Bakterien schützen, die sich auf der Stange und dem Sitz des Einkaufswagens befinden. Prinzipiell gehen diese Einkaufswagen durch hunderte Hände und da sich immer die gleichen Wagen vom Ende der langen Reihe in der Rotation befinden, sammeln sich hier natürlich entsprechend viele Krankheitserreger.
Da es extrem unpraktisch ist, einen Einkaufswagen vor dem Gebrauch mit einem Kleinkind erst gründlich zu desinfizieren, soll eben einfach der Bezug über den Sitz und die Stange gestülpt werden, um das Kind so besser zu schützen.
So weit zumindest die Theorie. Ich halte es aber für etrem praxisfremd, für jeden noch so kleinen einzelnen Anwendungsfall ein eigenes Zubehörteil für meinen Nachwuchs durch die Gegend zu schleppen. Denn wenn ich mir erst Gedanken um die Keime auf der Schubstange des Einkaufswagens mache, dann muss ich genaugenommen auf dem Weg zum Supermarkt noch viel mehr Überlegungen anstellen, wo sich mein Kind sonst noch mit gefährlichen Erregern infizieren könnte.
Wir sind alle irgendwie auch ohne einen Einkaufswagenbezug halbwegs gut durch unsere eigene Kindheit gekommen. Vielleicht hat auch gerade der damals noch nicht vorhandene Bezug dazu geführt, dass wir besser abgehärtet waren und uns nichts so schnell aus der Bahn werfen konnte. Weniger ist manchmal eben doch einfach auch mehr!
Wer in den Keimen und Bakterien rund um die viel genutzten Einkaufswagen der Supermärkte dennoch ein Problem sieht und bereit ist, 68,- Euro (Stand: August 2008) zzgl. Versandkosten zu investieren, der findet auf philio.de den Einkaufswagenbezug von Hula Moon Kids.
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mummy move® - Fitness mit Kinderwagen
Markus Niesen | 8. Jul 2008 | Gesundheit | 3 Feedbacks »
mummy move® ist eine wirklich gute Idee, die in Österreich entwickelt wurde: Sportstudentinnen zeigen jungen Müttern Übungen zur Stärkung der Rumpf- und Beckenmuskulatur sowie des Beckenbodens, die sie mit ihrem Baby im Kinderwagen im Park ausüben können.
Bei mummy move® wird der Kinderwagen grundsätzlich in die Übungen mit einbezogen: er dient den Müttern bei Kniebeugen etwa als Haltegriff. Zudem wird er stets so platziert, dass das schlafende Baby sanft gewogen und das wache Baby einiges zu sehen hat.
Die Initiatoren des mummy move®-Projektes wollen mit ihrer Idee den Frauen während der Stillzeit eine Auszeit für Bewegung und Sport geben. So haben sie mit dem Zentrum für Sportwissenschaften der Uni Wien ein Bewegungsprogramm geschaffen, welches explizit auf die Bedürfnisse junger Mütter zugeschnitten ist.
Die Sportstudentinnen stellen sich dabei individuell auf die Teilnehmer ihrer mummy move®-Gruppe ein und haben daher auch kein Problem damit, wenn zwischendurch einmal eine Windel gewechselt oder ein Baby gestillt werden muss. Sie zeigen den Müttern auch wie man Alltagsbewegungen wie etwas das Heben des Babys aus dem Kinderwagen richtig und schmerzfrei ausführen kann.
Im Gegensatz zum Babyturnen steht bei mummy move® also die Mutter im Vordergrund. Sie soll körperlich fit werden und sich so ganz nebenher bei der Bewegung im Park mit anderen Müttern über Alltagsprobleme austauschen können.
mummy move® ist noch ganz neu und erst vor einem Monat gestartet. Die Teilnehmerinnen treffen sich einmal in der Woche an zwei unterschiedlichen Plätzen in Wien. Zurzeit ist die Teilnahme noch kostenlos.
Weitere Informationen zu mummy move® findet man auf dadalino.at.
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Cytomegalie-Virus
Markus Niesen | 15. Feb 2008 | Gesundheit | 2 Feedbacks »
Das Deutsche Grüne Kreuz hat mir mit dem Cytomegalie-Virus einen Begriff an den Kopf geworfen, den ich so vorher noch nie gehört hatte. In einer der kostenlosen Apotheken-Zeitungen ("Ratgeber Gesund") fand ich den Tipp an alle Schwangeren "zusätzlich zu den vorgeschriebenen Vorsorgeuntersuchungen per Bluttest ihren Immunstatus bezüglich des Cytomegalie-Virus (CMV) überprüfen zu lassen".
Der relativ knappe Text zitiert Prof. Klaus Friese, den Direktor der Frauenklinik der Universität München, mit den folgenden Worten zum Cytomegalie-Virus:
Eine CMV-Infektion ist zur Zeit die häufigste Ursache von Schädigungen des Kindes während der Schwangerschaft und damit noch vor Röteln und Toxoplasmose zu nennen.
Eine kurze Suche mit einer beliebigen Suchmaschine bringt schnell recht brauchbare Detailinformationen zum Cytomegalie-Virus zum Vorschein: Eine Infektion mit CMV ist nach dem Down-Syndrom wohl die zweithäufigste Ursache geistiger Behinderung bei Neugeborenen in der westlichen Welt.
Beim Cytomegalie-Syndrom der Neugeborenen werden u.a. folgende Schäden genannt:
- Frühgeburt
- Taubheit
- Wachstumsverminderung
- Schäden des Gehirns (Minderentwicklung des Schädels, Gehirnentzündung, Krampfanfälle, geistige Retardierung)
- Lungenentzündung
- Gelbsucht (Ikterus)
- Vergrößerung von Leber und Milz (Hepatosplenomegalie)
- Diffuse Einblutungen in Haut und Organe
Diese Liste sowie viele weitere gute Hinweise zum Cytomegalie-Virus fand ich beim Koblenzer Apotheker Dr. Bernhard Peter, der es problemlos schafft, den komplizierten medizinischen Hintergrund mit leicht verständlichen Worten dem Laien näher zu bringen.
Auch die Wikipedia bietet brauchbare Informationen zum Cytomegalie-Virus und den Cytomegalie-Infektionen während der Schwangerschaft.
Ich will hier jetzt nicht den Teufel an die Wand malen, denn die Anzahl der tatsächlich am Cytomegalie-Syndrom sterbenden Neugeborenen ist mit jährlich etwa 60 Kindern immer noch gering.
Aber vielleicht trägt gerade dieser Text dazu bei, dass Schwangere das Thema "Cytomegalie-Virus" im Hinterkopf behalten und vielleicht auch einmal bei der nächsten Vorsorgeuntersuchung mit dem Arzt ihrer Wahl besprechen.
Update (07.04.08):
Sehr informativ ist auch die Website der ICON, der Initiative zur Prävention Kongenitaler Cytomegalieinfektionen.
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Schnuller-Reinigung mit UV-Strahlen
Markus Niesen | 2. Okt 2007 | Gesundheit | 2 Feedbacks »
Rund um den guten, alten Schnuller gibt es etwas Neues zu vermelden: nachdem man sich bereits beim innovativen "Razbaby Keep-it-Kleen Schnuller" zahlreiche Gedanken gemacht hat, wie man verhindern kann, dass sich Keime auf dem Schnuller absetzen, wenn er auf den Boden fällt, kommt nun aus Amerika ein Gerät, mit dem man die Keime gleich abtöten kann.
Kleine, batteriebetriebene UV-Reiniger sollen innerhalb weniger Sekunden sämtliche Schnuller-Keime (Bakterien oder Grippe- und Erkältungsviren) wirkungsvoll zerstören.
Im Gegensatz zum stationären Schnuller-Sterilisator im elterlichen Haushalt, der die Keime in wenigen Minuten mit heißem Wasserdampf abtötet, arbeiten die neuen Reiniger nur mit UV-Strahlen. Größere Verschmutzungen, die durch das Herunterfallen des Schnullers und durch das Wälzen im Dreck entstanden sind, sollte man daher vorher mit einem Tuch abwischen.
Die neuen UV-Reiniger sind so konzipiert, dass sie problemlos in die Wicheltasche passen und somit immer mitgeführt werden können. Sie schalten sich automatisch ein und nach dem Ende der Reinigungszeit auch wieder selbständig ab.
Der oben abgebildete Ultra-Clean™ Pacifier Sanitizer (Website) sucht noch nach Importeuren oder Herstellern, die die neue Technologie für ihre Schnuller lizensieren wollen.
Der etwas größere ESB61 Pacifier Sanitizer von UVZ Health Systems (Website) für bis zur vier Schnuller hat es immerhin schon auf amazon.com geschafft.
Die UV-Reiniger zur Schnuller-Reinigung kosten um die 30,- US-Dollar.
Rein gefühlsmäßig gebe ich ihnen auf dem hiesigen Markt jedoch keine Chance, weil man hierzulande die Sache mit den gefährlichen Keimen auf den Schnullern (sogar SARS-Erreger sollen die UV-Reiniger abtöten können) etwas entspannter sieht.
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Geschüttelte Babys
Markus Niesen | 31. Jul 2007 | Gesundheit | Sende Feedback »
Vor genau einer Woche habe ich den Shaken Baby Syndrome Simulator™ erstmalig entdeckt.
Es handelt sich dabei um einen weiteren Babysimulator, dieses Mal aber nicht in einer Ausführung für Notärzte oder Teenager, die den Umgang mit einem Baby erlernen sollen, sondern mit einer Simulation eines geschüttelten Babys.
Ca. 25% aller Babys sterben, wenn sie heftig geschüttelt werden. Hierfür gibt es viele Gründe:
- Der Kopf ist im Verhältnis zur Größe des Körpers wesentlich schwerer als bei einem Erwachsenen.
- Das Baby hat noch schwache Nackenmuskeln und kann sich daher der Bewegung nicht widersetzen.
- Das Gehirn befindet sich noch im Wachstum und daher ist im Schädel noch ein wenig Platz. Damit wird die von außen auf das Gehirn einwirkende Kraft deutlich verschärft.
- Die Kopfvenen sind noch nicht sonderlich ausgeprägt: sie reißen leicht und bluten schnell.
Doch selbst wenn ein Baby, das geschüttelt wurde, nicht stirbt, können langfristige Folgeschäden bleiben:
- Sprach- und Lernschwierigkeiten
- Blindheit
- Verhaltensstörungen
- Lähmungen auf einer oder auf beiden Seiten
- Erhöhtes Schlaganfallrisiko
- Verlust der Bewegungskontrolle
In nahezu allen Fällen werden Babys geschüttelt, weil sie mit dem Weinen nicht aufhören. Die Betreuungsperson ist zunächst frustiert, wird zunehmend verunsichert, verliert irgendwann die Kontrolle über sich selbst und schüttelt dann das Baby.
Fast immer ist der biologische Vater derjenige, der das Baby schüttelt. Hierzu gibt es mehrere Aussagen (Vorurteile?), warum dies so sein soll:
- Männer kennen sich nicht so gut mit den Bedürfnissen des Babys aus.
- Männer haben eher Stress in der Familie oder leiden unter finanziellem Druck.
- Männer sind nicht so sehr an das Weinen des Babys gewöhnt und wenden daher ihre Kraft auf, um das Baby ruhig zu bekommen.
Grundsätzlich soll aber jeder, der schnell frustriert wird, in der Lage sein, ein Baby bis zum Tode zu schütteln.
Mit dem Shaken Baby Syndrome Simulator™ wollen dessen Entwickler vorbeugend arbeiten und Wege aufzeigen, mit denen Frustration und Stress bei den Betreuungspersonen abgebaut werden kann. Sie wollen aufzeigen, warum ein Baby weint und wie es wieder beruhigt werden kann.
Letztendlich muss eine frustrierte Betreuungsperson mit diesem Babysimulator lernen, dass sie nicht das weinende Baby mit Gewalt stoppen darf, sondern dass von ihr erwartet wird, solange sanft korrigierend einzugreifen, bis das Baby von alleine mit dem Weinen aufhört.
Die ChildhelpUSA-Hotline arbeitet hierzu mit diesen drei Merksätzen, um zu Tode geschüttelte oder schwer verletzte Babys zu verhindern:
- Es ist noch kein Baby gestorben, weil es zu viel geweint hat.
- Wenn Sie jemanden ziemlich frustriert mit einem weinenden Babys sehen, dann bieten Sie ihre Hilfe an.
- Schütteln Sie nie selbst ein Baby!
Eigentlich alles Selbstverständlichkeiten, aber in den USA sterben jährlich zwischen 1.400 und 10.000 Babys (die Zahlen schwanken) am "Shaken Baby Syndrome". Für Deutschland liegen keine genauen Zahlen vor.
Aber mindestens an jeden zweiten Tag lese ich eine Story wie diese, die der Auslöser für diesen Beitrag über die geschüttelten Babys war.
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Baby mit vier Beinen geboren
Markus Niesen | 9. Jul 2007 | Gesundheit | Sende Feedback »
In Südafrika hat eine 23 Jahre alte Frau ein Baby mit vier Beinen geboren.
Die beiden zusätzlichen Beine wachsen aus dem Schambein. Es besteht eine gute Chance, dass man sie operativ entfernen kann und dass das Mädchen nach dem chirurgischen Eingriff ein normales Leben führen kann.
Die Mutter des Babys mit den vier Beinen erlitt nach der Geburt einen Schock, denn die zusätzlichen Extremitäten wurden erst ganz zum Ende ihrer Schwangerschaft erkannt.
Bei dem Baby mit vier Beinen handelt es sich um einen extrem seltenen Geburtsfehler. Der letzte Fall dieser Art wurde im Jahre 2003 aus Sambia gemeldet.
Während die meisten Online-Magazine nur die kurze Meldung ihrer Presseagentur veröffentlicht haben, gibt es auf t-online.de ein paar ausführlichere Aussagen und ein (drastisches!) Foto des Babys mit den vier Beinen.
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Sonnencreme für Babys und Kleinkinder
Sabine Niesen | 21. Jun 2007 | Gesundheit | Sende Feedback »
Sommer, Sonne -> Sonnenbrand? Sicherlich sind alle Eltern besorgt um Babys Haut und möchten die empfindliche Babyhaut vor den Sonnenstrahlen schützen. Die Kosmetikindustrie bietet etliche Sonnencremes speziell für Babys und Kleinkinder an - doch der jährliche Test der Zeitschrift "Ökotest" zeigt immer noch auf, dass viele Sonnencremes für Babys bedenkliche Inhaltsstoffe haben.
Obwohl die Kosmetikindustrie auf die Tests reagiert hat und die bedenklichsten chemischen Inhaltsstoffe ersetzt wurden, ist bei Sonnencremes für Babys und Kleinkinder nach wie vor Vorsicht geboten, da die neuen Inhaltsstoffe noch nicht ausreichend getestet wurden.
W
ir haben daher einige Empfehlungen für den Kauf von Sonnencremes für Babys und Kleinkinder gesammelt:
- Grundsätzlich wird empfohlen, auf Sonnencremes mit chemischem UV-Filter zu verzichten. Diese lassen sich zwar sehr leicht verteilen und schmieren nicht. Allerdings können viele dieser Wirkstoffe wie Hormone wirken und sich auf Wachstum und Fortpflanzung auswirken.
- Sonnencremes mit mineralischen Inhaltsstoffen lassen sich zwar schlecht verteilen und hinterlassen einen Schmierfilm, sollen aber dafür wesentlich besser verträglich für die Babyhaut sein.
- Ärzte empfehlen, lieber einen niedrigeren Lichtschutzfaktor (statt LSF 50, LSF 30) zu verwenden und zwischen 11:00 Uhr und 16:00 Uhr die Sonne zu meiden. Produkte mit dem Antioxidant Bio-Melanin sollen trotz niedrigeren Lichtschutzfaktoren auch im Gebirge gut schützen.
- Außerdem sollten Baby- und Kleinkinder-Sonnencremes weder Parfum noch Farbstoffe enthalten, denn diese können die empfindliche Babyhaut unnötig reizen.
Empfehlenswert sind sicher die Produkte der Firmen, welche sich auf Naturkosmetik spezialisiert haben und auch dafür zertifiziert sind (Weleda, Dr. Hauschka, Lavera, etc.).
Doch es gibt auch preisgünstigere Alternativen. So haben die Sonnencremes für Babys und Kleinkinder der Discounter oder Drogeriemärkte den Test (Abruf kostenpflichtig!) mit guten Ergebnissen abgeschlossen.
Allgemein sollten Sonnencremes nur eine Saison verwendet werden. Die im Vorjahr benützte Sonnencreme könnte bereits weniger wirksam sein und damit Babys Haut nicht mehr ausreichend schützen.
Der allerbeste Sonnenschutz für Babys und Kleinkinder ist jedoch Kleidung: leichte Baumwollkleidung wie z.B. langärmelige Bodys und Sonnenhut - am besten mit einem Schirmchen fürs Gesicht und einer Stoffverlängerung für den Nacken.
Viele weitere gute Hinweise zu Sonnencremes für Babys und Kleinkinder findet man auf babyernaehrung.de.
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Hautpflege für Babys
Markus Niesen | 20. Jun 2007 | Gesundheit | 1 Feedback »
Die Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V. (DHA) kümmert sich seit 1984 um die Belange von Menschen mit chronischen Hauterkrankungen und Allergien. Die gemeinnützige Initiative wurde von betroffenen Patienten und behandelnden Ärzten konzipiert und gemeinsam gegründet. Neben der individuellen Betreuung der Betroffenen betreibt man auch Aufklärung und Information der Öffentlichkeit, um ein besseres Verständnis für Hauterkrankungen bzw. deren Akzeptanz zu erreichen.
Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit entstand auch eine Website, die sich insbesondere mit der Hautpflege für Babys und Hautproblemen bei Babys beschäftigt.
So gibt es nicht nur viele Tipps für einen wunden Po, sondern auch konkrete Aussagen zu Säuglingsakne, Milien, Storchenbiss, Blutschwämmchen, Blutschwämmchen, Mongolenfleck und Milchschorf. Natürlich ist auch die Behandlung von trockener Babyhaut und Neurodermitis ein Thema.
Interessierte oder betroffene Eltern können sich auch die gut gemachte Broschüre (236 KB; pdf-Dokument) "Babys Haut gesund pflegen" herunterladen, die die Inhalte der Website noch einmal etwas verdichtet.
Kritik gibt es allerdings für die Aussagen zu den empfohlenen Pflegeprodukten, weil hier nur die Produktpalette eines einzigen Herstellers genannt wird! Die in der Broschüre zitierte "Studie" lässt nämlich darauf schließen, dass diese irgendwie von der Industrie beauftragt wurde. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, wenn dieser Hersteller auf seiner eigenen Website mit der Aussage "Als einzige Pflegeserie von der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V. empfohlen" wirbt.
Selbst wenn viele Eltern auch ohne die Aussagen der DHA die Produkte dieses Herstellers sowieso in der Babypflege einsetzen würden, so hinterlässt dies doch einen faden Beigeschmack.
Dennoch bieten sowohl die Website als auch die Broschüre wertvolle Informationen zur Hautpflege für Babys, die insbesondere Eltern betroffener Babys zu schätzen wissen werden.
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Schutzhülle für das gelbe Vorsorgeheft
Markus Niesen | 17. Apr 2007 | Gesundheit | 1 Feedback »
Das in Deutschland übliche gelbe Vorsorgeheft ist eher langweilig. Ganz nüchtern trägt der Kinderarzt hier die Ergebnisse der Vorsorge-untersuchungen ein, die die Kleinen in den ersten Lebensjahren begleiten.
So ist das gelbe Vorsorgeheft irgendwie wichtig, aber auch nicht so wichtig, dass man sich als Mutter die Nächte um die Ohren schlagen muss, nur weil das Vorsorgeheft unauffindbar verschwunden ist.
In Frankreich heißt das Vorsorgeheft "Carnet de santé". Es ist viel dicker und viel bunter als das deutsche Heft. Wer es sich einmal anschauen will, kann dies hier tun (3.448 KB; pdf-Dokument).
In das französiche "Carnet de santé" werden weitaus mehr Untersuchungen eingetragen als hierzulande. Es wird viel häufiger benötigt und daher hat sich in Frankreich auch ein Markt mit Schutzhüllen für das Vorsorgeheft entwickelt. Diese sind dort ein beliebtes Geschenk zur Geburt.
In Deutschland kann man nun auch eine Schutzhülle für das gelbe Vorsorgeheft erwerben. Diese besteht aus dickem rosa oder blauen Filz und kann auf Wunsch auch noch mit dem Namen, dem Geburtsdatum, dem Geburtsgewicht und der Geburtsgröße personalisiert werden:
Damit sorgen Sie bei jedem Kinderarztbesuch für Furore! Endlich ist das Kinder-Untersuchungsheft schön umhüllt und geschützt vor Schokohänden und Hustensaftspritzern!
Eine solche Schutzhülle für das gelbe Vorsorgeheft kostet 19,50 Euro (Stand: April 2007) in der nicht personalisierten Variante und 22,50 Euro in der personalisierten Ausführung. Hinzu kommen noch Versandkosten in Höhe von 3,- Euro.
Anschauen und bestellen kann man die Schutzhülle für das gelbe Vorsorgeheft bei engelundbanditen.de.
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NoseFrida™ Nasensauger
Markus Niesen | 12. Mär 2007 | Gesundheit | 5 Feedbacks »
Er heißt NoseFrida™ Nasensauger und kommt aus Schweden. In den USA hat er bereits eine eigene Homepage samt zugehörigem Online-Shop. In Frankreich und Polen gibt es ein vergleichbares Gerät in jedem Drogeriemarkt zu kaufen und sogar im fernen Japan wurden solche Nasensauger bereits gesehen.
Bei uns hingegen erschrickt man Babys mit verstopfter oder laufender Nase lieber mit den kleinen Gummibällen, die in ein Nasenloch eingeführt werden oder traktiert sie mit elektronischen Geräten wie dem Dolphin Nasensauger oder - noch eine Nummer größer - mit einem Staubsauger als Nasensauger.
Der NoseFrida™ Nasensauger arbeitet nach einem ähnlichen, aber effektiveren Prinzip, welches unmittelbar klar wird, wenn man sich das obige Bild etwas näher ansieht:
Ein zigarrenförmiges Röhrchen wird unterhalb des abzusaugenden Nasenlochs platziert. Die Mutter oder der Vater nimmt nun den Schlauch am anderen Ende in den Mund und erzeugt durch einfaches Saugen den notwendigen Unterdruck, der das Nasensekret aus der Nase des Babys in das Röhrchen befördert. Ein auswechselbarer Filter in der Mitte des NoseFrida™ Nasensaugers sorgt dafür, dass man das Sekret nicht versehentlich einsaugt.
Dieses Konzept erscheint zunächst sehr ungewöhnlich und ich denke auch, dass es Eltern einiges an Überwindung kostet, bevor sie den NoseFrida™ Nasensauger erstmalig vertrauensvoll zum Absaugen der Nase ihres Sprösslings einsetzen werden.
Doch die zahlreichen positiven Anwenderberichte im Internet sprechen für sich und das transparente Röhrchen des NoseFrida™ Nasensaugers lässt den Erfolg des Absaugvorganges sauber kontrollieren. Zudem kann man wohl mit dem eigenen Mund die Stärke des Saugvorganges ziemlich exakt dosieren.
Alles in allem hat mich dieses Hilfsmittel daher trotz der überraschenden Anwendung überzeugt. Babys und Kleinkinder, die sich noch nicht selbst die Nase schnäuzen können, können mit dem NoseFrida™ Nasensauger schnell von ihrem Leid erlöst werden.
Vom schwedischen Hersteller gibt es immerhin bereits ein paar deutsche Webseiten zum NoseFrida™ Nasensauger. Diese halten sich aber äußerst bedeckt zum Thema Bezugsmöglichkeiten.
Vielleicht kann man den NoseFrida™ Nasensauger auch hierzulande bereits irgendwo kaufen, aber im Internet ist von einem deutschen Distributor oder Händler weit und breit nichts zu sehen.
Wer - auch zukünftig - eine geeignete Bezugsquelle nennen kann oder wer das Teil irgendwo im Drogeriemarktregal gesehen hat, der möge sich bitte melden. Selbstverständlich dürfen auch Online-Händler einen Link in den Kommentaren hinterlassen, wenn sie den NoseFrida™ Nasensauger vertreiben.
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Durchblutungsstörungen und Plötzlicher Kindstod
Markus Niesen | 9. Mär 2007 | Gesundheit | 2 Feedbacks »
Plötzlicher Kindstod ist eine zwiespältige Angelegenheit. Es gibt Dutzende Hypothesen, warum unschuldige Babys im Schlaf plötzlich sterben. Doch noch immer sind die Ursachen für den Plötzlichen Kindstod nicht vollständig erforscht.
Hinzukommt dass fast jeder, der sich zu diesem Thema äußert, eine versteckte Agenda hat: man will etwas verkaufen und beruft sich auf endlose Untersuchungsreihen, die die Wirksamkeit des eigenen Produktes gegen den Plötzlichen Kindstod belegen sollen.
So tauchen alle paar Monate mal wieder neue Erkenntnisse zum plötzlichen Kindstod auf: während bislang eher die Atmung als mögliches Problemfeld für den Plötzlichen Kindstod beobachtet wurde, haben Bamberger Ultraschallexperten nun Durchblutungsstörungen als mögliche Ursache festgestellt.
Diese sollen bei zu starker Drehung des Kopfes beim Schlafen in Bauchlage entstehen. Dabei wird ein von der Wirbelsäule zum Gehirn führendes Blutgefäß zusammengedrückt und der Hirnstamm - der Sitz des Atem- und Kreislaufzentrums - wird nicht mehr ausreichend durchblutet. Eine mögliche Folge kann der Plötzliche Kindstod sein.
Die Durchblutungsstörungen in der Arteria basilaris zeigen sich aber nicht bei allen Neugeborenen. In den meisten Fällen fließt das Blut unabhängig von der Lage des Kopfes störungsfrei und in "normaler" Geschwindigkeit durch diese Arterie. Bei etwa 1,5 Prozent aller Babys fließt das Blut jedoch bei seitlicher Drehung des Kopfes in Bauchlage sehr langsam. In Extremfällen stockt der Blutstrom sogar oder das Blut fließt rückwärts.
Die Risikokinder lassen sich mit einer speziellen Ultraschallmethode, der Dopplersonographie, erkennen. Säuglinge mit krankhaftem Blutfluss werden anschließend mit einem Herzatemmonitor überwacht. Ihre Eltern werden angewiesen, das Kind so zu betten, dass ein normaler Blutstrom stets gewährleistet ist.
Bei insgesamt 14.300 Neugeborenen wurde im Rahmen eines freiwilligen Programms ein dopplersonographisches Screeningprogramm der Hirnbasisarterien vorgenommen. Von den speziell überwachten Risikokindern starb seit 1998 nur ein Einziges am Plötzlichen Kindstod. Bei einer Vergleichsgruppe aus nur 3.280 Neugeborenen, deren Eltern nicht an diesem Programm teilgenommen hatten, starben hingegen vier Säuglinge am Plötzlichen Kindstod. Diese Zahl entspricht in etwa der statistischen Wahrscheinlichkeit.
Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM), von der die Aussagen zu diesen Untersuchungen stammen, empfiehlt deshalb Ultraschall-Reihenuntersuchungen bei Säuglingen. Damit sollen sich gefährdete Kinder rechtzeitig erkennen und Fälle von plötzlichem Kindstod vermeiden lassen.
Und genau an dieser Stelle schließt sich dann auch der von mir eingangs erwähnte Kreis wieder: denn natürlich geht es auch bei dieser Studie wiederum um den Absatz eines Produktes, in diesem Fall eben um teure Ultraschallgeräte, die eine Dopplersonographie ermöglichen.
Dennoch ist die Forschung zum Plötzlichen Kindstod natürlich weiterhin gut und wichtig. Man sollte allerdings in diesem Zusammenhang Meldungen wie diese stets kritisch hinterfragen!
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KISS-Syndrom
Sabine Niesen | 10. Jan 2007 | Gesundheit | 3 Feedbacks »
Beim KISS-Syndrom handelt es sich um eine "Kopfgelenk-Induzierte-Symmetrie-Störung" (englisch "kinematic imbalances due to suboccipital strain") oder etwas klarer ausgedrückt um eine Fehlstellung im Bereich der oberen Halswirbelsäule.
Wie erkennt man das KISS-Syndrom? - Als Hauptauffälligkeiten gelten:
- Schreikind (oft mit 3-Monats-Koliken verwechselt)
- Schiefhaltung des Kopfes
- Durchbiegung der Wirbelsäule
- Asymmetrische Gesichts- bzw. Schädelform
- Fehlstellung der Füße
- Schlafstörungen
- Einseitige Stillposition
Als mögliche Ursachen für Kinder mit KISS-Syndrom können Risikofaktoren während der Schwangerschaft, aber auch Ereignisse während oder nach der Geburt eine Rolle spielen:
Das KISS-Syndrom wurde unter anderem bei Auffälligkeiten während der Schwangerschaft wie etwa Zwangslagen, Beckenendlagen, aber auch Raumnot infolge Mehrlingsschwangerschaften festgestellt.
Während der Geburt gilt das Drücken auf den Bauch unter Anwendung des "Kristeller'schen Handgriffs" (wehensynchrones Drücken - gelegentlich auch mit den Fäusten - auf den Bauch) als Hauptrisikofaktor, welcher das KISS-Syndrom verursachen kann.
Aber auch Geburten mit Hilfe einer Saugglocke oder Zange und der Kaiserschnitt können Belastungen für die Halswirbelsäule darstellen und damit das KISS-Syndrom verursachen.
Welche Behandlungsmethoden gibt es?
Leider vermutet man, dass heute nur jeder zweite Kinderarzt das KISS-Syndrom überhaupt erkennt, daher gilt es, bei eigenem Verdacht auf KISS-Syndrom hartnäckig zu sein und sich nicht mit Beruhigungen wie "das wächst sich schon noch heraus ..." abspeisen zu lassen.
Es gibt einige Spezialisten, die die oberen Halswirbel mit zwei unterschiedlichen Methoden einrenken können.
Meistens genügt dabei schon eine einzige Sitzung, um dauerhafte Erfolge zu erzielen. Man spricht dabei von einem "hole in one", einem Begriff, der aus dem Golfsport stammt und bedeutet, dass man mit einem einzigen Schlag eingelocht hat. Der Manualmediziner versucht also bei der Behandlung des KISS-Syndroms bereits mit einem einzigen Impuls eine Richtigstellung zu erreichen.
Statistiken zeigen, dass bei rund 80 Prozent aller Säuglinge mit KISS-Syndrom eine einmalige Behandlung bereits ausreichend war und die Babys und Kleinkinder anschließend weitgehend symptom- und schmerzfrei sind.
Nach der eigentlichen Behandlung des KISS-Syndroms folgt immer eine Beobachtungszeit von etwa 4 Wochen. Danach wird Ergotherapie, Krankengymnastik und Psychomotorik empfohlen.
Weitere Kontrolluntersuchungen sind zwischen dem 2. und 3. Lebensjahr und vor der Einschulung sinnvoll.
Mittlerweile gibt es im Netz zahlreiche Websites, auf denen man sich über das KISS-Syndrom informieren kann. Sehr empfehlenswert sind kiss-kid.de und kiss-baby.de.
Eltern, deren Baby vom KISS-Syndrom betroffen ist, sollten sich allerdings darauf einstellen, die Kosten der Behandlung selbst zu übernehmen. Die Krankenkassen weigern sich in der Regel, diese Kosten zu übernehmen, weil die klassische Medizin einen Zusammenhang zwischen verschobenen Wirbelkörpern und der Hyperaktivität eines Kindes nicht anerkennt.
Die schnelle und einfache Beseitigung der Beschwerden spricht allerdings ganz klar für den Gang zum Alternativmediziner. Denn einmal diagnostiziert, muss unter dem KISS-Syndrom wirklich niemand lange leiden.
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Nabelschnurblut heilt erstmalig Leukämie
Markus Niesen | 8. Jan 2007 | Gesundheit | 2 Feedbacks »
Die wichtigste Nachricht der vergangenen zwei Wochen waren nicht die Babys, die kurz vor oder kurz nach dem Jahreswechsel geboren wurden und deren Eltern daher zukünftig entweder das alte Erziehungsgeld oder das neue Elterngeld beziehen, sondern die kleine, unscheinbare Meldung aus dem US-Bundesstaat Illinois, in der berichtet wurde, dass zum ersten Mal Stammzellen aus Nabelschnurblut im Rahmen einer erfolgreichen Eigenspende einem kleinen Mädchen geholfen haben, seine Leukämie zu überwinden.
Das Kind war im Alter von drei Jahren an Leukämie erkrankt. Trotz Chemotherapie kam der Krebs zurück und breitete sich in Gehirn und Rückenmark aus.
Die behandelnden Ärzte entschlossen sich zu einer weiteren Chemotherapie-Behandlung und verabreichten dem Mädchen anschließend Stammzellen aus seinem eigenen Nabelschnurblut.
Mittlerweile sind 20 Monate vergangen und das Kind ist nach wie vor gesund.
Natürlich wird dieser Erfolg von den Nabelschnurblutbanken entsprechend gefeiert.
Die Meldung auf spiegel.de setzt sich aber nach wie vor kritisch mit der Einlagerung von Nabelschnurblut auseinander:
Mittlerweile haben weltweit rund 1,3 Millionen Eltern die Zellen ihrer Kinder für die Eigennutzung einfrieren lassen, transplantiert wurde das Blut aber nur in etwa 15 Fällen. Das Geschäft mit der Nabelschnur und der Vorsorgebereitschaft - wenn nicht gar der Angst - der Eltern floriert.
Auch wenn wir mit Sicherheit in den nächsten Jahren weitere Erfolgsmeldungen rund ums Nabelschnurblut hören werden ... letztendlich muss jedes angehende Elternpaar nach wie vor selbst entscheiden, ob es die hohen Kosten der Einlagerung des Nabelschnurbluts als eine Versicherung für das spätere Leben des Kindes aufbringen will oder nicht.
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Baby mit 3,2 Promille ins Krankenhaus
Markus Niesen | 8. Dez 2006 | Gesundheit | 1 Feedback »
In Kalifornien ist ein 2 Monate altes Mädchen mit einem Blutalkoholwert von mehr als 3,2 Promille ins Krankenhaus eingeliefert worden.
Sarah Smith hatte versehentlich das Milchpulver für ihre Tochter Kristina statt mit 100 Millilitern Wasser mit der gleichen Menge Wodka angerührt. 20 Minuten später fiel den Eltern auf, dass das Mädchen seine Arme und Beine eigenartig bewegte und einen matten Blick hatte.
Die Mutter hatte die Wasserflasche ihres Freundes zum Anrühren des Fläschchens verwendet, ohne zu wissen, dass sich darin Wodka befand. Es ist allerdings noch unklar, warum ihr Freund überhaupt den Wodka in die Wasserflasche gefüllt hatte.
Beide Eltern versicherten aber, dass es sich um einen tragischen Irrtum handelt und sie auf keinen Fall das Baby vergiften wollten.
Das Baby wird die Alkohol-Attacke wohl unbeschadet überstehen, die Polizei hat jedoch Ermittlungen gegen die Eltern eingeleitet.
Die ganze Story gibt es auf spiegel.de und krone.at.
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Neue Erkenntnisse zum plötzlichen Kindstod
Markus Niesen | 2. Nov 2006 | Gesundheit | 3 Feedbacks »
Die Neuropathologin Hannah Kinney vom Children's Hospital Boston und der Neurowis-senschaftler David Paterson von der Harvard Medial School haben jetzt eine konkrete biologische Ursache für den plötzlichen Kindstod gefunden.
Bei Autopsien an den Gehirnen von Babys, die plötzlich gestorben waren, entdeckten sie im Stammhirn der Kinder eine deutlich erhöhte Anzahl von Nervenzellen, die den Botenstoff Serotonin herstellen und freisetzen. Das Serotonin regelt u.a. die Empfindlichkeit gegenüber Kohlendioxid.
Babys, die diese Veränderung im Stammhirn aufweisen, bemerken im Schlaf das Wiedereinatmen verbrauchter Atemluft ("CO2-Rückatmung") nicht. Damit ersticken sie, ohne dass ihr Körper eine Abwehrmaßnahme (etwa das Drehen des Kopfes und die Beschleunigung der Atmung sobald wieder Frischluft zur Verfügung steht) einleiten würde.
Nach den Ursachen für den plötzlichen Kindstod wurde schon lange gesucht und auch eine genetische Vorbelastung wurde bereits seit einiger Zeit vermutet. Da die Ursache aber bislang noch nicht ausreichend erforscht war, konnte man bisher nur an den Risikofaktoren arbeiten, um den plötzlichen Kindstod zu vermeiden.
So gab es für Eltern nur mehr oder weniger sinnvolle Empfehlungen, die durch die Ausschaltung der bekannten Risikofaktoren den plötzlichen Kindstod vermeiden sollten.
Die neuen Erkenntnisse zum plötzlichen Kindstod widersprechen aber ganz eindeutig den Aussagen, die auf Websites wie ploetzlicher-kindstod.org gemacht werden.
Hier werden als Ursache für den plötzlichen Kindstod die giftigen Gase angegeben, "die aus der Baby-Matratze aufsteigen und die Herztätigkeit und Atmung des Babys lähmen". Natürlich wird auch diese Theorie gleich durch entsprechende Fachartikel belegt.
Die Website ploetzlicher-kindstod.org verkauft dann auch gleich eine "besondere Matratzenhülle aus Polyethylen (BabeSafe)", die verhindern soll, dass Feuchtigkeit, die das Wachstum der Pilze fördert, in die Matratze eindringt als auch, dass eventuell entstehende Gase aus der Matratze zum Baby aufsteigen können.
Auch die besondere Struktur der Wabenzellen der StimuLITE® Babymatratze, welche unter wabenmatratze.de vertrieben wird, soll bei der Reduzierung der Risikofaktoren des plötzlichen Kindstodes behilflich sein. Eine Studie des Instituts für Arbeits- und Sozialmedizin der TU Dresden bescheinigt dieser Matratze eine 92-prozentige CO2-Durchlässigkeit: "eine mögliche CO2-Rückatmung kann somit verringert werden".
Letztendlich werde ich aber bei diesen beiden Angeboten das Gefühl nicht los, dass hier nur mit der Angst der Eltern Geld verdient werden soll.
Zum Abschluss daher ein Link auf einen bereits vier Jahre alten Text auf gesundheitpro.de, der - obwohl er seit Jahren nicht mehr aktualisiert wurde - die vermeintlich besten Informationen zum plötzlichen Kindstod liefert.
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Wetterstation für Babys
Markus Niesen | 19. Okt 2006 | Gesundheit | Sende Feedback »
Eine Wetterstation für Babys? - Wozu soll das denn gut sein?
Wenn man zum ersten Mal mit einer Baby Comfort Station BBW 213 von Oregon Scientific konfrontiert wird, dann wird man wahrscheinlich zunächst nur ungläubig mit dem Kopf schütteln. Denn "die erste Wetterstation für Babys" kommt mit einer "UVI-Anzeige und Wettervorhersage" daher.
Die einleitenden Worte der Produktbeschreibung helfen auch nicht wirklich weiter:
Portable Comfort-Station, die hilft, die optimalen Umgebungsbedingungen zu finden, damit Babies unbeschwert aufwachsen können.
Wie bitte? UVI-Anzeige? Wettervorhersage? Optimale Umgebungsbedingungen? Unbeschwert aufwachsen?
Oregon Scientific macht es uns wirklich nicht einfach, diese Wetterstation für Babys von Anfang an zu verstehen: zum ersten Mal in der Geschichte des Baby-Blogs wünsche ich mir ein Produktmuster, um ein Gerät ausgiebig testen zu können, bevor ich es hier vorstelle.
So bleibt leider nur die weitere Produktbeschreibung, um sich eine Meinung über die Baby Comfort Station BBW 213 zu bilden:
Ein integrierter UV-Sensor soll die UV-Strahlung messen und den UV-Index (UVI) von 1-25 in 5 Leveln anzeigen. Anschließend errechnet das Gerät anhand von UV-Wert, Sonnenschutzfaktor der aufgetragenen Sonnencreme und Hauttyp des Babys die maximale Besonnungsdauer.
Ein Countdown-Timer zählt dann die Besonnungsdauer herunter und das Gerät meldet, wenn das Baby aus der Sonne geholt werden muss.
Die Wettervorhersage wird durch ein integriertes Barometer realisiert. Die Baby Comfort Station BBW 213 bietet außerdem eine Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsmessung und zeigt die aktuelle Uhrzeit digital an.
Das spritzwassergeschütze Gehäuse kann durch das mitgelieferte Befestigungsband entweder am Baby selbst oder am Rucksack der Eltern befestigt werden.
So weit, so gut! Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich nicht so wirklich von diesem Produkt überzeugt bin. Die UV-Messung mag ja durchaus noch Sinn machen, aber die zusätzlichen Funktionen des Barometers, des Thermometers und des Hygrometers halte ich für eine nette Spielerei, die nur den vermeintlichen Wert des Produktes nach oben treiben soll.
Im Urlaub mag dieses Gerät ja noch ganz nützlich sein, aber für den Einsatz zu Hause braucht meines Erachtens kein Mensch so eine Wetterstation für Babys.
Wie dem auch sei: die Baby Comfort Station BBW 213 kostet 49,- Euro (Stand: Oktober 2006) und kann hier versandkostenfrei bestellt werden.
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Baby trotz Sterilisation
Markus Niesen | 5. Okt 2006 | Gesundheit | Sende Feedback »
Hat ein Mann nach der Durchtrennung seiner Samen-leiter einen Unterhaltsan-spruch gegenüber seinem Arzt, wenn im Jahr darauf seine Frau ein gesundes Baby zur Welt bringt?
In Belgien, Spanien, Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden wird der Schadenersatz in der Frage Baby trotz Sterilisation für ein gesundes Kind bejaht, in Frankreich, Italien, Schottland oder Dänemark hingegen abgelehnt.
In Österreich hat der Oberste Gerichtshof in einem solchen Fall nun eine aufsehenerregende Entscheidung getroffen:
"Die Geburt eines gesunden, wenn auch unerwünschten Kindes bedeutet keinen Schaden im Rechtssinne", begründete das Gericht im Urteils-Text. Der Oberste Gerichtshof argumentierte vor allem damit, dass sich Belastungen und Freuden durch das Kind ausgleichen und nicht aufgerechnet werden könnten.
Die Ablehnung der Klage ist umso bemerkenswerter, weil der Oberste Gerichtshof erst vor einigen Monaten in einem anderen Fall, der ebenfalls zum Themenkreis "Kind als Schaden" gehört, anders entschieden hatte:
Damals wurde einer Mutter der gesamte Unterhalt zugesprochen, weil der Arzt sie nicht über eine mögliche Behinderung des Kindes aufgeklärt hatte.
Wenn man die beiden Fälle miteinander vergleicht, dan gewinnt man schnell den Eindruck, dass das oberste österreichiche Gericht zwischen behindertem Leben einerseits und gesundem, aber ungewolltem Leben andererseits unterscheidet. Nur ersteres wird als Schaden gesehen.
Auch wenn das Gericht explizit darauf hingewiesen hat, dass mit diesem Urteil keine Diskriminierung beabsichtigt ist, so bleibt dennoch ein fader Beigeschmack bei dieser Entscheidung zum Thema "Baby trotz Sterilisation".
Die gesamte Geschichte, ein Interview mit einer Zivilrecht-Expertin und die aktuelle Rechtslage in Österreich gibt es auf diepresse.com.
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Schlafprobleme beim Baby
Markus Niesen | 21. Sep 2006 | Gesundheit | Sende Feedback »
Bei der Vorbereitung meiner Artikelserie zum Thema Baby-Sicherheit stolperte ich u.a. auch über das rechts abgebildete Baby-Ei von reer. Es ist genaugenommen kein sicherheitsrelevantes Produkt, aber die beruhigenden Geräusche des Gerätes sollen das Baby sanft in den Schlaf gleiten lassen.
Das Baby-Ei ist wohl schon ein etwas älteres Produkt, aber es scheint ganz gut zu funktionieren. Man kann im Internet einen Testbericht aus dem Oktober 2001 finden, in dem das Ei, welches damals noch unter einem anderen Namen bekannt war, hoch gelobt wird.
Auf der aktuellen und vor kurzem völlig überarbeiteten Homepage der Firma reer ist das Baby-Ei allerdings nicht mehr zu finden. Ich denke daher, dass sich nur noch wenige Exemplare im Handel befinden und es sich hierbei um ein Auslaufmodell handelt.
Persönlich bin ich nicht davon überzeugt, dass ein paar schöne Geräusche ernsthaft Schlafprobleme beim Baby beheben können. Aber das Baby-Ei könnte ein nettes Mitbringsel für Eltern sein, die schon die komplette Grundausstattung für ihr Baby haben.
Wer ernsthafte Schlafprobleme mit seinem Baby hat, der muss ein wenig Ursachenforschung betreiben, weil eine gewöhnliche Spieluhr oder ein Baby-Ei hier keine Lösung versprechen würden.
Ein paar gute Tipps zum Thema Schlafprobleme beim Baby findet man unter babyernaehrung.de.
Update (22.09.06):
Die Firma reer hat per E-Mail darauf hingewiesen, dass das Baby-Ei nicht aus dem Sortiment genommen wurde. Es wird momentan einer kompletten Überarbeitung unterzogen.
Das neue Ei wird nur noch ca. halb so groß sein wie die ältere Variante, wodurch es sich auch super für unterwegs eignen soll. Zusätzlich wird es über einen Timer verfügen, durch welchen sich die Geräusche nach ca. 10 Minuten automatisch abschalten.
Die überarbeitete Version wird voraussichtlich noch im September auf reer.de zu finden sein. Sie wird rechtzeitig vor Weihnachten dann auch im Handel erhältlich sein.
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Gesundheitsvorsorge fürs Baby
Markus Niesen | 8. Sep 2006 | Gesundheit | 1 Feedback »
Das Thema Gesundheitsvor-sorge bekommen Eltern gesunder ("gesund" im Sinne von "nicht behinderter") Babys meistens relativ leicht in den Griff. Denn anders als bei der finanziellen Vorsorge oder bei der Frage nach den notwendigen Versicherungen muss man nicht erst lange recherchieren, um alles richtig zu machen.
Direkt nach der Geburt erhält man nämlich ein gelbes Kinder-Untersuchungsheft, welches vom Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen herauasgegeben wird. In diesem Heft werden alle Vorsorgeuntersuchungen erfasst. Den Eltern bleibt im Prinzip nur die Aufgabe, ihr Baby rechtzeitig zur U1 bis U9 anzumelden.
Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen werden auch die Impfungen vorgenommen. In Deutschland werden die offiziellen Impfempfehlungen von der Ständigen Impfkommission (STIKO) herausgegeben, welche am Robert-Koch-Institut (RKI) angesiedelt ist. Zur Zeit gilt die Impfempfehlung vom Juli 2006, welche man im Epidemiologischen Bulletin Nr. 32 vom 11. August 2006 nachlesen kann (124 KB; pdf-Dokument).
Einen sehr guten Text zur Entwicklung des Babys im ersten Lebensjahr hat Univ.-Prof. Dr. Konrad Pillwein geschrieben. Da Prof. Pillwein in Wien lehrt, stimmen seine Aussagen zu den Untersuchungen und Impfungen allerdings nicht mit den Empfehlungen der deutschen STIKO überein.
Beim Thema Impfungen gibt es jedoch auch viele Kritiker, so dass Eltern für sich selbst überlegen müssen, ob sie ihr Kind entsprechend den Empfehlungen impfen lassen wollen oder nicht. Ich habe auf diese Thematik bereits vor mehr als einem Jahr in meinem Beitrag "Impfungen für Kleinkinder" hingewiesen. In diesem Artikel befinden sich gute Links zu weiteren Informationen.
Alles in allem sollte es mit der engen, vorgegebenen Struktur des Gesundheitswesens in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht allzu schwierig sein, sein Kind gesund durch das erste Lebensjahr zu bringen. Ich drücke in jedem Fall die Daumen! ![]()
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Baby-Sicherheit im Auto und auf dem Fahrrad
Markus Niesen | 5. Sep 2006 | Gesundheit | 2 Feedbacks »
Um ein Baby sicher im Auto transportieren zu können, müssen im Prinzip nur zwei einfache Bedingungen erfüllt sein: es muss in einem guten Auto-Kindersitz mitfahren und dieser Sitz muss korrekt in das Auto eingebaut sein.
In den Linkempfehlungen aus einem früheren Artikel auf dem Baby-Blog findet man viele Tipps und Tricks wie man einen geeigneten Auto-Kindersitz auswählt.
Ergänzende Informationen mit vielen nützlichen Hinweisen, was man beim Kauf eines Auto-Kindersitzes sonst noch beachten sollte, findet man auf babycenter.de.
Der Rest ist dann nur noch gesunder Menschenverstand: das Baby sollte nie allein im Auto zurückgelassen werden (auch wenn dies oft missachtet wird!) und es darf keiner großen Zugluft ausgesetzt werden.
Ein Auto-Sonnenrollo oder ein anderer Sonnenschutz fürs Auto schützen das Baby vor direkter Sonnenbestrahlung.
Für zusätzlichen Komfort sorgt ein Auto-Sicherheitsrückspiegel, mit dem man das Baby auf dem Rücksitz immer im Blick hat.
Soll das Baby auf dem Fahrrad transportiert werden, dann gelten ähnliche Sicherheitsvorkehrungen wie beim Auto. Auch hier schützt ein geeigneter Fahrrad-Sicherheitssitz das Kind vor größeren Schäden.
Die besten Tipps und Tricks, um Unfallverletzungen mit dem Baby auf dem Fahrrad zu vermeiden, gibt es beim TÜV-Süd. Leider ist auf dieser Website die Navigation etwas unübersichtlich: der Artikel ist auf mehrere Unterseiten aufgeteilt und die Links zu den einzelnen Abschnitten befinden sich direkt oberhalb des Artikels.
Der TÜV-Süd hat auch wertvolle Hinweise für die passive Sicherheit auf dem Fahrrad, denn auch der Artikel über die entscheidenden Kriterien zur Auswahl eines Fahrradhelms ist herausragend.
So vorbereitet sollte dem nächsten Ausflug mit Baby im Auto oder auf dem Fahrrad nichts mehr entgegenstehen.
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Baby-Sicherheit im Haushalt
Markus Niesen | 4. Sep 2006 | Gesundheit | 1 Feedback »
Von den jährlich 1,7 Millionen Unfällen mit Kindern ereignen sich allein 540.000 im Heim- und Freizeitbereich. Das Thema Unfallvermeidung ist daher speziell auch für Eltern und andere Betreuungspersonen enorm wichtig.
Um Unfallrisiken in Heim und Garten zu minimieren, ist zunächst deren Erkennung wichtig. Hier helfen kleine Broschüren zur Unfallvermeidung, die man sich entweder zuschicken oder gleich im Internet downloaden kann:
- Die Broschüre "Unfälle vermeiden - Mehr Sicherheit für Kinder" (5.791 KB; pdf-Dokument) der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e. V. enthält neben wertvollen Hinweisen zur Säuglingszeit auch viele Sicherheitshinweise und Tipps für Kinder im Kleinkind- und Kindergartenalter.
- Das Bayrische Staatsministerium für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz hat mit "Sicherheit für Ihr Kind - (k)ein Kinderspiel" (8.307 KB; pdf-Dokument) einen Ratgeber für Eltern und Erzieher herausgegeben, der darüberhinaus auch noch Einkaufstipps und einige Übungen zur Förderung des Sicherheitsbewusstseins enthält.
Nach dem Ausdrucken und erstem Lesen der beiden Broschüren sollte man noch die lokalen Notrufnummern (Rettungsstelle, Kinderarzt, Augenarzt, etc.) in die Tabellen eintragen, damit man diese für den Fall der Fälle schnell greifbar hat.
Alle weiteren Fragen zum Thema Baby-Sicherheit werden schnell und kompetent im Elternforum Kindersicherheit beantwortet.
Am Ende aller Überlegungen sollte dann eine Einkaufsliste entstehen, mit deren Hilfe man alle erkannten Gefahrenquellen im Haushalt beseitigen kann.
Einen guten Anlaufpunkt für einen ersten Marktüberblick stellen die beiden folgenden Websites dar, die sich nahezu ausschließlich mit dem Thema Baby-Sicherheit auseinandersetzen:
- Unter kinder-sicherheit.com betreibt Silke Grützner einen Spezialversand für Kindersicherheitsprodukte. Neben vielen Produkten im großen Online-Shop glänzt diese Website auch mit zahlreichen Tipps und Ratschlägen zur Unfallverhütung.
- Winnie Bülow betreibt unter kiddys-kinderkarussell.de ebenfalls einen großen Online-Shop zum Thema Baby-Sicherheit. Die Babybekleidung auf dieser Website passt hier aber genauso wenig ins Konzept wie die Magnetspiele und Holzbuchstaben auf kinder-sicherheit.com.
So kann man sich mit nur wenig Aufwand und in kürzester Zeit einen schnellen Überblick über alles Machbare zum Thema Baby-Sicherheit verschaffen und die neu gewonnenen Ideen auch gleich in die Tat umsetzen.
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Amerikanische Stillwerbung
Markus Niesen | 24. Aug 2006 | Gesundheit | 1 Feedback »
Wie macht man amerikanischen Müttern das Stillen schmackhaft? - Das US Dept. of Health and Human Services wusste scheinbar die Antwort:
Man nahm zwei Millionen US-Dollar in die Hand und drehte zwei 30-sekündige Werbespots. Anschließend buchte man landesweit teure Werbeplätze zur besten Sendezeit im Fernsehen und hoffte auf den großen Erfolg.
Doch die Kampagne ging nach hinten los:
Anstatt sich auf die vielen Vorteile des Stillens für die gesundheitliche Entwicklung des Babys zu konzentrieren und diese mit tollen Bildern zu untermalen, konzentrierten sich die Werbespots auf die Risiken, die Mütter eingehen, wenn sie ihre Babys nicht stillen.
Hierzu wählte man zwei völlig absurde Situationen, in denen sich hochschwangere Frauen einem absolut unnötigen Risiko für das noch ungeborene Kind aussetzen.
Die Spots sollten suggerieren, dass Schwangere in der Regel alles dafür tun, ihrem Kind vor der Geburt keinen Schaden zuzufügen. Also sollten sie nach der Geburt eben auch kein Risiko eingehen und ihr Kind deshalb sechs Monate lang voll stillen.
Es kam, was kommen musste:
Stillgegner oder Mütter, die ihre Babys nicht stillen können, fühlten sich durch die Werbespots persönlich angegriffen.
Stillbefürworter fanden die Videos einfach nur absurd und waren der Meinung, dass diese nicht in einem geeigneten Maß das Stillen fördere.
Aus dem fernen Europa ist es faszinierend zu beobachten, wie die kontroversen Werbespots die amerikanische Nation beim Thema Stillen in zwei große Lager spaltet.
Denn die beiden Spots sagen in keinster Weise, dass Flaschennahrung in den ersten sechs Lebensmonaten des Babys schädlich sein soll. Sie zeigen andrerseits aber auch keine Mutter, die ihre Brust entblößt und über die Muttermilch ihrem Kind die vielen Vorteile des Stillens zukommen lässt.
Damit hat diese Werbekampagne ihr Ziel klar verfehlt.
Dennoch sind die beiden Spots wirklich sehenswert! Man kann sie sich hier und hier anschauen.
Als kleinen Bonus kann man sich anschließend noch ansehen, wie diese Spots von Stillgegnern und Stillbefürwortern in einer amerikanischen Fernsehmagazin zerrissen werden.
Eine großartige Verschwendung von Steuergeldern!
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Vater ließ schlafendes Baby im Auto zurück
Markus Niesen | 28. Jul 2006 | Gesundheit | Sende Feedback »
Eine Geschichte, die man nicht noch großartig kommentieren muss:
In Mecklenburg-Vorpommern hat ein Vater sein acht Monate altes Baby in der prallen Sonne und bei sengender Hitze vor einem Supermarkt im Auto zurückgelassen. Mehr als dreißig Minuten ließ er seinen Sohn im Auto allein.
Da er auch nicht auf mehrere Lautsprecherdurchsagen reagierte, nahm ein Zeuge dem Mann die Wagenschlüssel ab und schloss das Auto auf. Die Körpertemperatur des Jungen war bereits lebensbedrohlich angestiegen.
Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts auf gefährliche Körperverletzung und Misshandlung von Schutzbefohlenen.
Glücklicherweise geht es dem Jungen in der Zwischenzeit wieder gut.
Auch wenn es sich in diesem Zusammenhang etwas sarkastisch anhört:
Diese Story auf stern.de ist "hirnverbrannt" im wahrsten Sinne des Wortes!
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Muttermilch als Schmerzmittel
Markus Niesen | 24. Jul 2006 | Gesundheit | Sende Feedback »
Ein kanadisches Forscherteam hat bei der Auswertung verschiedener Studien herausgefunden, dass Stillen bei neugeborenen Babys Schmerzen lindern kann.
Diese Aussage mag für stillende Mütter zwar nicht allzu überraschend sein, für die Behandlung von Frühgeborenen könnte diese Erkenntnis der Forscher allerdings weitreichende Konsequenzen haben.
Denn Muttermilch wirkt bei Neugeborenen wie ein Schmerzmittel und daher könnten medizinisch notwendige Maßnahmen für das Baby erträglicher gemacht werden.
Es ist allerdings noch nicht ganz geklärt, woher der schmerzlindernde Effekt des Stillens kommt. Die Anwesenheit der Mutter, der innige Hautkontakt und der leicht süßliche Geschmack der Milch könnten allerdings eine Rolle spielen.
Der Artikel auf wissenschaft.de erläutert auch, warum sich die Alternative Zuckerwasser zur Schmerzlinderung bei Frühgeborenen weitaus weniger eignet als Muttermilch.
(gefunden u.a. auch bei projekt-erdling.de)
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Vorsorgeuntersuchungen
Markus Niesen | 4. Jul 2006 | Gesundheit | Sende Feedback »
Bevor Eltern nach der Geburt eines Babys das Krankenhaus verlassen, hat dieses bereits eine oder zwei Vorsorgeuntersuchungen hinter sich.
Die Vorsorgeuntersuchungen dienen der Früherkennung von Krankheiten und Entwicklungsstörungen und begleiten die Kinder durch die ersten Lebensjahre.
Die insgesamt neun Vorsorgeuntersuchungen, die auch mit U1 bis U9 bezeichnet werden, werden in einem gelben Heft erfasst, in dem alle Untersuchungsergebnisse notiert werden.
Die ersten sechs Untersuchungen finden im ersten Lebensjahr des Babys statt. Fast alle Eltern nehmen diese Untersuchungstermine mit ihrem Nachwuchs auch wahr. Ab der 7. Vorsorgeuntersuchung am Ende des 2. Lebensjahres des Kindes gehen die Zahlen aber drastisch zurück.
Die Gründe dafür sind vielfältig:
- soziale Distanz zu Institutionen und Personen der Medizin
- mangelnde Handlungsfähigkeit (kognitive Fähigkeiten, Kommunikations-, Durchsetzungsfähigkeit)
- praktische Gründe (z.B. Unterbrechung der familialen Routine, Terminfindung)
- Versäumnis/Vergessen
- fehlende Informationen (z.B. über Untersuchungsangebot, Impfmöglichkeiten, Sinn der Untersuchungen)
- negatives Feedback, fehlende positive Resonanz
- Angst, Scham, landestypische gesundheitsbezogene Einstellungen
Um die Teilnahme an den Früherkennungsuntersuchungen im Kindesalter (U7, U8 und U9) zu erhöhen, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die Aktion "Ich geh' zur U!" entwickelt. Im Rahmen dieser Maßnahme sollen Eltern über Plakate und Infoflyer motiviert werden, die anstehenden Früherkennungsuntersuchungen durchzuführen und den Impfstatus zu überprüfen.
Um die Eltern der Kinder zu erreichen, wurden Kinderärzte, Hebammen, Kindergärten und Kindertagesstätten als Partner gewonnen. Kinder, die nach dem Start der Aktion zur U7, U8 und U9 gehen erhalten zur Belohnung ein entsprechendes U-T-Shirt von der ErzieherIn in der Kindertagesstätte.
Wenn möglichst viele Kinder eines Kindergartens solch ein T-Shirt besitzen, soll ein witziges Foto gemacht und zum Wettbewerb an die BZgA eingeschickt werden. Die Kindergärten mit den besten Fotos erhalten einen kleinen Geldpreis.
So weit, so gut!
Wie es sich für eine Aktion dieser Größenordnung gehört, gibt es dazu dann auch eine eigene Website.
Auf den ersten Blick kommt diese sehr gut daher: die Farben stimmen, die Bilder sind pfiffig, die Navigation ist einfach und übersichtlich.
Leider glaubt man bei der BZgA allerdings, dass bei dieser Website die eigene Leistung im Vordergrund stehen sollte und erklärt in aller epischen Breite die Aktion, die Wettbewerbe und die Hintergründe. Man vergisst auch nicht, sich selbst zu feiern, in dem man auf die vielen positiven Presseberichterstattungen hinweist.
Die Eltern, um die es bei dieser Aktion eigentlich gehen sollte, werden mit ein paar einfachen Broschüren abgespeist, die man sich herunterladen kann.
Doch langweilige Broschüren können nicht das Maß aller Dinge sein. Denn Eltern wollen kurze und knappe Facts und viele, gute Gründe, warum sie ihre Kinder zu den Vorsorgeuntersuchungen bringen sollen.
So wird wieder einmal bei einer öffentlichen Website die große Chance vertan, auch tatsächlich etwas zu bewegen (hier ein anderes Beispiel).
Denn die Website mit dem für eine Behörde nahezu typischen Domainnamen ich-geh-zur-u.de perlt an Eltern ergebnislos ab und ist gleich nach dem ersten Besuch wieder vergessen.
So nicht!
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Strollometer Geschwindigkeitsmesser
Markus Niesen | 21. Jun 2006 | Gesundheit
Der Strollometer ist ein Geschwindigkeitsmesser für den Kinderwagen. Ein kleiner Magnet wird an einem der Räder befestigt und ein Minisensor erfasst jede einzelne Umdrehung des Rades. Anschliessend funkt der Sensor die Umdrehungszahlen an das Display, welches an der Schubstange des Kinderwa-gens befestigt wird.
So kann sich die Mutter, die nach der Geburt ihres Kindes wieder in Form kommen will, nicht nur die aktuelle Geschwindigkeit, sondern auch die Maximalgeschwindigkeit und die Durchschnittsgeschwindigkeit anzeigen lassen. Strollometer zeigt auch die zurückgelegte Entfernung, die verstrichene Zeit, die Tagesleistung, die aktuelle Temperatur und so ganz nebenbei auch noch die Uhrzeit an.
Der Strollometer wird erst am 18. September 2006 auf den Markt kommen, doch das rührige Erfinder-Ehepaar Adi und Dan Weber hat mit ihren drei Kindern schon ein paar Dutzend Vertriebspartner gefunden. Denn der Strollometer hat bereits den wichtigen JPMA Innovation Award 2006 ("Juvenile Products Manufacturers Association") gewonnen und infolgedessen viele Veröffentlichungen in amerikanischen Eltern-Zeitschriften erfahren.
Ich mag mich täuschen, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass hier mit viel Aufwand ein Gerät in den Markt gebracht werden soll, welches nur einen kleinen Käuferkreis finden wird. Denn der Strollometer ist zwar ganz nett, aber er gehört genaugenommen in die Kategorie "Dinge, die man nicht wirklich nicht braucht".
So hat die Erfinderin Adi Weber erst nach der Geburt ihres dritten Kindes bemerkt, wie schön ein solches Gerät für das Fitnessprogramm junger Mütter wäre.
Warum sollen andere Eltern den Strollometer an ihren Kinderwagen montieren, nur um dann zu erfahren, dass sie heute für die 2,6 Meilen mit dem Nachwuchs 65,4 Minuten bei 23,3 Grad Celsius gebraucht haben? - Ist es so wichtig zu wissen, dass man damit die durchschnittliche Geschwindigkeit beim täglichen Spaziergang auf 2,4 Meilen gesteigert hat, nur weil man ein kurzes Stück bergab mit einer Maximalgeschwindigkeit von mehr als 3 Meilen pro Stunde gelaufen ist?
Für die Kontrolle des Fitnesszustandes nach einer Geburt reicht nämlich auch ein einfaches Maßband um den Bauch der Mutter und ein kurzer Sprung auf die haushaltsübliche Personenwaage. Wenn diese Daten dann noch nicht stimmen sollten, dann schiebe ich im Zweifelsfall halt beim nächsten Ausflug mit dem Baby den Kinderwagen dreimal mehr um den Block.
Ich wünsche Adi und Dan Weber, dass sie eine aufwändige Marktstudie gemacht haben, bevor sie mit der Entwicklung des Strollometers begonnen haben. Denn dieses kleine Gerät befriedigt keine der durchschnittlichen Bedürfnisse, welche eine Mutter beim täglichen Spaziergang mit ihrer Tochter oder ihrem Sohn so hat.
Selbst die allergrößten Technik-Freaks werden mit dem geringen Sex-Appeal des Strollometer nur wenig anfangen können.
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Verrückte Welt
Markus Niesen | 31. Mai 2006 | Gesundheit
Gleich drei ungewöhnliche Geschichten mit Babys als zentralem Thema bestimmen heute die Nachrichtenlage:
- In China kam ein Baby mit drei Armen zur Welt. Die behandelnden Ärzte wollen nun einen der beiden linken Arme operativ entfernen, doch sie sind sich nicht sicher, welcher der besser ausgebildete ist.
- In Australien hat ein 21-jähriger Mann das 13 Monate alte Baby seiner Freundin für mehrere Minuten in den Wäschetrockner gesteckt. Das kleine Mädchen hatte sich mit einem Getränk bekleckert. Es überlebte die Tortur schwer verletzt. Der 21-Jährige wurde wegen schwerer Körperverletzung angeklagt.
- In der Schweiz entzündet sich die Diskussion um ein "Design-Baby", welches mit Präimplantationsdiagnostik im Reagenzglas gezeugt wurde, um als Knochenmarkspenderin ihrem Bruder zu helfen. Da die Präimplantationsdiagnostik in der Schweiz verboten ist, wurde die kleine Elodie in einer Brüsseler Universitätsklinik selektioniert und der Mutter eingepflanzt. Sie wurde vor einem Jahr in Genf geboren. Im Januar diesen Jahres diente sie als Spenderin von Rückenmark für ihren an chronischer Granulomatose erkrankten, heute sechs Jahre alten Bruder Noah.
Die drei Storys sind in unzähligen anderen Publikationen auch veröffentlicht worden. Ich habe hier nur die Artikel verlinkt, die jeweils die besten Informationen vermitteln.
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Natürliche Geburt und Verdauung
Markus Niesen | 11. Mai 2006 | Gesundheit | Sende Feedback »
Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei einer Studie an Mäusen entdeckt, dass eine natürliche Geburt gut für die Verdauung des Babys ist.
Bei der Passage durch den Geburtskanal schluckt der Fötus eine Reihe von Bakterien, die seine Darmschleimhaut aktivieren und den Aufbau einer gesunden Darmflora unterstützen.
Nach Ansicht der Experten benötigt der Darm den frühen Bakterienkontakt, um sich optimal auf die spätere Ansiedelung der Darmbakterien vorbereiten zu können.
Ein fehlender Kontakt aufgrund eines Kaiserschnitts könnte dagegen möglicherweise zu Problemen mit der Verdauung führen.
Der folgende Text auf wissenschaft.de versucht u.a. zu erläutern, warum per Kaiserschnitt entbundene Kinder häufiger zu Durchfällen neigen.
(gefunden u.a. auch bei projekt-erdling.de)
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Welt-Down-Syndrom-Tag
Markus Niesen | 21. Mär 2006 | Gesundheit | 1 Feedback »
Wenn bei einem Menschen das 21. Chromosom drei Mal anstatt wie sonst üblich nur zwei Mal im Erbgut vorkommt, dann liegt eine geistige Behinderung vor: das Down-Syndrom.
Daher wurde der heutige Tag (21.3) von der Europäischen Down-Syndrom Association (EDSA) und der Down-Syndrom International (DSI) als Welttag ausgewählt. Der erste Welt-Down-Syndrom-Tag ist allerdings kein Anlass zum Feiern, sondern ein Tag, um nachdenklich inne zu halten und an die außergewöhnlichen Menschen, die mit dieser Behinderung leben, zu denken.
Denn das Down-Syndrom ist eines der verbreitetsten angeborenen Syndrome:
- Menschen mit Down-Syndrom gibt es überall auf der Welt.
- Das Down-Syndrom findet man in allen Rassen, allen ethnischen Gruppen und allen Bevölkerungsschichten.
- Etwa alle drei Minuten kommt ein weiteres Baby mit Down-Syndrom zur Welt.
- Insgesamt leben zur Zeit zirka fünf Millionen Menschen mit Down-Syndrom auf der Erde.
- Die Häufigkeit des Auftretens ist weltweit gleich: bei einer von etwa 600 bis 700 Geburten wird das Down-Syndrom diagnostiziert.
- In Deutschland werden jährlich zirka 1.200 Kinder mit Down-Syndrom geboren.
Die liebevollen Menschen mit dem seltsamen, aber enorm bezaubernden Lächeln, werden jedoch irgendwann ausgestorben sein: Durch die stetig verbesserte pränatale Vorsorge kann das Down-Syndrom heutzutage mit einer 99,9 prozentigen Sicherheit erkannt werden. Nur 5,5 bis 10 Prozent aller Mütter weltweit entschließen sich nach der Diagnose "Down-Syndrom" das Kind auch tatsächlich auszutragen.
Fast immer drängen die behandelnden Ärzte auf eine Abtreibung und vermitteln den angehenden Eltern nur die Belastung, nicht aber die Lebensperspektive dieser Kinder.
Doch Eltern, die ein Kind mit Down-Syndrom zur Welt gebracht haben, sprechen nach einer turbulenten Zeit mit vielen Fragen, Sorgen und Nöten, in der Regel nur noch von der ungemein ausgefüllten Zeit, die sie mit ihren Kindern verbringen dürfen. Sie wachsen an ihrer Aufgabe mit einem behinderten Kind zu leben und würden mit niemandem tauschen wollen.
Das Internet bietet hervorragende Informationen zum Down-Syndrom. Betroffene Eltern finden leicht Antworten auf alle ihre Fragen und die nächste Selbsthilfegruppe ist normalerweise nur ein paar Kilometer entfernt.
Eine Suche nach "Down-Syndrom" in einer beliebigen Suchmaschine bringt zuverlässig die besten Links zu Tage. In diesem Umfeld gibt es zum Glück noch keine Spammer, die mit unseriösen Optimierungen die wirklich guten Websites von den Top-Positionen verdrängen.
Daher als Einstieg in das Thema hier nur die zunächst etwas technisch anmutende Beschreibung des Down-Syndroms in der Wikipedia, die aber am Ende des Artikels mit vielen weiterführenden Links zu den etwas sensibler mit dem Down-Syndrom umgehenden Websites auftrumpfen kann.
Auch wenn der Welt-Down-Syndrom-Tag mal wieder einer dieser Welttage ist, die eher dürftig propagiert werden und über die man nur etwas in nachrangigen Informationsquellen erfährt:
Ein solcher Tag ist enorm wichtig, damit Menschen, die mit dieser Behinderung leben, nicht - wie in vielen Ländern üblich - weiterhin unter Verschluss gehalten werden. Bis zur vollständigen Integration von Menschen mit Down-Syndrom in unsere Gesellschaft ist es nämlich noch ein weiter Weg.
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Antibiotika bei Babys erhöhen Asthmarisiko
Markus Niesen | 16. Mär 2006 | Gesundheit | Sende Feedback »
Nach einer neuen Studie der Universität von British Columbia in Vancouver haben mit Antibiotika behandelte Babys in der Folge ein höheres Risiko an Asthma zu erkranken.
Babys, denen in ihrem ersten Lebensjahr ein Antibiotikum zur Behandlung einer Infektion verabreicht wurde, litten später doppelt so häufig an Asthma wie die Kinder ohne eine solche medikamentöse Behandlung.
Die veröffentlichten Ergebnisse stützen sich auf insgesamt sieben medizische Studien, in denen mehr als 12.000 Kinder untersucht wurden. Bei Kindern, die an Ohrenentzündungen oder Bronchitis litten und infolgedessen mit Antibiotika behandelt wurden, erhöhte sich das Risiko an Asthma zu erkranken um mehr als das Doppelte gegenüber einer unbehandelten Kontrollgruppe.
Die mehrfache Gabe von Antibiotika im ersten Lebensjahr des Babys erhöhte das Risiko weiterhin.
Die weiteren Ergebnisse dieser Analysen stehen zum kostenpflichtigen Download im Internet zur Verfügung. Eine kurze Zusammenfassung ist kostenfrei.
In der deutschen Presse wurden aber zumindest einige Details der Studie veröffentlicht. Über das erhöhte Asthmarisiko nach Einnahme von Antibiotika bei Babys erfährt man u.a. etwas auf wissenschaft.de.
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Warum bekommen Babys keine Gänsehaut?
Markus Niesen | 18. Feb 2006 | Gesundheit | Sende Feedback »
In der Online-Ausgabe des "Stern" gibt es jede Woche unter der Rubrik "Gewagt gefragt" eine schräge Frage, die dann von den Besuchern der Website mehr oder weniger originell beantwortet wird.
In der letzten Woche beschäftigten sich die Besucher auf stern.de mit der Frage, warum Babys keine Gänsehaut bekommen.
Die mittlerweile veröffentlichten Antworten sind witzig und lehrreich zugleich.
Es geht um schwächelnde Lanugohaare, nicht funktionierde Wärmeregulierung, fehlende Haarfollikel, physiologische Frühgeburten und "braunes" Fett. ![]()
Ein äußerst kurzweiliger Beitrag mit interessanten Ansichten!
Also viel Spaß mit "Warum bekommen Babys keine Gänsehaut?"
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Staubsauger als Nasensauger
Markus Niesen | 17. Feb 2006 | Gesundheit | 1 Feedback »
Ich hätte nie gedacht, dass ich auf dem Baby-Blog einmal über einen Nasensauger berichten würde. Denn der gewöhnliche Nasensauger ist nur ein kleiner Plastikball mit einer weichen Gummispitze und daher völlig unspektakulär.
Doch irgendwann stolperte ich über den Dolphin-Nasensauger, der das Konzept des Nasensekret-Absaugens in eine völlig neue Dimension trieb.
Bei einer meiner vielen Surftouren durchs Web fann ich dann gestern babyvac.com (mittlerweile offline!), eine einzelne Webseite mit ein paar harmlosen Bildern und einem englischen und spanischen Text, der nur bei genauem Hinschauen erahnen lässt, dass der hier vorgestellte Nasensauger zusammen mit einem Staubsauger verwendet werden soll!
Am Ende der Babyvac-Seite befand sich dann zu meiner großen Überraschung auch noch ein deutsches TÜV-Qualitätssiegel und eine Empfehlung der Uni Ulm.
Damit war mein Ehrgeiz natürlich geweckt. Ich wollte unbedingt mehr herausfinden über die für mich unglaubliche Idee, einen Staubsauger als Nasensauger zu verwenden.
Es dauerte allerdings eine ganze Weile, bevor ich auf nasensauger-staubsauger.de stieß, eine deutsche Website, die das gleiche Gerät etwas ausführlicher vorstellt.
Hier wird zwar ganz klar gesagt, dass der Arianna Nasensauger-Staubsauger mit einem "Anschluß an den Staubsauger (900 - 1500 W)" geliefert wird, aber die Website vermeidet es geschickt, diesen Punkt zu sehr zu betonen. Auf den Bildern und Illustrationen der Website ist der für die Funktion des Geräts unbedingt erforderliche Staubsauger nur zu erahnen.
Sowohl bei babyvac.com als auch bei nasensauger-staubsauger.de ist mir allerdings nicht ganz klar, warum man diesen wichtigen Punkt so vernachlässigt. Denn Eltern haben zunächst einmal grundsätzlich Angst, wenn es darum geht, mit dem Staubsauger in der Nase ihres Kindes rumzusaugen. Und diese Angst muss man ihnen nehmen, um so ein Produkt erfolgreich verkaufen zu können.
Dies kann man aber nicht mit einem TÜV-Siegel oder der Empfehlung einer Universität tun. Man braucht viele Bilder (natürlich auch mit Staubsaugern!) mit glücklichen Kunden und strahlenden Kindern und viele bestätigende Aussagen von HNO- und Kinderärzten, die sich mit ihrem Namen und einem Bild auf der Website präsentieren. Die Aussage "Bereits von über 1500 HNO- und Kinderärzten empfohlen" ist einfach zu wenig.
Denn auch die Kinder haben natürlich Angst vor dem lauten Geräusch eines sich ihnen nähernden Staubsaugers. Wenn man diese Ängste auf der Website aber gar nicht anspricht, dann wird es extrem schwierig, interessierten Eltern das Konzept eines Staubsaugers als Nasensauger zu verkaufen.
Daher führt der Arianna Nasensauger-Staubsauger wahrscheinlich auch nur ein Nischendasein. Wenn gut informierte Eltern wie ich nur durch Zufall über das Produkt stolpern und ihnen dann auch noch ihre Sorgen und Ängste nicht genommen werden, dann läuft irgendetwas völlig falsch.
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Hipp Babysanft
Markus Niesen | 10. Feb 2006 | Gesundheit | 1 Feedback »
In Zeiten rückläufiger Geburtenraten bemühen sich die Babykosthersteller im Allgemeinen und die Firma Hipp im Besonderen um neue Kundengruppen und neue Märkte.
Doch die Erwachsenen ohne eigene Kinder sind eine nur schwer zu überzeugende Masse: Babykost für Erwachsene.
Also besinnt man sich bei Hipp wieder auf die eigentliche Zielgruppe (Eltern mit Babys und Kleinkindern) und entwickelt ... nein, keine neue Babynahrung, sondern eine eigene Babypflegeserie!
Das Ganze nennt sich Hipp Babysanft und man startet mit einer ausgezeichneten Bewertung der Zeitschrift Ökotest: Alle sechs Produkte der Pflegeserie wurden im Januar mit der Note "Sehr gut" bewertet.
Natürlich gibt es auch eine eigene Website zur neuen Hipp Babysanft-Pflegeserie. Unter hipp-babysanft.de gibt es die gewohnte Hipp-Qualität, die sich eben nicht nur in den Produkten, sondern auch in den Websites des Unternehmens niederschlägt:
Supersüße Babybilder; dezente pink/hellblaue Farbgebung; kurze, aber stimmungsvolle Texte und natürlich erklärt Claus Hipp allen Besuchern persönlich die Philosophie der Hipp Babysanft-Pflegeserie.
Doch die Website ist so routiniert und so gekonnt in Szene gesetzt, dass sie fast schon wieder langweilt. Sie ist mir irgendwie zu glatt. Sie kommt genauso glitschig daher wie das Pflege-Öl, mit dem ich mein Baby massieren soll!
Es wird auch überhaupt nicht klar, warum um alles in der Welt man sich bereits auf der Homepage für einen Newsletter zur Hipp Babysanft-Pflegeserie anmelden soll. Denn was kann in diesem Newsletter schon Wichtiges stehen: "ein weiteres Produkt in der Serie, hier haben wir wieder einmal sehr gut in einem Test abgeschnitten und schon wieder ein Kinderarzt, der Hipp Babysanft den Eltern seiner kleinen Patienten empfiehlt." - Solange man nicht klipp und klar sagt, warum man die E-Mail Adressen der Besucher sammeln will, werden sich nur wenige für diesen Newsletter anmelden.
Unschön ist auch der Link zum "Fachbereich", der auf jeder Seite rechts oben erscheint. Eine Website, die sich ausschließlich an die Endkunden richtet, sollte nicht Händlern oder Mitarbeitern über ein gesichertes Login erlauben, einen abgeschirmten Teil der Website zu besuchen. Als gewöhnlicher Kunde fühle ich mich an dieser Stelle zurückgesetzt, weil mir eben das Passwort für den Zugang fehlt.
Doch alles in allem ist hipp-babysanft.de um Längen besser als andere Websites in diesem Umfeld.
Es bleibt halt nur noch die Frage zu beantworten, warum irgendjemand diese statische Website ohne jegliche Interaktivität (sieht man einmal von umfangreichen Kontaktformular ab!) besuchen sollte. ![]()
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Baby und Familie
Markus Niesen | 19. Jan 2006 | Gesundheit | Sende Feedback »
Bei jedem Apothekenbesuch nehmen meine Frau und ich die aktuelle Ausgabe von "Baby und Familie" mit. Die Zeitschrift liegt meistens irgendwo in der Nähe der Kasse und ist kostenlos.
Das Magazin wird vom Wort & Bild Verlag aus Baierbrunn bei München erstellt, welcher auch die "Apotheken Umschau", den "Diabetiker Ratgeber", den "Senioren Ratgeber" und "Medizini" herausgibt.
Da man diese Zeitschriften nicht bezahlen muss, ist die Wertschätzung meistens gering. Sie landen in irgendeiner Ecke und wenn man mal ein wenig Zeit hat, dann blättert man darin.
So fällt einem beim oberflächlichen Lesen auch nicht auf, dass die Zeitschrift im Rahmen eines Relaunchs ihren Namen im Januar von "Baby & Familie" in "Baby und Familie" geändert hat.
Immerhin hält der Verlag diese kleine Änderung (das "&" im Titel wurde durch das Wörtchen "und" ersetzt!) für so bemerkenswert, dass er eine eigene Pressemeldung herausgeben musste.
Doch ich will jetzt hier nicht auf dieser unwichtigen Pressemitteilung herumreiten, denn die neue Ausgabe der Zeitschrift gibt mir doch endlich einmal die Gelegenheit auf babyundfamilie.de zu verweisen.
Denn die Website des Magazins (übrigens noch mit der alten Schreibweise des Titels!) ist ganz gut gemacht. Sie beschäftigt sich erwartungsgemäß vorwiegend mit medizinischen Themen.
Sehr schön ist dabei der "Was heisst das?"-Button: wenn man einen medizinischen Begriff im Text nicht sofort versteht, dann kann man ihn mit der Maus markieren und auf diesen Button klicken. Es öffnet sich dann ein weiteres Fenster, in dem der Begriff näher erläutert wird.
Ansonsten bietet babyundfamilie.de hunderte gut recherchierte Artikel, eine Hebammensuche, viele Adressen von Kliniken und Fachärzten und umfangreiche Lexika.
Die kölsche Weisheit "Wat nix koss, dat ess och nix!" ("Was nichts kostet, das taugt auch nichts") trifft damit sowohl beim Magazin als auch bei Website ausnahmsweise einmal nicht zu!
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Kinderärzte im Netz
Markus Niesen | 17. Jan 2006 | Gesundheit | Sende Feedback »
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ) vereint über 10.000 Kinder- und Jugendärzte aus Klinik, Praxis und öffentlichem Gesundheits-dienst unter einem Dach.
Der Verband hat mit kinderaerzteimnetz.de eine Website entwickelt, die in jede gut gepflegte Bookmark-Sammlung gehört.
Neben vielen Grundlagenartikeln zu Babys, Klein- und Schulkindern sowie Jugendlichen gibt es unzählige Adressen zu Notdiensten, Giftinformationszentren, Kinderärzten und -kliniken, Rehakliniken und Gesundheitsämtern.
Eltern können sich ein Merkblatt zu Kinderunfällen herunterladen (790 KB; pdf-Dokument) oder im Sicherheitshaus potenzielle Gefahrenquellen in der eigenen Wohnung suchen.
Sehr gut ist auch das große Archiv mit Meldungen zu Gesundheitsthemen ("Aktuelles"), welches täglich (!) um neue Nachrichten ergänzt wird. Die Texte sind gut recherchiert und werden vor der Veröffentlichung durch ein Medizinerteam begutachtet. Sie bieten sachlich fundierte Informationen ohne den Laien zu langweilen oder zu überfordern.
Für einen Verband wie den BVKJ ist kinderaerzteimnetz.de eine beachtliche Leistung. Hier werden sinnvolle Themen interessant verpackt. Die Website ist modern und stets auf der Höhe der Zeit.
Großes Kompliment an das Betreiberteam, welches engagiert zur Sache zu gehen scheint!
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Babysimulator für Notärzte
Markus Niesen | 13. Jan 2006 | Gesundheit | Sende Feedback »
Vor einiger Zeit hatte ich schon einmal den Babysimulator erwähnt, mit dem Jugendliche den Umgang mit einem Baby stunden- oder tageweise üben können. Mit dem hochentwickelten Gerät soll ihnen vermittelt werden, wie viel Aufmerksamkeit ein kleines Kind von ihnen verlangt. So benutzen Pädagogen den Babysimulator, um den Jugendlichen das Thema Verhütung näher zu bringen.
Die Ärzte Zeitung berichtete nun vom ersten Babysimulator für Notärzte am Göttinger Uni-Klinikum. Mit dieser Babypuppe können Notfallmediziner und Anästhesisten die Notfallbehandlung von Säuglingen üben.
Die Puppe atmet, weint, schreit oder schläft wie ein richtiges Baby. Jeder Behandlungsschritt hat Auswirkungen auf Herzschlag, Atmung, Pulse, Blutdruck und Sauerstoffsättigung. Die übenden Ärzte sollen alle diese Lebenszeichen stetig überwachen. Zur erfolgreichen Behandlung müssen sie die richtigen Entscheidungen treffen und zu einem geeigneten Zeitpunkt die notwendigen Schritte einleiten.
Der Babysimulator für Notärzte heißt SimBaby und stammt von Laerdal Medical. Auf der Website des Herstellers kann man sich u.a. auch ein interessantes interaktives Flash-Tutorial in englischer Sprache anschauen.
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Süßigkeiten vermindern das Schmerzempfinden
Markus Niesen | 22. Dez 2005 | Gesundheit | Sende Feedback »
Im Rahmen einer neuen Studie haben zwei amerikanische Wissenschaftlerinnen heraus-gefunden, dass Süßigkeiten bei Kindern schmerzlindernd wir-ken. Interessanterweise exis-tiert bei Erwachsenen dieser Effekt nicht mehr.
Die Schmerzlinderung durch Zucker erweist sich bei normalgewichtigen Kindern besser als bei übergewichtigen.
Der Artikel auf wissenschaft.de erzählt, wie die beiden Forscherinnen zu diesen wenig überraschenden Ergebnissen gekommen sind.
Es gibt damit endgültig keinen Grund mehr ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn man ein Kind, welches sich verletzt hat, mit ein paar Süßigkeiten tröstet.
(Via Projekt-Erdling)
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Plötzlicher Kindstod
Markus Niesen | 13. Dez 2005 | Gesundheit | 1 Feedback »
Der plötzliche Kindstod ist in den letzten Jahren mehr und mehr in das Interesse der Öffentlichkeit gerückt.
Man spricht vom plötzlichen Kindstod, wenn ein absolut gesundes Kind in seinem ersten Lebensjahr unerwartet stirbt und sich keinerlei vernünftige Erklärung dafür finden lässt.
Dank vieler Untersuchungen und der Aufklärungsarbeit der Mediziner und der Betroffenengruppen konnte die Anzahl der Kinder, die an einem plötzlichen Kindstod sterben, in den letzten Jahren drastisch reduziert werden.
Mittlerweile findet man im Internet unzählige Websites mit vielen guten Tipps und Tricks, die Eltern helfen sollen, die Risikofaktoren auszuschließen und den plötzlichen Kindstod bei ihren Kindern zu verhindern.
Eine neue Studie aus den USA kam nun zu dem simplen Ergebnis, dass der nächtliche Gebrauch eines Schnullers das Risiko für den plötzlichen Kindstod um bis zu 90 Prozent senken kann.
Diese Meldung wurde natürlich auch in den deutschen Medien aufgegriffen und dementsprechend weit verbreitet.
Bei aller Euphorie über dieses phänomenale Ergebnis sollte man sich allerdings auch einmal die Details der Studie etwas genauer ansehen:
Zur Zeit gibt es nämlich nur eine vorab veröffentlichte Zusammenfassung der Studie im Netz. Diese hat aufgrund der geringen Anzahl an Testpersonen und aufgrund ihrer Durchführung auch bereits einiges an Kritik einstecken müssen.
Dennoch ist die Forschung in diesem Bereich natürlich enorm wichtig. Ob der simple Gebrauch eines Schnullers tatsächlich den plötzlichen Kindstod effektiv vermeiden kann, wird sich erst noch herausstellen.
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Babyschwimmen
Markus Niesen | 24. Nov 2005 | Gesundheit | 2 Feedbacks »
In meinem ersten Beitrag zum Babyschwimmen vor einem halben Jahr habe ich bereits darauf hingewiesen, dass es nicht ganz einfach ist, einen Baby-Schwimmkurs in der Nähe des Wohnortes zu finden: beim Thema Babyschwimmen liefern die gängigen Suchmaschinen nur unbefriedigende Ergebnisse.
Mittlerweile gibt es eine zentrale Datenbank, die sämtliche Anbieter von Babyschwimmkursen erfasst. Ihr Betreiber Peter Kaspar hat bereits heute knapp 1.000 Anbieter gesammelt. Neben dem Namen und der Anschrift sowie der Telefon- und der Faxnummer nennt er auch die E-Mail Adressen der Ansprechpartner und bietet einen Link zur jeweiligen Homepage.
Eine komfortable Suche, die speziell auch Anbieter im eigenen Postleitzahlenbereich findet, verschafft einen einfachen Zugang zu den Daten.
Doch baby-kinder-schwimmen.com geht noch einen Schritt weiter: neben wichtigen Informationen zum Thema Babyschwimmen gibt es auch noch einen kleinen Shop mit exklusiven Baby- und Kinderbademoden sowie TÜV-geprüften Schwimmhilfen.
So hat Peter Kaspar eine Marktlücke erkannt und sie schnell und clever gefüllt: die bisher fehlende Suche nach geeigneten Babyschwimmkursen erlaubt ihm nun, neue Besucher seiner Shopping-Site baby-bag.de zuzuführen.
Hier hat ein Unternehmer also ganz klar verstanden, wie das Internet funkioniert und wie es auch funktionieren sollte:
Schaffe wertvolle Funktionen für deine Besucher und sie werden in Scharen kommen!
Gut gemacht!
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Haftstrafe im Inzest-Prozess
Markus Niesen | 12. Nov 2005 | Gesundheit | Sende Feedback »
Im Leipziger Inzest-Prozess kam es in dieser Woche zum finalen Urteil. Das Verfahren, das vor allem in der Boulevardpresse ausgiebig diskutiert wurde, kam damit zu einem vorläufigen Ende.
Der 28-jährige Angeklagte hat insgesamt vier Kinder mit seiner 21-jährigen Schwester gezeugt. Die beiden wuchsen getrennt auf und lernten sich erst vor fünf Jahren kennen und lieben.
Zwei der Kinder gelten als geistig zurückgeblieben. Der gut gemachte Wikipedia-Artikel zum Thema Inzest erläutert u.a. die biologischen Aspekte und erklärt, warum es beim Inzest mit Fortpflanzung eher zu Erbkrankheiten kommen kann.
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